Samstag, 22. Februar 2020

Nach Hanau: „Business as usual“ verhindern. Allseits.



Was soll man nach Hanau noch sagen, was nicht schon so oft gesagt 
wurde? Dass, wer von der Leitkultur nicht reden will, vom Faschismus 
schweigen soll? Darüber nachdenken, wann „das“ angefangen hat? Und 
damit voraussetzen, „es“ hätte jemals aufgehört? Den 
antifaschistischen Konsens bemühen? Mit eben jener Mitte, die noch nie 
nazifrei war? Schon wieder nach noch mehr Polizei, nach noch mehr 
Polizeistaat rufen, wie nach den Morden von Halle auch von Seiten 
geschehen, die sich das lieber hätten besser überlegen sollen? Einer 
Polizei, die allerdings viel zu beschäftigt ist: Mit dem Schönreden 
ihrer täglichen Nazi-Einzelfälle (der wenigen, die an die 
Öffentlichkeit kommen)? Mit Razzien gegen Shisha-Bars? Mit 
(vermummten) Demonstrationen schützen, die „Israel verrecke“ als Motto 
haben? Vielleicht dieses: Ja, dieser feige Mörder im Namen der 
deutschen Nazion war, wie es das inoffizielle Zentralorgan der 
Werteunion schon Minuten nach dem Verbrechen wusste: Irre. Genauso 
irre wie jene, die täglich verbreiten (lassen), jede und jeder müssten 
eine perfekte Konkurrenzmaschine sein – oder doch zumindest werden 
wollen. Was in letzter Konsequenz wohin führt? Zur Ausschaltung der 
Konkurrenz. So irre wie jene, die täglich, mit Schaum vor dem Mund, 
verbreiten (lassen) es sei dasselbe, ob ein Polizeiauto eine Delle 
bekommt oder zehn Menschen ermordet werden. Was in letzter Konsequenz 
wohin führt? Dass Polizei endlich ohne gesetzliche Grenzen agieren 
kann, wie in Tausenden von Kriminalfilmen gefordert und in Dutzenden 
neuer Polizeigesetze, neuer Überwachungsgesetze, neuer 
Sicherheitsbestimmungen schrittweise vollzogen. Siehe dazu die mit 
Unwillen erstellte, bisher absolut ekligste und dennoch kommentierte 
Materialsammlung des LabourNet Germany „Nach Hanau“ vom 21. Februar 2020
https://www.labournet.de/?p=163282

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