Donnerstag, 26. Mai 2016

Dresden kann noch Gegenprotest; 25.05.16


Anders als in den zurückliegenden Monaten, als die Aufrufe gegen PEGIDA kaum mehr als 300 Menschen erreichten, versammelten sich am Montag an mehreren Punkten bis zu 2.000 Menschen, um gegen eine von PEGIDA angemeldete Demonstration durch die Neustadt zu protestieren (Fotos 1 | 2). Wie angekündigt, hatten sich zuvor an „Ackis Sportsbar“ fast 100 Personen aus dem rechtsoffenen Hooliganspektrum zusammen mit Nazis getroffen. Obwohl die Dresdner Polizei, nach den über soziale Netzwerke ausgesendeten Drohungen, ihr Personal noch einmal kurzfristig auf 500 Einsatzkräfte aufgestockt und die Gruppe bereits an ihrem Treffpunkt im Blick hatte, schafften es die Nazis am Montag dennoch, mit der Straßenbahn bis zum Rosa-Luxemburg-Platz zu fahren, wo sie von der Polizei gestoppt wurden. Dort wurde die teilweise vermummte Gruppe von der Polizei umstellt und mussten sich anschließend unter den Augen zahlreicher Menschen einer langwierigen Personalienfeststellung unterziehen.
Etwa zur gleichen Zeit startete vor dem Neustädter Bahnhof PEGIDA ohne die obligatorische Auftaktkundgebung und lief mit rund 2.500 Menschen vom Schlesischen Platz in Richtung Albertplatz. Schon vor dem eigentlichen Beginn des Versammlungsgeschehens waren rund 50 Menschen vom Carolaplatz bis zum Palaisplatz gezogen. Dort hatten sich zu diesem Zeitpunkt hinter einer Wagenburg aus Polizeifahrzeugen bereits mehr als 1.000 Menschen zum lautstarken Protest versammelt. Während PEGIDA weiter über die Königstraße und Hainstraße zurück zum Neustädter Bahnhof zog, setzte sich am Albertplatz ein Demonstrationszug von GEpIDa in Richtung Louisenstraße in Bewegung. Über die Lößnitzstraße und Hansastraße ging es bis zum Schlesischen Platz, wo nur wenige Meter von der PEGIDA-Abschlusskundgebung entfernt, mit Trillerpfeifen und Sprechchören protestiert wurde.

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