Samstag, 22. Februar 2020

Neue Aktion gegen ein saudisches Waffenschiff im Hafen von Genua: „Wir machen das Leben der Herren des Krieges schwieriger...“

Am Morgen des 17. Februar 2020 lief das saudische Frachtschiff Bahri 
Yanbu in den Hafen von Genua ein – empfangen von etwa 200 
Aktivistinnen und Aktivisten der selbstorganisierten 
Hafenarbeiter-Koordination von Genua, den Mitgliedern der 
Basisgewerkschaften SI Cobas und USB, und auch – obwohl die 
Gewerkschaft dieses Mal nicht zur Teilnahme aufrief – den Aktivisten 
der Hafenarbeiter der CGIL sowie durch Antikriegs-Gruppen und weitere 
Initiativen. Sie alle brannten – sowohl gegenüber der Stadt Genua als 
auch der Besatzung – deutlich sichtbar ein „Freuden-Feuerwerk“ ab. Wie 
schon bei der letzten Aktion gelang es auch diesmal einem massiven 
Polizeiaufgebot, den Kontakt zwischen Protestaktiven und Besatzung 
weitgehend zu verhindern. Die offizielle Verlautbarung der 
Hafenautoritäten und der Stadt war, es würden keine Waffen geladen 
oder transportiert. Was die Protestierenden damit konterten, dass sie 
darauf hinwiesen, dass auch hier die militärische Nutzung zivilen 
Materials nicht nur möglich, sondern im saudischen Krieg gegen die 
Bevölkerung Jemens auch längst Realität ist. In dem Bericht „Navi 
delle armi al porto di Genova, attivisti e lavoratori bloccano il 
varco portuale: “Rendiamo la vita più difficile ai signori della 
guerra”“von Pietro Barabino am 17. Februar 2020 bei Il Fatto 
Quoditiano wird deutlich, dass es gelang, die Zufahrt zum Hafen eine 
ganze Zeit lang zu unterbinden. Abgesehen von der Verhinderung des 
Zugangs zum Schiff hielten sich die Polizeitruppen diesmal zurück – 
ihr Einsatz bei der letzten Aktion hatte auch kein angenehmes Echo für 
sie gehabt, so wenig wie für Hafenbehörde und Stadt. Bestandteil des 
Beitrags sind auch zwei kurze Videos sowohl zur Aktion selbst, als 
auch mit Stellungnahmen der AktivistInnen… Siehe dazu auch einen 
Beitrag unmittelbar im Vorfeld der Ankunft des saudischen Schiffes – 
und einen Beitrag über die Bildung einer internationalen 
Beobachtungsstelle gegen Waffenhandel in Häfen Europas und des 
Mittelmeeres – sowie die Dokumentation unserer bisherigen Beiträge 
über Proteste gegen den Waffenhandel
https://www.labournet.de/?p=163096

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