Mittwoch, 19. April 2017

Nahles feiert 5 Euro Hartz IV Erhöhung

13.04.2017

Laut einer offiziellen Auswertung der Bundesregierung ist das Armutsrisiko in Deutschland stark gestiegen. Brennpunkte sind die neuen Bundesländer, NRW und Bremen. Zudem warf die EU-Kommission der Bundesrepublik vor, zu wenig gegen Ungleichheit und Armut im Land zu unternehmen.
Die Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) kündigte an, das jetzt ändern. Gegenüber dem Deutschlandfunk sagte die Ministerin: "Die unteren 40 Prozent der Beschäftigten haben 2015 real weniger verdient als noch Mitte der 90er Jahre." Doch als Nahles in diesem Zusammenhang nach den zu niedrigen Hartz-IV-Regelästzen befragt wird, gerät die Arbeitsministerin ins Stocken. Die Agenda 2010 sei ein richtiger Schritt gewesen. Damals sei es vor allem darum gegangen, rund 5,3 Millionen Menschen in Arbeit zu bringen. Im Hinblick auf Zeitarbeit und Niedriglöhne sagte Frau Nahles, nun müsse es "um Qualität gehen". Die Regelsätze seien erhöht worden. Um 5 Euro. Nu liegt dieser bei 409 Euro.

Viel zu wenig, wie der Paritätische Wohlfahrtsverband befindet, da die Teuerungsrate die Anpassungen regelmäßig überhole. Schließlich haben die Menschen faktisch nun weniger in der Tasche, als zuvor. Deshalb fordert der Verband mindestens 520 Euro im Monat, um vor akuter Armut zu schützen. (sb)

Studie: Hartz IV Sanktionen kontraproduktiv


Hartz IV Sanktionen sind nicht nur verfasungswidrig sondern auch kontraproduktiv
14.04.2017

Die Vorsitzende der Partei DIE LINKE sieht es als bewiesen an: Die Sanktionen von Hartz-IV-Betroffenen widersprechen sowieso den Grundrechten – außerdem seien sie aber kontraproduktiv. Katja Kipping beruft sich dabei auf eine Auswertung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages zu den Sanktionen bei Hartz IV. Laut Kipping belegt diese, dass die Sanktionen zum Rückzug vom Jobcenter und zur Arbeitsdemotivation führen.
Soziale IsolationDie Betroffenen zögen sich vielfach aus dem sozialen Leben zurück; die Sanktionen führten zu Vereinsamung, ungenügender Ernährung und Krankheitsversorgung, zu Wohnungsnotlagen, Mietrückständen und schließlich Wohnungsverlust.

Sanktionen seien erstens für die Arbeitsvermittlung nicht zielführend – sie trieben die Betroffenen zudem in sozialer Verelendung und Isolation. Damit verletzten sie das Grundrecht auf soziale Sicherheit und gehörten ohne wenn und aber abgeschafft.

Was sagen die Studien?Der Bericht des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags „Auswirkung von Sanktionen im SGB II. Überblick über qualitative Studien in Deutschland. Aktenzeichen: WD 6 bestätigt Kippings Schlüsse.

Zur Wohnungsnotlage heißt es: „Der Großteil der Interviewpartner hatte keine Möglichkeit, das Einkommen auf alternativen Wegen aufzubessern. In acht Fällen konnten deshalb Rechnungen oder die Miete nicht bezahlt werden. In Verbindung mit der finanziellen Belastung nannten einige Befragte, dass sie sich deshalb auch stärker aus dem sozialen Leben zurückgezogen haben.“

Schlimmer noch. Laut Studie waren Sanktionen (oft verbunden mit Schlampereien der Jobcenter) direkt verantwortlich für durch Mietrückstände entstandene Kündigungen, erzwungene Umzüge und Zwangsräumungen. De Betroffenen verzichteten daraufhin folgerichtig auf „Beratung und Hilfe durch die Jobcenter.“

Soziale Wohnhilfen berichteten, dass sie Hartz-IV-Betroffene zu Terminen des Jobcenters begleiten würden, das sie nur mit dieser Unterstützung ihre Rechte vor dem Jobcenter geltend machen könnten.

 Lähmende WirkungAndere Studien zeigten, dass die Sanktionen „schwere negative Folgen für die Lebenslagen“ der Bestraften haben. Sie zeigten eine „lähmende Wirkung“ und nur äußerst selten eine „erhöhte Anpassungsbereitschaft“ zur Folge.

HungerleidenBestrafte sparten an Lebensmittel, kauften keine notwendigen Medikamente und gingen nicht zum Arzt oder konnten keine Tickets für öffentliche Verkehrsmittel kaufen. Sie beschränkte sich zunehmend auf ihren eigenen Wohnraum, und das führte zu sozialer Isolation.

Die Sanktionen führten, laut Bericht, zu einer mangelhaften Ernährung, sogar zu Hungerleiden, zu chronischen Krankheiten und psychischen Störungen.

AngststörungenBei einem Betroffenen, der bereits vor den Sanktionen an einer Angststörung aufgrund seiner sozialen Situation litt, wurde diese durch die Strafen noch verstärkt. Sanktionierte zeigten signifikant häufiger seelische Probleme als Nichtsanktionierte.

SchuldenSanktionierte mussten sich häufig verschulden, insgesamt über 40 Prozent. Da viele Betroffeme bereits vor den Sanktionen finanzielle Probleme hatten, wirken die Sanktionen zusätzlich negativ über den Zeitraum der Sanktionen hinaus.

FazitDie Auswirkung der Studien ist eindeutig. Die Sanktionen gegen Hartz-IV-Betroffene verstoßen gegen elementare Menschenrechte, insbesondere gegen die soziale Sicherheit, das Recht auf Nahrung und Wohnung.

Sie führen zudem nicht im mindestens dazu, Erwerbslose in Arbeit zu bringen – im Gegenteil. Die mit Strafen von Jobcentern Terrorisierten ziehen sich aus dem öffentlichen Leben zurück und entfernen sich so immer weiter vom Arbeitsmarkt.

Innerhalb des sozialen Verbrechens Hartz-IV sind die Sanktionen ein Kapitaldelikt. Die psychischen, sozialen und materiellen Folgen für die Betroffenen erinnern an die Opfer totalitärer Regime. Katja Kipping hat Recht: Die Sanktionen gehören ohne wenn und aber abgeschafft.

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A Letter to Prisoners on the Situation in Chicago: “There Is a Role for You To Play in Turning This Shit Around”


April 17, 2017 | Revolution Newspaper | revcom.us

To Prisoners:
The Revolution Club is in Chicago taking the leadership and the science the people need to get free to the masses who are currently shooting and murdering each other. They are out on the front lines fighting relentlessly to get the youth to stop killing each other and get into the revolution.
There is an important role for you to play to be part of turning all this shit around. Every prisoner or former prisoner who has been caught up in the gang life themselves, and has any sense that our youth are capable of so much more than running around killing each other, has an obligation to speak to these youth. Get at your young homies in the streets, tell them that there are revolutionaries out there that they have to get with. There are offices on the Southside and soon on the West Side that they could walk into to get with the Revolution Club. Tell them to get with this revolution and leave that shit behind. Nobody else has to die before we can recognize that we’re getting played and get organized for an actual revolution, a revolution that aims to overthrow this system—the real enemy of the people.
Recently in the streets of Chicago, seven people were shot dead in the span of twelve hours and within four blocks. (“Black People Killing Each Other in Chicago Carl Dix says: Get Out of This Insanity and Get Into the Revolution”) People, whose only hope for any kind of a future depends on whether or not they’re able to come together, are shooting and murdering each other. All this while the grand wizard Trump, the modern-day Hitler, is at the head of the system that rules over them, the very system that created the conditions and shaped the choices that has got us seeing and treating each other as our own worst enemy.
But there is a way out! We don’t have to lay down and accept the shit that’s going to come down on us. There is a way to fight back that can lead all the way out of all this oppression. We can make an actual revolution that will get us to a whole radically different world. We have the strategy, the program and the leadership that we need for this revolution.
Revolutionaries who are fighting to get to a situation where we can overthrow and bury this whole goddamn system have mobilized and are out on the front lines of Chicago. They are taking the leadership of Bob Avakian (BA) and the Revolutionary Communist Party to the masses, struggling with them to unite to fight for the people against their real enemy and to get organized into the revolution.
You can make important contributions—right now. This life is not over. Talk to these youth, fight to change the mentality of these youth. There is a different future to fight for that will require more daring and sacrifice, more courage and commitment than fighting for small plots of territory that we don’t even fuckin own or control. We’ve been played for far too long and it’s brought us to the brink of extinction. Too many of us are dead or locked inside prisons who have come to realize how senseless killing each other really is and we have a role to play.
You may be inside a small cell surrounded by nothing but concrete but you are not helpless. If you’re holding Revolution newspaper in your hands, you’ve come across the way out. You’ve come across the most scientific and advanced understanding of the problem and the solution. You’ve come across the leadership of Bob Avakian (BA), who’s developed the science, the method and approach, that can and must be wielded to make an actual revolution. You can learn and deepen what you may already understand and fight to change the situation on these streets from behind those walls.
Write to your homies, write to this paper and reach out to every one who needs to know that their life could have real meaning and purpose by fighting and dying for a whole new world.

Anti-Asyl-Demo soll Geld für Flüchtlingsarbeit einspielen


Auf dem Pirnaer Sonnenstein ist ein Protest gegen die steigende Zahl von Ausländern geplant. Anwohner stört die Demo, eine Gegenaktion soll sie karikieren.

Von Thomas Möckel
Blick zum Sonnenstein in Pirna. In dem Stadtteil ist für Mittwoch eine Demonstration angemeldet – und eine Gegenaktion angekündigt.
Blick zum Sonnenstein in Pirna. In dem Stadtteil ist für Mittwoch eine Demonstration angemeldet – und eine Gegenaktion angekündigt.
© Daniel Förster
Pirna. Kaum hatte Brigitte Jungmichel dieser Tage das Flugblatt aus ihrem Briefkasten gefischt, stieg auch schon der Groll in ihr auf. Die Seniorin, die seit 47 Jahren auf dem Sonnenstein wohnt, stört sich zum einen daran, dass dieser Zettel offenbar flächendeckend im Wohngebiet verteilt wurde. Auch der Inhalt, den sie lesen musste, gefällt ihr gar nicht. „Das hat mich richtig wütend gemacht“, sagt sie.
Der Grund des Ungemachs: Die von der NPD dominierte Gruppierung „Nein zum Heim – Sächsische Schweiz und Osterzgebirge“ plant am 5. April ab 18 Uhr eine Demonstration unter dem Titel „Brennpunkt Sonnenstein“ in dem Wohngebiet. Als Herkunftsadresse geben die Verfasser das Haus Hauptstraße 26 in Pirna an – es ist das Haus „Montag“, Kreisgeschäftsstelle der NPD. Laut einer Prognose rechnet das Landratsamt mit etwa 100 Teilnehmern.
In dem Demo-Aufruf beklagen die Verfasser, dass sich der Stadtteil verändere – der Sonnenstein drohe zu dem zu werden, was man an allen westdeutschen Großstädten beobachten könne. Es käme zur Ghettobildung, und Ausländer würden immer mehr das Stadtbild prägen.
Alteingesessene Sonnensteiner zeichnen allerdings ein anderes Bild.
Brigitte Jungmichel kann das in dem Flugblatt beschriebene Szenario nicht bestätigen. „So ist es hier nicht“, sagt sie. Natürlich gebe es Ausländer auf dem Sonnenstein, die meisten von ihnen seien aber freundlich und würden keinesfalls das Straßenbild dominieren. Die Stadt Pirna beziffert den Ausländeranteil an der Bevölkerung auf dem Sonnenstein auf etwa fünf Prozent. „Der Sonnenstein“, sagt Brigitte Jungmichel, „ist kein Brennpunkt.“ Dennoch gibt es in dieser Hinsicht ein Problem.


Es regt sich Widerstand


Der Sonnenstein ist in den vergangenen Wochen zu einem Hort von Ausländerkriminalität hochstilisiert worden. Diese Entwicklung geht nicht zuletzt zurück auf einen Beitrag von Tim Lochner – Stadtrat, Ex-OB-Kandidat und Vereinspräsident des 1. FC Pirna – bei Facebook. Ausführlich schilderte er in dem sozialen Netzwerk eine angebliche Auseinandersetzung zwischen Ausländern und Deutschen nach einem Fußballspiel seines Vereins auf dem Sonnenstein. Es geht um Gewalt, Waffen, sexuelle Übergriffe auf Frauen – dabei war Lochner an diesem Tag gar nicht vor Ort. Die Polizei ermittelt zwar nach den Ereignissen in drei Fällen, kann aber den Sachverhalt, so wie er bei Facebook geschildert ist, bislang nicht bestätigen. Doch die Vorwürfe sind nun in der Welt, und sie bilden offenbar auch den Anlass für die jetzt angemeldete Demo.
Dagegen regt sich Widerstand. Der Verein „Alternatives Kultur- und Bildungszentrum“ (Akubiz) sowie mehrere Parteien wollen das Demo-Motto quasi karikieren und daraus sogar Profit für die Flüchtlingsarbeit schlagen. Dafür dient ihnen das Modell der sogenannten „Prokopfgeldspende“. Akubiz ruft alle Bürger auf, pro Teilnehmenden an der NPD-Demo einen Geldbetrag im Cent-Bereich zu spenden. Die Erlöse soll dann der Arbeit des Internationalen Begegnungszentrums in Pirna zugutekommen. Das 2016 eröffnete Zentrum ist ein Projekt der AG Asylsuchende und hilft, damit geflüchtete Menschen am hiesigen Leben teilhaben und sich integrieren können. Einzelheiten zu der Spendenaktion finden sich auf der Akubiz-Internetseite. Das Pirnaer Rathaus sowie SPD, Linke und Grüne tragen die Gegenaktion mit. „Wir wollen diesen Leuten nicht das Thema überlassen. Sie sollen jetzt nicht die Probleme ausschlachten und alle Ausländer über einen Kamm scheren“, sagt Hannes Merz, Beisitzer im Kreisvorstand der Grünen. Als Gegenpol favorisieren die Aktivisten die Spendenaktion, eine reine Gegendemo hielten sie für unangemessen.
Die wird es aller Voraussicht aber dennoch geben: Jürgen Kasek, Landessprecher der sächsischen Grünen, hat für Mittwoch eine Demo mit dem Titel „Gegen rassistische Brennpunkte“ angemeldet, das Landratsamt prognostiziert 150 Teilnehmer.
Brigitte Jungmichel schwant schon Schlimmes, sie hadert vor allem mit der von der NPD angemeldeten Demo. „So etwas“, sagt sie, „brauchen wir hier nicht.“

Naziaufmarsch in Halle? Läuft nicht!


Während am Ersten Mai in vielen Ländern weltweit Gewerkschaften für gute Arbeitsbedingungen und soziale Gerechtigkeit auf die Straße gehen, will die neonazistische Partei „Die Rechte” unter dem Motto „Gemeinsam gegen Kapitalismus, Ausbeutung und Überfremdung” Halle (Saale) zu ihrem zentralen Aufmarschort machen. Neonazis und Rassist*innen aus der gesamten Bundesrepublik kündigen ihre Teilnahme an; unter ihnen militante rechte Gruppierungen, die bereits in den letzten Jahren am Ersten Mai in Plauen und Saalfeld für Ausschreitungen und Übergriffe verantwortlich waren.

Der rassistischen und rechtsextremen Eskalation widersprechen!

In der inhaltlichen Fortsetzung und Sprache des Nationalsozialismus wollen Rechte am Ersten Mai Macht demonstrieren und öffentliche Räume einnehmen. Sie sprechen zwar von Kapitalismus und Ausbeutung, meinen damit aber etwas anderes als die Gewerkschaften. Nazis führen Kapitalismus und Ausbeutung auf fremde Mächte zurück, die das Ziel haben das „Deutsche Volk“ zu kontrollieren. Dagegen setzen sie ihre völkisch-rassistischen Ideen von Arbeit, Staat und Gesellschaft.
In Sachsen-Anhalt, Deutschland und Europa ist die extreme Rechte auf dem Vormarsch und mit ihr faschistische Sprache sowie rassistische und antisemitische Vorurteile, die Sehnsucht nach totalitärer Führung und brutale Gewalt in Worten und Taten. Seit mehr als zwei Jahren reißen die massiven Attacken und Anschläge auf Unterkünfte Geflüchteter nicht ab. Täglich werden Menschen angegriffen, gesellschaftliche und politische Debatten verschieben sich nach rechts, rechte Parteien gewinnen Mandate und Einfluss, ihre Forderungen werden diskutiert und teils übernommen: Sie erfahren Rückhalt in der Mitte der Gesellschaft. Die rassistische und rechtsextreme Eskalation sowie zunehmende Gewalt und eine Gesellschaft, die das seit über zwei Jahren zulässt, machen auch uns oft ratlos. Doch wir werden nicht tatenlos zusehen, wie Rechtsextreme weiter an Einfluss gewinnen, sondern engagiert dagegen halten.

Naziaufmarsch in Halle? Läuft nicht!

Wir rufen dazu auf, sich den Rechten am Ersten Mai entschlossen und gewaltfrei entgegenzustellen! Naziaufmarsch in Halle? Läuft nicht! Bereits in den letzten Jahren gab es erfolgreiche Proteste und Blockaden gegen rechte Aufmärsche in Halle, auch dank überregionaler Unterstützung, der Vielfalt an Aktionsformen und der Solidarität derjenigen untereinander, die den Nazis nicht die Straßen überlassen wollen. An diese Erfahrungen wollen wir an-schließen. Wir wollen entschlossen für eine plurale und solidarische Gesellschaft streiten, in der die Würde und die Menschenrechte jeder und jedes Einzelnen zählen und nicht von Herkunft, Religion, sexueller Identität, sozialem Status oder Staatsangehörigkeit abhängen. Mit klarer Haltung, vielfältigem Protest, kreativen Formaten und zivilem Ungehorsam wollen wir gemeinsam dem Rechtsextremismus entgegentreten. Zusammen können wir uns dem Wiedererstarken von Faschismus und völkischem Denken widersetzen.

Erstunterzeichner*innen Organisationen

  • Aktionstheater Halle e.V.
  • Amnesty International Gruppe Halle
  • Ausländerbeirat der Stadt Halle
  • AWO Regionalverband Halle-Merseburg
  • BBZ “lebensart” e.V., Fachzentrum für geschlechtlich-sexuelle Identität
  • BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Stadtverband Halle (Saale)
  • Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat der Stadt Halle (Saale)
  • DGB Region Halle-Dessau
  • DGB-Jugend Region Halle-Dessau
  • DGB Stadtverband Halle
  • Diakoniewerk Halle
  • Fraktion DIE LINKE im Stadtrat der Stadt Halle (Saale)
  • Stadtverband DIE LINKE Halle
  • Landesvorstand DIE LINKE Sachsen-Anhalt
  • Die PARTEI Kreisverband Halle
  • Die PARTEI Landesverband Sachsen-Anhalt
  • Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis
  • Fachschaftsrat der Philosophischen Fakultät I der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • FAU – Allgemeines Syndikat Halle
  • Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V.
  • Freiwilligen-Agentur Halle-Saalekreis e.V.
  • Friedenskreis Halle e.V.
  • Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft e.V., Internationale Vereinigung
  • GEW Hochschulgruppe Halle
  • GEW Stadtverband Halle
  • Grüne Jugend Halle
  • Grüne Jugend Sachsen-Anhalt
  • IL Interventionistische Linke Halle
  • Junge Europäische Föderalisten – JEF Sachsen-Anhalt e.V.
  • Junge Europäische Föderalisten – JEF Halle, Hochschulgruppe an der MLU
  • Jusos Halle (Saale)
  • Jusos Landesverband Sachsen-Anhalt
  • Katholische Kirche Dekanat Halle
  • Kulturwerkstatt Halle-Neustadt „Grüne Villa“
  • Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
  • Linksjugend [‘solid] Halle
  • Linksjugend [‘solid] Sachsen-Anhalt
  • Medinetz Halle/Saale e.V.
  • Fraktion MitBÜRGER für Halle – NEUES FORUM im Stadtrat der Stadt Halle (Saale)
  • Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V.
  • neues theater Halle
  • Radio Corax
  • Reformhaus Halle e.V.
  • Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt
  • Roter Stern Halle e.V.
  • Sozialistische Jugend Deutschlands (SJD) – Die Falken Landesverband Sachsen-Anhalt
  • SDS.Die Linke MLU
  • SPD Halle (Saale)
  • SPD Landesverband Sachsen-Anhalt
  • SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale)
  • Stadtsportbund Halle e.V.
  • Studierendenrat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Studierendenrat der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
  • VdN-BdA Sachsen-Anhalt
  • Vegan in Halle
  • Verband der Migrantenorganisationen Halle (Saale) e.V. (VeMo)
  • ver.di Hochschulgruppe an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bezirk Sachsen-Anhalt-Süd

Erstunterzeichner*innen Einzelpersonen

  • Wolfgang Aldag, MdL, Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Sachsen-Anhalt
  • Dr. Tarek Ali, Vorsitzender des Ausländerbeirats der Stadt Halle und des Verbands der Migrantenorganisationen Halle e.V. (VeMo)
  • Dr. med. Walter Asperger, Ärztlicher Direktor Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara
  • Prof. Dr. Wolfgang Auhagen, Prorektor Struktur und strategische Entwicklung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, Direktor der Franckeschen Stiftungen Halle
  • Pascal Begrich, Geschäftsführer, Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt. e.V.
  • Clemens Birnbaum, Direktor Stiftung Händel-Haus und Intendant Händel-Festspiele Halle
  • Marianne Böttcher, Vorsitzende Stadtverband DIE LINKE Halle
  • Matthias Brenner, Intendant neues theater und Thalia Theater Halle
  • Prof. Dr. Michael Bron, Prorektor Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Birke Bull-Bischoff, Landesvorsitzende DIE LINKE Sachsen-Anhalt
  • Prof. Dr. Sara Burkhardt, Prorektorin Wissenschaft der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
  • Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
  • Prof. Dr. Claudia Dalbert, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt
  • Dr. Karamba Diaby, MdB SPD-Bundestagsfraktion
  • Olaf Ebert, Geschäftsführer der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalekreis e.V.
  • Alexander Farenholtz, Verwaltungsdirektor der Kulturstiftung des Bundes
  • Dr. Jürgen Fox, Vorstandsvorsitzender Saalesparkasse
  • Christian Franke, Landesvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt
  • Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt
  • Ute Haupt, Stadträtin, Fraktion DIE LINKE im Stadtrat der Stadt Halle (Saale)
  • Kristin Heckl, Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
  • Dennis Helmich, Stadtrat, Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat der Stadt Halle (Saale)
  • Manuela Hinniger, Stadträtin der Stadt Halle, Fraktion DIE LINKE
  • Elke Hirsch, Kaufmännische Vorständin Diakoniewerk Halle
  • Prof. Dieter Hofmann, Rektor der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
  • Dr. Lydia Hüskens, Geschäftsführerin Studentenwerk Halle
  • Josephine Jahn, Stadträtin, Fraktion DIE LINKE im Stadtrat der Stadt Halle (Saale)
  • Hans-Jürgen Kant, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Halle-Saalkreis
  • Swen Knöchel, MdL, Fraktionsvorsitzender Fraktion DIE LINKE im Landtag von Sachsen-Anhalt
  • Anja Krimmling-Schoeffler, Stadträtin, Fraktion DIE LINKE im Stadtrat der Stadt Halle (Saale)
  • Marion Krischok, Stadträtin, Fraktion DIE LINKE im Stadtrat der Stadt Halle (Saale)
  • Hendrik Lange, MdL, Fraktion DIE LINKE im Landtag von Sachsen-Anhalt und Stadtratsvorsitzender der Stadt Halle (Saale)
  • Markus Leber, Kanzler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Steffi Lemke, MdB, Parlamentarische Geschäftsführerin Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bundestag
  • Karen Leonhardt, Mitglied der Koordinierungs- und Fachstelle der HALLIANZ für Vielfalt
  • Arne Lietz, MdEP für Sachsen-Anhalt, S&D-Fraktion im Europäischen Parlament
  • Burkhard Lischka, Landesvorsitzender SPD Sachsen-Anhalt
  • Matthias Lux, Vorsitzender Geschäftsführer Stadtwerke Halle
  • Prof. Dr. Georg Maas, Dekan Philosophische Fakultät II der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Sten Meerheim, Stadtrat, Fraktion DIE LINKE im Stadtrat der Stadt Halle (Saale)
  • Dr. Dennis Müller, Direktor Bergzoo Halle
  • Andreas Nowak, Geschäftsführer MMZ Mitteldeutsches Multimediazentrum Halle
  • Sophia Nietsch, Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
  • Dr. Katja Pähle, MdL, Fraktionsvorsitzende SPD-Landtagsfraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt
  • Henriette Quade, MdL, Fraktion DIE LINKE im Landtag von Sachsen-Anhalt
  • Prof. Bruno Raetsch, Dekan Fachbereich Kunst der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
  • Melanie Ranft, Stadträtin und Vorsitzende Stadtverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Halle (Saale)
  • Dr. Michael Schädlich, Präsident Hallescher Fußballclub e.V.
  • Dr. Andreas Schmidt, MdL, SPD-Landtagsfraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt
  • Dr. Johann Schneider
  • Rudenz Schramm, Geschäftsführer Steintor-Varieté
  • Temba Schuh, Unternehmer
  • Petra Sitte, MdB, Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion DIE LINKE
  • Prof. Dr. Udo Sträter, Rektor – Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Sebastian Striegel, MdL, Parlamentarischer Geschäftsführer der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Sachsen-Anhalt
  • Dagmar Szabados, ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Halle (Saale)
  • Susan Sziborra-Seidlitz, Landesvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt
  • Bertram Thieme, Direktor Dorint Hotel Charlottenhof Halle
  • Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes
  • Christian Weinert, Vorsitzender der SPD Halle (Saale)
  • Christoph Werner, Künstlerischer Direktor Puppentheater Halle
  • Kathrin Westphal, Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
  • Prof. Dr. Wolf Zimmermann, Prorektor Studium und Lehre der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Unterzeichner*innen Organisationen:

  • AIDS-Hilfe Halle / Sachsen-Anhalt Süd e.V.
  • Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“
  • Bildungshaus Riesenklein
  • Die Bude e.V. – Kinder- und Jugendspielstätte
  • DKP Halle
  • GHG Grüne Hochschulgruppe Halle
  • Grüne Jugend Leipzig
  • Jugendverband REBELL Halle
  • KinderKunstGalerie Nepomuck
  • Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale)
  • KulturSammelStelle e.V.
  • Postkult e.V.
  • Spielmitte e.V.
  • ver.di Sachsen-Anhalt Süd, Ortsverein Halle
  • Verein zur Förderung der freien Kulturlandschaft e.V.

Unterzeichner*innen Einzelpersonen:

  • Gottfried Arlt
  • Rebecca Arndt, Studentin
  • Matthias Biber, Student
  • Sarafina Binger, Kundenbetreuerin
  • Norbert Bischoff, ehem. Minister für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalts
  • Amira Ehrhardt
  • Johanna Elste
  • Lysan Escher
  • Reinhard Feuersträter, Seelsorger
  • Prof. Dr. Torsten Fritzlar, Dekan der Philosophischen Fakultät III der MLU
  • Alexander Graf, Krankenpfleger
  • Sebastian Grünberg
  • Laura Günther
  • Dirk Hamm, Vertriebsleiter
  • Mario Hartmann, Selbstständig
  • Stephan Harz
  • Sabine Hasselberg, Geschäftsführerin Gesundheitszentrum Halle-Neustadt
  • Dr. Detlev Haupt, Pfr. i.R. – Vorsitzender der AG Halle-Umland der DIG
  • Mirco Hausmann, Fotograf
  • Maruta Herding, Soziologin
  • Kerstin Herget, Sekretärin 
  • Marion Ille
  • Steven Jahn, Student
  • Ska Keller, Co-Vorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament
  • Jörg Klimaczewski, Arzt
  • Markus Knöfler
  • Christoph Korb, Dozent
  • Hendrik Kranert-Rydzy, Journalist
  • Antonia Küttner
  • Kristin Lange
  • Dr. Hendrik Liedtke, Arzt
  • Stefan Malik
  • Lars Mathias
  • Claudia Meerheim
  • Babett Müller
  • Katja Müller, Stadträtin, Fraktion DIE LINKE im Stadtrat der Stadt Halle (Saale)
  • Sabine Nehls
  • Markus Nierth, ehem. Bürgermeister / Buchautor
  • Susanna Nierth, Tanzakademie Lindenhof Burtschütz
  • Anja Nick, Biologin
  • Frank Oettler, Straßenbahnfahrer
  • Marietta Papaioannou, Ärztin
  • Michael Proschek
  • Eric Pruchnik, Student
  • Rainer Pommrich, Lehrkraft
  • Linda Rabisch
  • Agnes Sander
  • Ute Sawatzki, Sachbearbeiterin
  • Victoria Schmidt, Studentin
  • Raphael Schmiedel
  • Michael Schmitt, Promotionsstudent
  • Christian Schultz, Student
  • Michael Schulze, Angestellter
  • Wolfgang Starke, Vegetariergruppe Halle
  • Shirin Tessmer
  • Tassilo Timm, Direktkandidat Internationalistische Liste/MLPD
  • Matthias Tresko, Dipl.-Bauingenieur
  • Jane Unger, Direktorin Stadtmuseum Halle
  • Carolin Winsel, Angestellte
  • Patricia Zabler
  • Annett Zehnpfund, Sozialarbeiterin

Heraus zum revolutionären, roten 1. Mai 2017!


„Jubiläen sind für die Kommunisten und den klassenbewussten Teil des Proletariats nicht leere Gedenktage, sondern Richtlinien für den Klassenkampf, Leitfäden für die Aktion.“ Ernst Thälmann
Der 1. Mai ist der Kampftag des internationalen Proletariats, ein überaus wichtiges Datum in der Geschichte und Gegenwart der Klassenkämpfe. Er ist unser Kampf- und Feiertag! Auf allen Kontinenten nimmt sich unsere Klasse – die Arbeiter, sowie alle Ausgebeuteten und Unterdrückten und das einfache Volk, Frauen, Jugend, unterdrückte Nationen – an diesem Tag die Straße. Überall weht die Rote Fahne des Proletariats und der Rebellion, wird im Kampf verteidigt und erhält ihre Farbe durch unser Blut in den Auseinandersetzungen, die sich die Massen an diesem Tag mit den Handlangern der Bonzen und Ausbeuter, mit der Polizei und anderen Reaktionären im Dienst der alten, bürgerlichen Staaten liefern.
Am 1. Mai spüren wir sehr konkret die Einheit und die unbändige Kraft hinter dem Ausruf „Proletarier aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt euch!“ und dass wir eben wirklich eine internationale Klasse sind, die sich mit allen Windungen und Wendungen doch beharrlich ihren Weg in Richtung Befreiung bahnt.
Der 1. Mai ist der Tag des Kampfes gegen die Monopolbourgeoisie, ihren Staat, ihre Parteien, ihre Regierungen und ihre Lakaien und Knechte, ihre bewaffneten Vollstrecker, die sich längst in einem Krieg gegen die einfache Bevölkerung befinden. Für uns steht er neben dem Aufstand der Haymarket-Arbeiter von 1886 vor allem auch in der Tradition des Berliner Blutmai von 1929 und der Kreuzberger Kiezrebellion von 1987 – die sich in diesem Jahr zum 30. Mal jährt – und die eindrucksvoll bewies, dass das Potential für den revolutionären Kampf in den imperialistischen Staaten keineswegs auf „magische Weise“ verschwindet, sondern sich zuspitzende Widersprüche und eine revolutionäre Situation in ungleichmäßiger Entwicklung längst im Gange sind.
DER 1. MAI IST ANTIIMPERIALISTISCH
Wir kämpfen an diesem Tag auf den Straßen gegen das weltweite System dieser Klassengesellschaft, die die Arbeitskraft von Abermillionen Menschen zur Ware macht und frei gibt zur Ausbeutung durch eine kleine Minderheit, die eine Diktatur über die Mehrheit der Menschheit ausübt, die ganze Nationen zu diesem Zweck in halbkolonialer und halbfeudaler Unterentwicklung hält und plündert – die Bourgeoisie und ihr Kapitalismus in seinem imperialistischen Stadium.
Der Imperialismus ist ein parasitäres, faulendes, sterbendes System. Für die Mehrheit der Menschheit bedeutet der Imperialismus tagtäglich unglaubliche Grausamkeit und Barbarei, denn in ihrem Streben nach Profitmaximierung und Machterhalt tragen die verschiedenen Monopolkapitalisten und ihre Staaten ihre Konkurrenz und ihre Konflikte immer auf dem Rücken des einfachen Volkes aus.
Das drückt sich in bestialischen Stellvertreterkriegen und Besatzungen, Völkermord, Umweltvernichtung, Vertreibung, Massenarmut, Hunger, Ausplünderung der natürlichen Ressourcen, Massakern und reaktionärem Terror gegen die Arbeiter- und Volksbewegungen aus. Vor allem in der sogenannten Dritten Welt treten diese Widersprüche sehr viel offener und in unfassbarer Brutalität zu Tage. Beispiele dafür sind zahllos, in den letzten Jahren unter anderem Libyen, Syrien, Afghanistan, Irak, Jemen, Palästina, die Ukraine, weite Teile Afrikas und andere halbkoloniale und halbfeudale Länder, die durch die imperialistischen Konzerne ausgeblutet und ihrer Lebensgrundlage beraubt oder direkt militärisch unterworfen und besetzt werden.
Dort verhungern jeden Tag zehntausende Kinder – sie werden ermordet vom kapitalistisch-imperialistischen System! Einem System, das genau von dieser extremen Ausbeutung der unterdrückten Nationen der Dritten Welt lebt und damit förmlich in ihrem Blut badet.
Führend bei allen Grausamkeiten und so gut wie jeder imperialistischen Aggression ist die Supermacht USA und ihre NATO. Daran wird sich auch nichts ändern, egal welcher Hund dort gewählt wird, um die Geschäfte zu leiten und welche Maske er sich dafür im Wahlkampf aufzieht. Das Reaktionäre fällt nicht, wenn man es nicht zu Fall bringt, wie Mao Tse-tung lehrte. Darum ist jeder Widerstand gegen die imperialistischen Aggressionen gerecht und wir müssen unseren Beitrag leisten, sie zu bekämpfen und zurückschlagen – ob US-, BRD- oder russischer Imperialismus. Dieses internationalistische Bewusstsein muss auch am 1. Mai zum Ausdruck kommen.
DER 1. MAI IST PROLETARISCH
„Armut drängt zur Änderung, zur Tat, zur Revolution.“ Mao Tse-tung.
Die einfachen Leute, können in diesem System nur überleben, weil sie ihre Arbeitskraft verkaufen. Wir schaffen den ganzen Reichtum dieser Gesellschaft, an uns werden Billionen verdient, wir bluten für ihre Profite, während wir selbst mit gerade genug für unsere Reproduktion und ein paar zusätzlichen Brotkrumen abgespeist werden. Fest steht, die Kapitalisten brauchen uns um zu überleben und nicht umgekehrt. Der Kapitalismus hat das Proletariat erzeugt, und damit seinen eigenen Totengräber, dem unter der Führung seiner Ideologie die Rolle der führenden Kraft in den kommenden Revolutionen zukommt.
Darum ist es absolut richtig, den Klassenhass auf die Ausbeuter, Schmarotzer und Blutsauger zu stärken; auf die Parasiten, die auf unsere Kosten und vor allem auch auf die Kosten der Völker der Welt, in unfassbarem Luxus, ungeheurem Reichtum, in Überfluss und Verschwendung leben, während ein Großteil der Menschheit vor sich hin vegetiert und verreckt. Die inneren Widersprüche dieses Systems und seiner Degeneration bringen darüber hinaus Obdachlosigkeit, Drogenjunkies, organisierte Kriminalität, rücksichtslosen Egoismus und anderes Elend hervor, das Tausende in den Selbstmord oder Depressionen treibt.
Mit dem Mehrprofit, den die imperialistische Bourgeoisie aus der Dritten Welt zieht, besticht sie zudem einen Teil der hiesigen Arbeiterklasse und formt ihn zur Arbeiteraristokratie, die wiederum die materielle Basis der Sozialdemokratie darstellt. Mit ihrer Klassenversöhnung, ihren gelben Gewerkschaften und ihrem Korporativismus ist sie eine zentrale Stütze der bürgerlichen Diktatur, und hilft fleißig dabei mit, die erkämpften Rechte der Arbeiterklasse abzuschaffen. Sinkende Reallöhne und Renten, Hartz 4, Arbeitsamtschikanen, Leiharbeit, Niedriglöhne, Paralleljobs, Teuerungen, Perspektivlosigkeit, Kinderarmut, Mietwucher und Verdrängung sind auch hier an der Tagesordnung und werden immer prägender für die Lebensrealität unserer Klasse.
Vor allem Migranten, Frauen und Jugendliche sind davon verstärkt betroffen. Und auch die Flüchtlinge, die vom imperialistischen System hervorgebracht werden, indem es ihre Länder zerstört, dürfen hier angekommen entweder überhaupt nicht arbeiten oder werden als besonders billige ökonomische Reserve der Bourgeoisie eingesetzt. Das System trägt die volle Verantwortung für dieses Elend!
Es ist von grundlegender Bedeutung, keinerlei Illusionen in den bürgerlichen Staat, seinen Parlamentarismus und seine Institutionen zu haben. Ihr Charakter ist völlig klar, sie sind Machtmittel der Bourgeoisie, Teil des Problems und müssen mit ihm in der Revolution zerschlagen werden. Genau wie ihr ganzer parasitärer Apparat aus Medien, Politikern, Behörden, Geheimdiensten, Armee und Polizei, den sie zur Niederhaltung des Proletariats und zur Aufrechterhaltung ihres blutigen Systems erschaffen haben und stetig ausbauen.
Überall nutzen die „bürgerlichen Demokratien“ – Diktaturen der Bourgeoisie – auch ultrareaktionäre, faschistische oder islamistische Banden in ihren Diensten, bauen sie auf und rüsten sie aus, um sie auf die Völker der Welt loszulassen. Die Faschisten dienen dabei als Handlanger des Systems zur Spaltung der Unterdrückten durch Rassismus und entfachen einen Terror gegen die untersten Teile der Massen, vor allem des Proletariats.
Währenddessen stärkt der bürgerliche Staat unablässig seinen Repressionsapparat, trainiert seine Armee in Aufstandsbekämpfung und unternimmt Angriffe auf fortschrittliche Strukturen und Verbände, wie gegen den demokratischen Migrantenverein ATIK oder die Genossen der Volksfront (Halk Cephesi).
DER 1. MAI IST ROT
Es ist völlig klar – der Imperialismus muss zerschlagen werden, bevor er die Erde vernichtet.
Was brauchen wir zur Befreiung von all diesem Übel? Was ist dafür notwendig?
Schauen wir auf die Welt, sehen wir, dass unsere Klasse und die Völker sich wehren und kämpfen; dass Widerstand und Revolution leben und voranmarschieren und sich nicht von den Lügen, Illusionen und Einschüchterungen des Imperialismus aufhalten lassen. Und auch das muss am 1. Mai als lebendiges Zeichen des proletarischen Internationalismus mit Nachdruck zum Ausdruck gebracht werden.
Ob in Dersim, Kabul oder Gaza. Überall kämpfen die Massen gegen die Besatzer und ihre Marionetten. Unsere Solidarität gilt dem nationalen Freiheitskampf des palästinensischen Volks gegen den Zionismus, den kolonialen Staat Israel als Brückenkopf der Imperialisten in der arabischen Welt, wie auch dem heldenhaften Widerstand des kurdischen Volkes gegen den Terror und Krieg der Staaten, die Kurdistan besetzt halten oder die von den Imperialisten geschaffene Bestie ISIS.
Die Rote Fahne weht! Die Aussichten sind nicht düster, im Gegenteil: Aufstände und Rebellionen der Jugend und Arbeiter in Frankreich, davor in London, Schweden, Griechenland, auf dem Balkan, selbst in den USA gegen die polizeilichen Morde, vor allem an schwarzen Jugendlichen, oder auch in unserem Land selbst, häufen sich, erschüttern das vermeintlich ruhige Hinterland der Imperialisten. Auch offensivere Arbeitskämpfe und Streiks in der BRD und den ihren Nachbarländern nehmen wieder zu. In der Dritten Welt gibt es massiven Volkswiderstand und sich zuspitzende Volkskämpfe in Brasilien und ganz Lateinamerika, großen Teilen Asiens und Afrikas. Die Volkskriege, geführt von Kommunisten, auf den Philippinen, in der Türkei/Kurdistan, Peru und Indien, die ganz real die Macht der Arbeiterklasse und der Unterdrückten errichten, sind ein glänzendes Vorbild. Sie beweisen, wenn die subjektiven Kräfte in Form der revolutionären, kämpfenden Kommunistischen Parteien existieren, dann ist alles möglich!
Wir begrüßen diese wirklich antiimperialistischen und revolutionären Kämpfe überall auf der Welt, die Kämpfe für wirkliche Volksmacht, nationale Befreiung, Unabhängigkeit, neudemokratische und sozialistische Revolution. Sie alle sind Teil des Prozesses der proletarischen Weltrevolution und wir hier in der BRD müssen unseren Beitrag dazu leisten.
Revolution ist eine Notwendigkeit! Es wird keine Befreiung geben ohne sie. Wenn unsere Klasse es nicht vermag, perspektivisch die Macht zu erobern und die rote, Neue Macht des Proletariats zu errichten, bleibt alles nur Illusion. Auch in unserem Land für die sozialistische Revolution und den Sozialismus zu kämpfen, für die Freiheit der Völker und die Macht unserer Klasse, das ist das Gebot der Stunde. Nicht auf die Lügen, Verlockungen und Illusionen der Reformisten, Revisionisten und Opportunisten hereinzufallen, das ist der gerade Weg; der Weg, welchen wir gemeinsam gehen müssen.
Deswegen rufen wir alle Revolutionäre, Antiimperialisten, Antifaschisten, Kommunisten, Internationalisten, ehrliche Anarchisten und Demokraten auf, am 1. Mai um 13 Uhr in Neukölln mit uns auf die Straße zu gehen und all das am Tag unserer Klasse zum Ausdruck zu bringen. Lasst uns an diesem Tag Seite an Seite mit den Rebellionen des Proletariats in anderen Teilen der Welt für Revolution und Sozialismus und eine kommunistische Zukunft ohne Ausbeutung und Unterdrückung kämpfen.
Wehrt euch und kämpft – gegen Ausbeutung, Unterdrückung und imperialistischen Krieg!
Keine Befreiung ohne Revolution!
AM 1. MAI AUF DIE STRASSE!
1. Mai 2017
13:00 Uhr Karl-Marx-Platz
Berlin-Neukölln