„Frauen als Nazi-Opfer“
Zum
Gedenken an die Pogromnacht vor 77 Jahren veranstaltet die
Arbeitsgemeinschaft Frieden am 9. November mit Unterstützung des
Vereins „Buntes Trier“ einen
„Rundgang
gegen das Vergessen“.
Der etwa
einstündige Rundgang führt zu einigen Stolpersteinen in Trier,
die an Frauen erinnern, die aus unterschiedlichen Gründen von
den Nazis verfolgt wurden: als Sinti, sog. ”Asoziale“,
Sozialdemokratinnen und Jüdinnen.
„Am
Jahrestag der Pogromnacht wollen wir mit diesem Rundgang daran
erinnern, wie leicht aus Vorurteilen und Ressentiments
menschenverachtende Verfolgung bis hin zum Massenmord werden
kann. Damit wollen wir
in Trier heute auch rechtsradikalen Bestrebungen,
Antisemitismus und Islamophobie etwas entgegensetzen.“
erläutert Ulrich Dann, der diesen Rundgang der AG Frieden
durchführt.
Diesen
und ähnliche Rundgänge können auch für Erwachsenen-Gruppen und
Schulklassen auf Anfrage durchgeführt werden.
Infos unter: www.stattFuehrer.de
Infos unter: www.stattFuehrer.de
Treffpunkt
für die kostenlosen Führung ist am Montag 9.11. um 15.30 Uhr
am Friedens- & Umweltzentrum (FUZ), Pfützenstraße 1.
Der Stadtrundgang ist Teil
der bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus
der Amadeu Antonio Stiftung und endet unweit
der Synagoge, sodass die Teilnehmer die Feierstunde der
Stadt und der jüdischen Gemeinde um 17 Uhr in der Synagoge
erreichen können.
Hintergrund:
Die Pogromnacht war in eine
in ganz Deutschland für alle sichtbarer „Blüte“
nationalsozialistischer Verfolgungspolitik. In Trier fand
die „Synagogenbrandnacht“ in den frühen Morgenstunden des
10.11.1938 statt. Das Innere der Synagoge in der
Zuckerbergstraße wurde geplündert und zerstört. Nazis
zertrümmern die Scheiben jüdischer Geschäfte, drangen in
Verkaufsräume z.B. in Neu- und Brotstraße ein, schlugen
alles kurz und klein, plünderten Wohnungen und Privathäuser
und zerstörten in sinnloser Wut alles, was ihnen in den Weg
kam, so Berichte aus Trier.
In Deutschland brannten in
der Pogromnacht über 2000 Synagogen, insgesamt wurden über
2500 Juden ermordet. Die Pogromnacht gilt als Auftakt der Verschleppung und Ermordung jüdischer Bürger
und letztendlich der industriemäßigen Vernichtung
europäischer Juden durch den deutschen Faschismus.
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