Aktualisierung:
In der Nacht auf Samstag wurde der Lehrerprotest in Mexiko
Stadt von der Polizei umzingelt und geräumt.
Hunderte LehrerInnen wurden von Polizisten unter Androhung von
Verhaftungen gezwungen, in die bereitgestellten Busse in ihre
Bundesstaaten (Michoacan, Guerrero, Estado de Mexico, Oaxaca,
Chiapas) einzusteigen. Der Kessel der Polizei um 2 Uhr
morgens, die Räumung des friedlichen Protestlagers und die
Verbannung der LehrerInnen aus der Hauptstadt bedeutet eine
massive Verletzung demokratischer Grundrechte. Kritische
Stimmen wie Julio Hernandez Lopez (Jornada) sprechen von
diktatorischen Massnahmen.
Als Reaktion auf die Räumung in Mexiko Stadt sind weitere
Mobilisierungen in den südlichen Bundesstaaten im Gange. Heute
stehen sich Bundespolizisten und LehrerInnen in Tuxtla
Gutiérres, Chiapas, bei den Tankstellen gegenüber. Die Polizei
versucht, die Besetzung der Tankstellen zu verhindern, es
werden Auseinandersetzungen befürchtet. In Chiapas sind gemäss
der oppositionellen Lehrergewerkschaft (und auch
regierungsnahen Zeitungen wie El Universal) über 90 % der
LehrerInnen im Streik. Das Bildungsministerium behauptet das
Gegenteil, über 90 % der Schulen in Chiapas seien geöffnet.
Diese Woche kündigte das Bildungsministerium an, dass über
4'200 LehrerInnen aus Chiapas, Oaxca, Michoacan und
Guerrero wegen der Teilnahme am Streik entlassen werden
sollen.
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