Freitag, 6. November 2015

Staatsanwaltschaft klagt frühere Mitarbeiter an

Vorwürfe gegen Heckler & Koch aus Oberndorf 

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat gegen Verantwortliche von Heckler & Koch aus Oberndorf Anklage erhoben - wegen illegaler Waffenlieferungen nach Mexiko.
 Wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, werde den Angeschuldigten vorgeworfen, in den Jahren 2006 bis 2009 in unterschiedlichen Funktionen an 16 Lieferungen von Gewehren und Zubehörteilen nach Mexiko beteiligt gewesen zu sein. Die Gewehre und Zubehörteile sollen mit Kenntnis der Angeschuldigten in mexikanischen Bundesstaaten abgegeben worden sein, "die nicht von den deutschen Exportgenehmigungen umfasst waren", so die Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung.

Mehrere Mitarbeiter angeklagt

Konkret geht es um den Vorwurf des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontroll- und Außenwirtschaftsgesetz. Die Anklage richte sich gegen zwei ehemalige Geschäftsführer von Heckler & Koch, zwei ehemalige Vertriebsleiter, eine Vertriebsmitarbeiterin und einen vormals für die Firma in Mexiko tätigen Verkaufsrepräsentanten. Gegen 13 Mitbeschuldigte sei das Ermittlungsverfahren eingestellt worden. Die Staatsanwaltschaft teilte weiter mit, dass es nun Sache des Landgerichts Stuttgart sei, das Hauptverfahren zu eröffnen.

Waffenhersteller erwartet abschließende Klärung

Der Waffenhersteller Heckler & Koch hatte schon im Frühjahr alle Schuld an den Vorgängen von sich gewiesen. Nun teilte er mit, man erwarte bei der Beurteilung des Sachverhalts, dass die Sach- und Rechtslage abschließend geklärt werde. Heckler & Koch hatte 2012 eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Untersuchung betraut und die Ergebnisse den Ermittlern zur Verfügung gestellt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen