Internationale Protestaktionen
zur
HV des BAYER-Konzerns am 29. April in Köln
HV des BAYER-Konzerns am 29. April in Köln
Gegen die Macht der Konzerne
die Solidarität der Menschen.
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die Solidarität der Menschen.
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1978 gründeten wir die „Wuppertaler Bürgerinitiative gegen BAYER-Umweltgefahren“, aus der das weltweite Netzwerk der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) erwuchs, das BAYER in weltweit einzigartiger Weise rund um die Uhr und rund um den Globus unter kritische Kontrolle gestellt hat.
1984 riefen wir den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre ins Leben. Damit ist den Konzernen Widerstand dort erwachsen, wo sie bis dahin ihren traditionell sicheren Heimvorteil sahen: In den Reihen der Aktionärinnen und Aktionäre.
Seit 37 Jahren stehe ich persönlich als Gründungsmitglied von CBG und Dachverband (und ethecon) als Kritischer Aktionär auf den Hauptversammlungen des BAYER-Konzerns am Mikrofon. Seit 37 Jahren ist für den BAYER-Konzern die Aktionärswelt nicht mehr in Ordnung.
In der Broschüre im Anhang der Bericht, wie dieses Jahr bis zu 90 Millionen Aktien gegen den Vorstand stimmten.
Auf
der Internetseite
der CBG finden sich mehr Reden, Medienberichte und Informationen zu
den internationalen Protestaktionen.
Mit herzlichen Soli-Grüßen
Axel Köhler-Schnura
Vorstand der Coordination gegen BAYER-Gefahren
Axel Köhler-Schnura
Vorstand der Coordination gegen BAYER-Gefahren
Liebe Freundinnen und Freunde,
bitte daran denken: Wir machen das alles fast ausschließlich ehrenamtlich. Und trotzdem kostet es Geld.
Wir brauchen Schutz und finanzielle Unterstützung durch viele Fördermitglieder und SpenderInnen, wenn wir einem der großen Konzerne die Stirn bieten.
Gegen
die Macht der Konzerne setzen wir auf die Solidarität der
Menschen.
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diese eMail bitte weiter verbreiten.
Und:
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Solidarische
Grüße
Axel Köhler-Schnura
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# Aktionsbericht
Aktionsbericht
von Axel Köhler-Schnura
Hauptversammlung
der AktionärInnen des BAYER-Konzerns / Freitag, 29. April
2016
Abschied
für Dekkers
Massive
Polizeipräsenz / Aktionen und Proteste vor und in der BAYER- Hauptversammlung
/
Bilanz der Amtszeit des Vorstandsvorsitzenden
Dekkers / Anstieg der Stimmrechte an die Cordination gegen BAYER-Gefahren
(CBG) / 25 Kritische AktionärInnen
an den Mikrofonen / keine Einsicht bei Vorstand und
Aufsichtsrat
Massive
Polizeipräsenz
morgens
7.30 Uhr vor der Messehalle
Köln. Grund: eine Demonstration. Transparente und Plakate. Zum
Bienensterben. Zum Tod durch Anti-Baby-Pillen. Zu Giftgasleitungen durch
dichtbesiedelte Wohngebiete. Zum Autobahnbau mitten durch die „größte
Giftmüll-Deponie Europas“. Zu Toten und Verletzten durch
Schwangerschaftstests, zu BAYER-Propaganda im
Kindergarten...
BAYER
versteckt sich - anonyme HV
Nirgends
ist erkennbar, weshalb hier Hunderte von Menschen protestieren. Kein Schild,
kein Hinweis, nichts. Nur eine öde Messehalle in einem öden Messegelände. Und
doch findet hier die Hauptversammlung eines der großen Weltkonzerne, von BAYER
statt.
Offenkundig
versteckt sich der Konzern. Er möchte nicht, dass
auf Fotos von den Protesten in den Medien das
BAYER-Logo
zu sehen ist.
Jubel
für Rekordprofite
Um
10 Uhr im Saal. Der scheidende Vorstandsvorsitzende, Dr. Marijn Dekkers, gibt
seinen Bericht: Rekord-Umsätze, Rekord-Gewinne, Rekord-Dividende.
Seine Amtszeit dauert nur sechs Jahr (2010 bis 2016). Die Medien jubeln:
„Goldener Handschlag“ (Handelsblatt)
Etwa
3.000 von 300.000 AktionärInnen
sind persönlich anwesend. Es sind vor allem KleinaktionärInnen, die den
Weg
nach Köln nehmen. Die wenigen hundert Ultra-AktionärInnen, die
„Investoren“, die etwa 90 Prozent des Kapitals und damit des Konzerns besitzen,
fehlen. Sie haben per Telefon und Videokonferenz mit dem Vorstand sowieso schon
alles geregelt. Hauptversammlungen sind für sie nur Demokratie-Quatsch. Sie
haben mit ihren Milliarden die absolute Mehrheit aller Stimmen und damit die
Vorstände und Aufsichtsräte sowie die Entscheidungen im Konzern sicher im
Griff.
25
Kritische BAYER-AktionärInnen an den Mikrofonen
Dann
ab ca. 13 Uhr die Diskussion. Bereits nach dem zweiten Diskussionsbeitrag ist
Schluss
mit
Gewinn, Profit und Dekkers-Jubel. Die Kritischen AktionärInnen kommen zu
Wort: ImkerInnen sprechen zur Verantwortung des Konzerns beim Sterben der
Bienen, der Insekten und der Vögel. Die Männerherrschaft im Konzern wird
angeprangert. Aktuelle gentechnische Engagements werden kritisch hinterfragt. Ebenso wie die beiden
Pipelines, mit denen BAYER hochgiftiges CO-Gas durch dichtbesiedelte
Wohngebiete leiten will bzw. bereits leitet. Und der Autobahnbau mitten
durch die „größte Giftmüll-Deponie Europas“.
Insgesamt
treten bis ca. 18 Uhr 25 Kritische BAYER-AktionärInnen an die
Mikrofone.
Betroffene
und Opfer. Ärzte, Ingenieure, Chemiker, Betriebswirte, Juristen, Physiker.
Darunter auch ein Gast aus Indien sowie zwei RednerInnen aus Spanien.
SumOfUs,
eine internationale Internet-Initiative überreichte 1,4 Mio.
gesammelte Protest-Unterschriften gegen die
BAYER-Klage gegen das Verbot von
bienenschädlichen Pestiziden vor dem Europäischen
Gerichtshof.
Besonders
schrecklich: Tod und Gesundheitsschäden durch BAYER-Pestizide, durch
BAYER-Antibabypillen, durch BAYER-Schwangerschaftstests,
durch BAYER-Blutverdünner.
Geschätzte
50.000 - zumeist junge - Frauen verloren in den letzten
Jahren ihr Leben bzw. erlitten schwerste Gesundheitsschäden alleine durch die
Pillen der YASMIN-Reihe.
Kaltschnäuzig
und zynisch für die Profite
Der
BAYER-Vorstandsvorsitzende reagiert wie immer: zynisch und kaltschnäuzig. Egal,
worum es geht, alles, einfach alles wird geleugnet. Und wenn es nicht zu leugnen
ist, wird es einfach abgetan. BAYER trifft in keinem Fall und nie ein
Verschulden.
Deutlich
wird ebenfalls wie immer: Einzig der Profit ist entscheidend. Solange
Produkte trotz Entschädigungszahlungen und Prozesskosten, so die mehrfach von
Dekkers vorgetragene BAYER-Logik, noch
Gewinne bringen, gibt es keinen Anlass, sie vom Markt zu nehmen.
Den
anwesenden Opfern und auch der CBG wird die Nennung
der konkreten Zahlen von Toten und
Geschädigten verweigert. Und auch jede
Entschuldigung.
Nur
konsequent, wenn Axel Köhler-Schnura (Vorstand der CBG) das Diktat der Profite
brandmarkt und Philipp Mimkes von der CBG einmal mehr fordert, dass BAYER unter
gesellschaftliche Kontrolle gestellt werden muss und dabei auf die
Landesverfassung von NRW verweist, die eine Vergesellschaftung durchaus als
Möglichkeit vorsieht.
Abstimmungen:
Bis zu 20 % stimmten mit den Kritischen
Bei
den Abstimmungen zeigte sich, dass die menschenverachtende
Haltung der BAYER-Verantwortlichen nicht nur von den Kritischen AktionärInnen
verurteilt wird. Wurden der CBG bereits im Vorfeld der Hauptversammlung deutlich
mehr Aktien von traditionellen KleinaktionärInnen übertragen als in den
Vorjahren, so stimmten im Saal viele weitere Millionen Aktien mit den Kritischen
AktionärInnen mit NEIN.
Das
profitgetriebene Vergütungssystem der Vorstände wurde sogar mit mehr als 90
Millionen Aktien von fast 20 Prozent aller anwesenden Aktien
abgelehnt.
Angesichts
der Tatsache, dass einige wenige GroßaktionärInnen mit ihrem gigantischen
Aktienbesitz in Milliardenhöhe regelmäßig für satte Mehrheiten sorgen, sind diese
NEIN-Ergebnisse von Hunderten, wenn nicht Tausenden KleinaktionärInnen ein
beachtliches Signal.
Verabschiedung
von Dekkers
Entsprechend
zog die Coordination eine andere Bilanz als die Wirtschaftspresse. Axel
Köhler-Schnura überreichte dem scheidenden BAYER-Chef Marijn Dekkers drei
T-Shirts mit herausragenden Ergebnissen seines 6-jährigen Schaffens an der
Konzernspitze: eines für die Verantwortung für XARELTO-Opfer, eines für die
vernichteten Arbeitsplätze und eines für die
YASMIN-Katastrophe.
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und weitere Infos
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Sonderinformation 1
Schamlose Profite
Eine BAYER-Aktie hat einen
Anteil am Kapital des Konzerns von 2,56
Euro.
Auf jede Aktie wurde eine
Dividende von
2,50 Euro
ausgeschüttet. Das entspricht einer Kapitalrendite von sage
und schreibe 98,0
Prozent.
Um in der Öffentlichkeit diese Schamlosigkeit zu verschleiern, wird die
Dividende gerne auf den jeweils aktuellen Kurswert der BAYER-Aktie berechnet. Der aktuelle Kurswert beträgt etwa 108
Euro. Damit fällt die Dividende –
HokusPokus - auf lediglich 2,3
Prozent.
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Sonderinformation 2
Abstimmungsergebnisse
Gewinnverwendung
Nein-Stimmen
892.410
0,2%
Entlastung
Vorstand
Nein-Stimmen 7.646.422
1,6%
EntlastungAufsichtsrat
Nein-Stimmen 20.356.571
4,3%
Vergütungssystem
Vorstand
Nein-Stimmen 91.596.999
18,9%
Abstimmungen auf
Aktionärshauptversammlungen der Konzerne sind
dominiert von wenigen GroßaktionärInnen
(Ultrareiche, Investmentfonds, Banken
etc.). Sie sorgen für sichere Mehrheiten von 90-Prozent plus. Die vielen hunderttausend
KleinaktionärInnen besitzen zusammen
lediglich 5 bis 10 Prozent der Aktien. Entsprechend beachtlich sind die
Abstimmungsergebnisse für die Kritischen
AktionärInnen bei BAYER.
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# Rede
Rede von Axel Köhler-Schnura auf der BAYER-Hauptversammlung 2016[1]
„Die Schreckensbilanz des Vorstandsvorsitzenden“
Meine Damen und Herren,
guten Tag,
guten Tag,
mein
Name ist Axel Köhler-Schnura. Ich spreche als Einzelaktionär in eigenem Namen,
vertrete
darüber hinaus die Coordination gegen BAYER-Gefahren[2]
und den Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre[3]
sowie mehrere Hundert KleinaktionärInnen, die ihre Stimmrechte übertragen
haben.
Die
normalen Aktionärs-Vertreter fordern nur eines: Dividende, Dividende, Dividende.
Wir haben
das heute morgen wieder gehört.
Uns
Kritischen BAYER-AktionärInnen hingegen geht es um die Geschäftstätigkeit des
Konzerns
und dabei insbesondere um die Kehrseiten, um die mit der Erwirtschaftung der
Gewinne und Dividende verbundenen
Verbrechen gegen die Umwelt, gegen die menschliche Gesundheit, gegen die
Rechte der Menschen und gegen den Frieden.
Ich
bin übrigens auch davon überzeugt, dass die KleinaktionärInnen, die sich von den
anderen
Aktionärsvereinigungen vertreten lassen, in Zeiten von Prozessen gegen
Vorstandsvorsitzende der DEUTSCHEN BANK und
von organisiertem Verbrechen bei VW und anderen Automobilkonzernen
zu großen Teilen ebenfalls an dieser Problematik interessiert
sind.
Meine Damen und
Herren,
uns
Kritischen BAYER-AktionärInnen wird von den Vorständen oft vorgeworfen, wir
würden die Hauptversammlung als politische Bühne missbrauchen.
Das
weise ich energisch zurück. Wir sprechen hier stets völlig korrekt zur Sache,
zur aktuellen Geschäftstätigkeit des Konzerns. Wir können nichts dafür, dass all
die Skandale, Vergehen und auch Verbrechen, die wir vortragen, mit eben dieser
Geschäftstätigkeit verbunden sind. Dafür sind die Vorstände und Aufsichtsräte
verantwortlich und nicht wir, die wir das kritisieren.
Doch
jetzt zur Verabschiedung von Herrn Dekkers.
Herr Dekkers,
als
wir Sie vor sechs Jahren bei Antritt Ihres Jobs hier bei BAYER begrüßten, taten
wir das mit der Losung: „Herr Dekkers, Profite sind nicht
lecker!“
Doch
leider muss ich heute bei Ihrem Abgang ganz klar feststellen: Sie haben sich
unsere als
Mahnung gemeinte Begrüßung nicht zu Herzen
genommen. Im Gegenteil, Sie haben für die Profite rücksichtslos
Menschenleben, soziale Rechte und die Umwelt geopfert.
Entsprechend
können wir Kritische AktionärInnen die Rekordprofite und Rekorddividenden Ihrer Amtszeit nicht mit rauschendem Applaus
feiern, wie das heute Mittag von einem Aktionärsvertreter hier
gefordert wurde. Aus unserer Sicht sieht die Bilanz Ihres Schaffens ganz anders
aus. Hier drei Beispiele:
1.
Herr Dekkers, mit Ihrem Namen verbinden sich die vielen Menschen, die
durch XARELTO ihr Leben und ihre Gesundheit lassen mussten.
2.
Mit Ihrem Namen verbinden sich die
vielen Arbeitsplätze, die Sie im Konzern vernichtet haben. Alleine die
Ausgliederung von COVESTRO wird auf Perspektive Tausende von ehemaligen
BAYER-Beschäftigten den Arbeitsplatz kosten und mehr oder weniger für alle
Betroffenen soziale Unsicherheit bringen.
3.
Und schließlich sind da die unzähligen jungen Frauen, denen die von Ihnen
durchgepeitschte Anti-Babypille YASMIN die Gesundheit und auch das Leben
kostete. Aktuelle Zahlen sprechen von mehr als 17.000 Opfern. Bei einer hohen
Dunkelziffer wohlgemerkt, da Sie die entsprechenden Zahlen geheim
halten.
Wobei
ich die Gelegenheit nutzen möchte und frage:
- Wie viele Menschen kamen
weltweit durch XARELTO ums Leben? Wie viele Menschen erlitten gesundheitliche
Schäden?
- Wie viele Menschen kamen
weltweit durch Produkte der YASMIN-Reihe ums Leben, wie viele erlitten
gesundheitliche Schäden?
Herr Dekkers,
von
uns erhalten Sie heute für Ihre BAYER-Leistung drei T-Shirts. Jedes T-Shirts
thematisiert
eines der genannten Themen:
- eines Ihre
YASMIN-Opfer
- eines die von Ihnen
vernichteten Arbeitsplätze
- und eines Ihre XARELTO-Opfer
---------------------------------------------------------------------------
(dieser Teil der Rede konnte wegen der Verkürzung der Redezeit durch die Versammlungsleitung von BAYER nicht gehalten werden)
(dieser Teil der Rede konnte wegen der Verkürzung der Redezeit durch die Versammlungsleitung von BAYER nicht gehalten werden)
Herr Dekkers,
wir
hätten noch eine ganze Reihe weiterer T-Shirts machen können. Ihre
Schreckensbilanz umfasst reichlich mehr Positionen. Eine ganze Menge davon kam
in den Jahren Ihrer Amtszeit von 2010 bis heute auch hier an den Mikrofonen der
Hauptversammlungen zur Sprache.
- Z.B. die unsägliche
Giftgas-Pipeline in Deutschland von Dormagen nach Krefeld, die Millionen von
Menschen in Lebensgefahr bringt, oder Ihre Pestizidprodukte, die weltweit
mitverantwortlich sind für das Bienensterben.
- Die genetische Verseuchung
von Reis und die GLYPHOSAT-Produktion.
- Ihre Verantwortung für das
TTIP-Vertragswerk für ungezügelte Profite und Abschaffung von Gesundheits-,
Sozial- und Umweltschutz sowie Ihre asoziale Kreativität bei der Schädigung der
Staatsfinanzen durch Steuerhinterziehung.
Herr Dekkers,
in
den Büchern des Konzerns stehen Rücklagen in Multi-Milliardenhöhe für Prozesse
und Entschädigungen von Opfern. Für die Opfer von YASMIN haben sie bereits zwei
Milliarden gezahlt.
Meine
Frage dazu:
- Wie hoch sind aktuell die
Rücklagen im Konzern für etwaige Prozesskosten, Entschädigungen und Strafen im
Zusammenhang mit Umwelt-, Gesundheits- und Sachschäden durch BAYER-Produkte und
-Produktion?
- Wie haben diese Rücklagen
sich seit Ihrem Amtsantritt entwickelt?
Herr Dekkers,
Prozesse,
Strafen und Entschädigungen hinderten Sie nicht daran, tödliche und gefährliche
Produkte weiter zu vermarkten, die Vernichtung von Arbeitsplätzen zu beenden,
den Umwelt-Terror einzustellen.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Jetzt
fragt man sich als normaler Mensch, weshalb machen Sie das, Herr Dekkers?
Weshalb lassen Sie Gesundheitsschäden und auch den Tod von Menschen zu. Noch
dazu bei Medikamenten, die doch der Gesundheit und dem Leben dienen sollen?
Die
Antwort haben Sie heute morgen mit Ihrer Hymne auf die Rekord-Gewinne selbst
gegeben:
All das einfach nur, weil diese Machenschaften die Profite immer prächtiger
sprudeln lassen.
Ich
wiederhole es gerne: Noch 1990 wurde bei BAYER eine Dividende von 13 DM je
50-DM-Aktie gezahlt. Das entspricht einer Gewinnquote je Aktie von 26 Prozent.
Heute wird auf eine Aktie im Wert von 2,56 Euro eine Dividende von 2,50 Euro
ausgeschüttet. Das entspricht einer Rendite auf das gezeichnete Kapital je Aktie
von 98 Prozent. Nach Kosten und Steuern wohlgemerkt.
Ihr
Vorgänger, Herr Schneider, sprach es einmal ganz offen aus: „Wir sind auf Profit
aus. Das ist unser Job.“
Und
ein anderer Ihrer Vorgänger, Herr Grünewald, meinte: „Für Ethik ist die
Ethik-Kommission
zuständig. Für die Moral die Kirche. Wir sind für den Profit zuständig.“
Also
macht es auch keinen Sinn, um den heißen Brei
herumzureden.
In
diesem Sinne mögen unsere drei T-Shirts Ihnen, Herr Dekkers, Denkanstoß,
Erinnerung und Mahnung zugleich sein.
Und
natürlich auch Ihnen, Herr Baumann, der Sie jetzt neu antreten und als
Vorstandsvorsitzender bei BAYER folgen werden.
Doch nun, meine Damen und Herren,
zu unseren Gegenanträgen.
zu unseren Gegenanträgen.
Die
Anträge werden gestellt
> von mir
persönlich
> von der Coordination gegen
BAYER-Gefahren,
> vom Dachverband der Kritischen
Aktionärinnen und Aktionäre
> sowie von mehreren hundert
EinzelaktionärInnen, die ich nicht alle namentlich nenne.
Zunächst
zum Gewinnantrag:
Wir
beantragen die Kürzung der Dividende auf 10 Cent je Aktie. Die frei werdenden
Gelder sollen verwendet werden
- für Erhalt und Schaffung
sicherer Arbeitsplätze und für die Zahlung sozial gerechter
Löhne;
- für einen Fonds zum
angemessenen Ausgleich von Schäden, die infolge der Geschäftstätigkeit an Mensch
und Umwelt eingetreten sind;
- für den umfassenden ökologischen und sozialen
Umbau des Konzerns ohne doppelte Standards.
- und schließlich für die
Zahlung von Wiedergutmachungen für die Verbrechen von BAYER und des von BAYER
mitbetriebenen IG FARBEN-Zusammenschlusses an die Opfer bzw. an deren Angehörige
und Nachkommen.
Es
sei wie jedes Jahr angemerkt, dass wir durchaus auch den völligen Verzicht auf
jede Dividendenausschüttung im Sinne
der erläuterten Sozial-, Menschenrechts- und Ökologie-Leistungen
beantragen würden, doch nach der Lage der Gesetze ist das nicht
möglich.
Weiterhin
stellen wir die Anträge,
A.
den Vorstand nicht zu entlasten und
B.
auch dem Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern.
Wir
begründen diese Anträge damit, dass beide Gremien ihrer Verantwortung im heute
vielfältig dargelegten Sinne im zur Debatte stehenden Geschäftsjahr in keiner
Weise gerecht wurden und zudem uns AktionärInnen hier im Saal und die breite
Öffentlichkeit immer wieder in die Irre führen.
Meine Damen und
Herren,
bevor
ich nun zum Ende komme, möchte ich insbesondere die KleinaktionärInnen im Saal
bitten: Lassen Sie sich nicht von Geld und Dividende leiten. Sie tragen als
AktionärInnen Verantwortung für die gesellschaftlichen und ökologischen Folgen
der Tätigkeit dieses Konzerns
Wie
zu Beginn meiner Ausführungen dargestellt, vertreten wir Kritische
BAYER-AktionärInnen
hier Aktien im Wert von ca. 3,5 Mio. Euro. Spätestens das macht deutlich, dass
Umweltschutz, soziale Sicherheit, Menschenrechte und Frieden auch in Kreisen der
BAYER-AktionärInnen von großer Bedeutung sind.
Stimmen
Sie deshalb bitte mit uns Kritischen BAYER-AktionärInnen bei ALLEN Anträgen mit
NEIN. Stärken Sie das wichtige Signal für
soziale Sicherung, Umweltschutz und Menschenrechte.
Sollten
Sie die HV vorzeitig verlassen, so lassen Sie bitte Ihre Aktien von uns
vertreten. Geben Sie die Stimmrechte nicht einfach beim Verlassen der HV unten
am Ausgang an BAYER. Es ist Ihr gutes Recht, uns Ihre Stimmrechte zu übertragen.
Sie finden uns hier vorne, von Ihnen aus gesehen links
vorne.
Vielen
Dank.
[1] Axel
Köhler-Schnura ist u.a. Gründungsmitglied der Coordination gegen BAYER-Gefahren
und des Dachverbandes Kritischer Aktionäre und Aktionärinnen und spricht
seit 1983 auf den Hauptversammlungen des BAYER-Konzerns. Die gewährte Redezeit betrug 7 Minuten, die Rede musste
gekürzt vorgetragen werden.
[2]
Die
Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) entstand im Jahr 1978 als
Bürgerinitiative in Wuppertal, als es im dortigen BAYER-Werk kurz hintereinander
zu zwei Unglücksfällen kam, die weite Teile der Bevölkerung in Mitleidenschaft
zogen. Heute ist die CBG ein weitgehend ehrenamtlich arbeitendes
BAYER-kritisches Selbsthilfe-Netzwerk, in dem rund 70 Tausend Menschen und
Organisationen den Konzern rund um den Globus und rund um die Uhr unter
kritischer Beobachtung halten.
[3]
Der
Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre wurde 1986 auf Initiative
der Coordination gegen BAYER-Gefahren von dem kritischen Schering
Aktionsnetzwerk, den kritischen Schering AktionärInnen sowie der Coordination
gegen BAYER-Gefahren (CBG) gegründet. Es ging darum, die von der CBG seit 1982
im Rahmen ihrer Aktivitäten als Kritische BAYER-AktionärInnen erworbenen
Erfahrungen auch für andere kritische AktionärInnen nutzbar zu machen und die
bis dahin unbekannte und zerstreute Bewegung kritischer AktionärInnen breiter
und wirksamer zu organisieren.
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# Konzern-Kritik stärken!
Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)
Liebe Freundinnen und Freunde,
die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) ist in vieler Hinsicht eine besondere Organisation. Sie ist konzernkritisch. Das sind andere Organisationen auch. Aber die CBG ist dabei einzigartig konsequent. Seit nunmehr 38 Jahren stellt die Coordination einen der großen weltweit agierenden Konzerne unter Beobachtung. Rund um den Globus. Rund um die Uhr.
Darüber hinaus ist bemerkenswert, dass die CBG bei aller mittlerweile gewonnen weltweiten Größe und Bedeutung eine Graswurzel-Bewegung geblieben ist. Ihre Arbeit leistet die CBG nach wie vor weitgehend ehrenamtlich. Und finanziert sich dabei auch komplett unabhängig aus Spenden uns Förderbeiträgen.
Durch die andauernde Finanzkrise sowie durch den Rückgang der Spenden auf Grund weltweit sinkender Einkommen der arbeitenden Menschen ist die CBG seit Beginn des Jahres 2011 in eine ernste finanzielle Krise geraten. Unsere Existenz ist ernsthaft bedroht, da das seitdem eingetretene Finanzdefizit jährlich wiederkehrend ist und eine wachsende Schuldenlast aufhäuft.
Wir haben in den vergangenen Monaten sehr viel Hilfe erfahren. Dafür danken wir ganz ausdrücklich und ganz herzlich. Wir konnten Hunderte neuer Fördermitglieder aufnehmen, dank zahlreicher Spenden konnten wir unsere konzernkritische Arbeit (fast) ungemindert weiterführen. Durch die breite Hilfe konnten wir bereits etwa 70 Prozent unseres Defizits decken.
Doch es fehlen noch immer etwa 30 Prozent. Es ist wie die Sache mit dem Wasserglas: Halb voll ist zugleich halb leer.
Bitte seien Sie also nicht genervt oder gar verärgert, wenn wir schon wieder von Geld reden und um Hilfe bitten. Aber ohne Geld geht es nun mal nicht. Auch die Aktionen zur Hauptversammlung haben neben der ehrenamtlich gespendeten Zeit von vielen hundert Arbeitsstunden auch Geld gekostet.
Und bedenken Sie: Uns ist klar, dass nicht jede/jeder helfen kann. Da wir bis auf eine Person ehrenamtlich arbeiten, sind viele von uns berufstätig und wissen, dass jeder Euro erst einmal verdient werden muss. Wenn Sie also nicht finanziell helfen können, dann ist vielleicht ehrenamtliche Hilfe (z.B. bei Übersetzungen) drin.
Wenn es Ihnen aber möglich sein sollte zu helfen, und wenn Sie der Meinung sind, dass den Konzernen auf die Finger gesehen werden muss, dann unterstützen Sie uns bitte. Wenn es weitergehen soll, brauchen wir weitere Fördermitglieder, weitere GarantInnen (= Mitglieder mit einem Beitrag von mind. 500 Euro jährlich), mehr AbonnentInnen für unser konzernkritische Magazin „Stichwort BAYER“ und mehr SpenderInnen. Werden Sie Fördermitglied, erhöhen Sie (nach Möglichkeit) Ihren Beitrag, unterstützen Sie mit einer Spende.
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Das
internationale Netzwerk der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) leistet
erfolgreich Widerstand gegen einen der großen Konzerne der Welt. Die CBG übt
Solidarität mit den Opfern von Konzernverbrechen und Konzernwillkür.
Coordination
gegen BAYER-Gefahren (CBG)
Axel Köhler-Schnura (Organisation/Finanzen)
Schweidnitzer Str. 41
40231 Düsseldorf
Fon 0211 – 26 11 210
Fax 0211 – 26 11 220
eMail aks@CBGnetwork.org
Internet <
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Schweidnitzer Str. 41
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