Donnerstag, 26. Mai 2016
ROMA DAYS BERLIN - Mahnmal besetzt: Für Roma gibt es keine sicheren Herkunftsländer!
"Wir sind hier – Berlin Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma.
Einigen von uns droht die Abschiebung. Andere sollten abgeschoben
werden. Mit den Gesetzesänderungen der letzten Monate ist die
Situation für uns sehr schlecht geworden. Denjenigen, die in dieser
Zeit neu nach Deutschland kommt, um hier Schutz zu suchen gelingt es
oft gar nicht mehr, überhaupt hier anzukommen: kaserniert in
Sonderlagern für u.a. Balkanflüchtlinge müssen sie eine Bearbeitung
der Schutzgesuche abwarten, nahezu hundert Prozent davon Ablehnungen.
Eine Bleibeperspektive wird von vornherein ausgeschlossen und
gesetzlich verhindert. Ob organisierte Sammelabschiebungen oder die
unmissverständlichen Aufforderung zur »freiwilligen Rückkehr« –
abgespalten von den Flüchtlingen, deren Fluchtgründe als legitim
gelten wird uns eine nur »geringe Bleibeperspektive« zugeordnet,
dementsprechend werden uns Wege zu einem gleichberechtigten Leben hier
versperrt. Ob wir seit drei Monaten hier leben, seit 2 oder 20 Jahren
– wenn wir in die Staaten gehen deren Adler unsere Papiere ziert, dann
erwarten uns Verfolgung, Rassismus, Ausschluss – und keine Spende aus
Westeuropa kann unsere Probleme dort lösen. Die Lösung unserer
Probleme liegt hier. Wir können nicht mehr in unseren Verstecken
bleiben. Wir können nur unterwegs sein – oder etwas besetzen…"
Pressemitteilung zur Besetzung des Mahnmals für die ermordeten Sinti
und Roma durch von Abschiebung bedrohte Romnja am Sonntag abend, 22.
Mai 2016, in Berlin - dokumentiert bei oplatz.net
http://oplatz.net/roma-days-berlin-wir-sind-hier-berlin-mahnmal-fur-die-ermordeten-sinti-und-roma/
Siehe zum Stand der Dinge: Besetzung geräumt - Protest geht weiter -
im Beitrag
http://www.labournet.de/?p=98579
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