Mittwoch, 23. August 2017

Dokument der KP Peru „Wahlen nein! Volkskrieg ja!“

1may
Nachfolgend dokumentiere ich hier ein Dokument der Kommunistischen Partei Perus „Wahlen nein! Volkskrieg ja!“, das in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift KLASSENSTANDPUNKT veröffentlicht ist:
Die folgenden Auszüge stammen aus dem Dokument „Wahlen nein! Volkskrieg ja!“ das 1990 von der Kommunistischen Partei Perus publiziert wurde. Die von uns übersetzten Auszüge entsprechen den Seiten 59 bis 65 (das Dokument umfasst insgesamt 192 Seiten).
Auszüge aus „Wahlen nein! Volkskrieg ja!“
Soweit die Entwicklung des Volkskrieges und der Boykott als Teil von ihm; Aber die Hauptsache, die weitreichende geschichtliche Bedeutung der Frage die unsere Aufmerksamkeit fordert als notwendige Konsequenz des Weges den wir gehen, ist die Eroberung der Macht im ganzen Land als strahlende Aussicht des Volkskrieges; Besonders die turbulenten und entscheidenden Jahre der peruanischen Gesellschaft in Betracht nehmen, die weiter verstärkt werden, und besonders der hochkomplexe Klassenkampf auf der Welt heute. Deshalb haben die Worte Mariáteguis mehr Aktualität denn je: „Ich bin ein Revolutionär. Aber ich glaube, dass es unter Menschen mit klarem Denken und definierten Positionen einfach ist, sich gegenseitig zu verstehen und zu schätzen, selbst wenn wir gegeneinander kämpfen. Vor allem gegeneinander kämpfen. Mit dem politischen Bereich, in dem ich niemals ein Verständnis mit etwas erlangen werde: mit dem mittelmäßigen Reformismus, mit gezähmtem Sozialismus, mit pharisäischer Demokratie. Weiter, wenn die Revolution Gewalt verlangt, Autorität, Disziplin, bin ich für Gewalt, für Autorität, für Disziplin. Ich akzeptiere sie, als ganzes, mit allen ihren Schrecken, ohne feigen Bedenken.“
Und vor allem was Marx, der große Begründer des Marxismus festgelegt hat: „Nur bei einer Ordnung der Dinge, wo es keine Klassen und keinen Klassengegensatz gibt, werden die gesellschaftlichen Evolutionen aufhören, politische Revolutionen zu sein. Bis dahin wird am Vorabend jeder allgemeinen Neugestaltung der Gesellschaft das letzte Wort der sozialen Wissenschaft stets lauten: ‚Kampf oder Tod; blutiger Krieg oder das Nichts. So ist die Frage unerbittlich gestellt.‘“
IV. WAHLEN NEIN! VOLKSKRIEG JA!
Den Marxismus-Leninismus-Maoismus, hauptsächlich Maoismus weiter hochzuhalten, ist entscheidend für die Eroberung der Macht im ganzen Land, die Volksrepublik Peru zu errichten und der proletarischen Weltrevolution zu dienen; die unbesiegbare und unvergängliche Ideologie des Proletariats in seinen drei Bestandteilen zu fassen, marxistische Philosophie, proletarische politische Ökonomie und wissenschaftlicher Sozialismus, nicht nur die Welt zu verstehen, sondern sie hauptsächlich zu verändern. Immer die Politik auf der allmächtigen Wahrheit des Marxismus-Leninismus-Maoismus zu basieren; heute mehr denn je, da der Marxismus den unseligen konvergenten Angriff der neuen revisionistischen konterrevolutionären Offensive die von Gorbatschow und Deng und dem Imperialismus geführt wird. Aber heute, wo die arrogante und blutige Konterrevolution der Welt davon träumt, das Proletariat und seine unersetzliche geschichtliche Rolle hinwegzufegen , auf das Herz der Klasse zielt, seine Ideologie, Marxismus-Leninismus-Maoismus; Eine Klasse von der der Vorsitzende Mao sagte: „Das Proletariat ist die größte Klasse in der Geschichte der Menschheit. Es ist die machtvollste revolutionäre Klasse, ideologisch, politisch und in der Stärke. Sie kann und muss die überwältigende Mehrheit der Menschen um sich vereinen um die handvoll der Feinde maximal zu isolieren und anzugreifen.“ Aus diesem Grund müssen wir damit anfangen, was vom ersten Parteitag im ersten Teil des Programms festgelegt wurde, die Grundprinzipien hervorhebend:
PROGRAMM
Die Kommunistische Partei Perus gründet sich auf und ist weggeleitet vom Marxismus-Leninismus-Maoismus, hauptsächlich Maoismus, und spezifisch, vom Gonzalodenken, als schaffende Anwendung der universellen Wahrheit auf die konkreten Bedingungen der peruanischen Revolution, gemacht vom Vorsitzenden Gonzalo, dem Führer unserer Partei.
Die Kommunistische Partei Perus, organisierte Vorhut des peruanischen Proletariats, das ein Bestandteil des internationalen Proletariats ist, nimmt sehr besonders die folgenden Grundprinzipien an:
– Der Widerspruch, das einzige Grundgesetz vom der unaufhörlichen Verwandlung der ewigen Materie;
Die Massen machen die Geschichte und „Die Rebellion ist gerechtfertigt“;
– Klassenkampf, Diktatur des Proletariats und Proletarischer Internationalismus;
– Notwendigkeit der marxistisch-leninistisch-maoistischen Kommunistischen Partei, die mit Festigkeit die Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und Selbstversorgung anwendet;
– Bekämpft den Imperialismus, den Revisionismus und die Reaktion unversöhnlich;
– Die Macht mit dem Volkskrieg zu erobern und zu verteidigen;
– Militarisierung der Partei und konzentrischer Aufbau der drei Instrumente der Revolution;
– Zwei-Linien-Kampf als Triebkraft der Parteientwicklung;
– Konstante ideologische Umwandlung und setzt immer die Politik als Befehl;
– Dem Volke und der proletarischen Weltrevolution dienen; und
– Absolute Uneigennützigkeit und richtiger und korrekter Arbeitsstil.“
Auf die Ideologie des Proletariats, den Marxismus-Leninismus-Maoismus, müssen wir zentrieren, heute, in den folgenden Fragen aber auch auf die Texte der Klassiker selbst. Lasst uns damit anfangen, wie Marx den Kommunismus 1850 in „Die Klassenkämpfe in Frankreich“ definierte: „gruppiert sich das Proletariat immer mehr um den revolutionären Sozialismus, um den Kommunismus,… Dieser Sozialismus ist die Permanenzerklärung der Revolution, die Klassendiktatur des Proletariats als notwendiger Durchgangspunkt zur Abschaffung der Klassenunterschiede überhaupt, zur Abschaffung sämtlicher Produktionsverhältnisse, worauf sie beruhen, zur Abschaffung sämtlicher gesellschaftlichen Beziehungen, die diesen Produktionsverhältnissen entsprechen, zur Umwälzung sämtlicher Ideen, die aus diesen gesellschaftlichen Beziehungen hervorgehen.“(Unterstreichungen sind im Original kursiv, auch bei den folgenden Zitaten).
ÜBER DIE REVOLUTIONÄRE GEWALT
UND DEN PARLAMENTARISCHEN KRETINISMUS. 
Revolutionäre Gewalt und parlamentarischer Kretinismus bilden einen antagonistischen Widerspruch und offensichtlich eine grundlegende Frage des Marxismus. Marx sprach von der Gewalt als Geburtshelfer der Geschichte und im Manifest schrieb er zusammen mit Engels: „Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären es offen, daß ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung. Mögen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischen Revolution zittern. Die Proletarier haben nichts in ihr zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen. Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“. So wie Lenin schrieb: „den Bürgerkrieg, ohne den noch keine einzige große Revolution in der Geschichte ausgekommen ist, ohne den kein ernsthafter Marxist sich den Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus hat vorstellen können“; wiederholt, „daß zwischen dem Kapitalismus und dem Sozialismus eine lange Periode der ‚Geburtswehen‘ liegt, daß die Gewalt stets Geburtshelfer der alten Gesellschaft ist“, der bürgerliche Staat „kann durch den proletarischen Staat (die Diktatur des Proletariats) nicht auf dem Wege des ‚Absterbens‘ abgelöst werden, sondern, als allgemeine Regel, nur durch eine gewaltsame Revolution“; so wie er darauf besteht: „die Notwendigkeit, die Massen systematisch in diesen, gerade in diesen Auffassungen über die gewaltsame Revolution zu erziehen, liegt auch der gesamten Lehre von Marx und Engels zugrunde.“ Auf die gleiche Weise geht der Vorsitzende Mao Tse-Tung davon aus, „Jeder Kommunist muß diese Wahrheit begreifen: „Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen.““ , begründet „… daß in der Klassengesellschaft Revolutionen und revolutionäre Kriege unvermeidlich sind, daß es sonst unmöglich ist, in der Entwicklung der Gesellschaft einen Sprung zu vollziehen und die herrschende reaktionäre Klasse zu stürzen, damit das Volk die Macht ergreifen kann“ ; „Die zentrale Aufgabe der Revolution und ihre höchste Form ist die Machtergreifung auf bewaffnetem Wege, das heißt die Lösung der Frage durch den Krieg. Dieses revolutionäre Prinzip des Marxismus-Leninismus ist allgemeingültig; es gilt nicht nur für China, sondern auch für die anderen Länder“ und „Die Erfahrungen des Klassenkampfes in der Epoche des Imperialismus lehren uns, daß die Arbeiterklasse und die werktätigen Massen die bewaffnete Bourgeoisie und die bewaffneten Großgrundbesitzer nur durch die Macht des Gewehrs besiegen können; in diesem Sinne dürfen wir sage, daß die ganze Welt nur mit Hilfe des Gewehrs umgestaltet werden kann.“. In Bezug auf den von Marx verurteilten parlamentarischen Kretinismus ist Lenin äußerst heftig: „Die Bernsteinianer waren und sind für den Marxismus mit Ausnahme seiner unmittelbar revolutionären Seite. Den parlamentarischen Kampf betrachten
sie nicht als eines unter anderen Kampfmitteln, das besonders in bestimmten historischen Perioden tauglich ist, sondern als hauptsächliche und fast ausschließliche Form des Kampfes, die ‚Gewalt‘, ‚Besitzergreifung‘ und ‚Diktatur‘ unnötig macht.“ und: „Nur Schufte oder Einfaltspinsel können glauben, das Proletariat müsse zuerst durch Abstimmungen, die unter dem Druck der Bourgeoisie, unter dem Joch der Lohnsklaverei vor sich gehen, die Mehrheit erobern und könne erst dann die Macht ergreifen. Das ist der Gipfel der Borniertheit oder der Heuchelei, das hieße den Klassnkampf und die Revolution durch Abstimmungen unter Beibehaltung der alten Gesellschaftsordnung, unter der alten Staatsmacht, ersetzen.“; und: „Das ist schon waschechter, trivialster Opportunismus, das ist die Preisgabe der Revolution in der Tat bei einem Bekenntnis zu ihr in Worten.“ (Die Zitate Lenins in diesem Abschnitt sind aus dem Dokument „Die proletarische Revolution und der Revisionismus Chruschtschows“ der KPCh). Mit diesem Widerspruch muss die Position Marx’ über die Wahlen verknüpft werden, wie geschrieben, über die periodische Berechtigung der Unterdrückten, ihre Unterdrücker zu wählen; der Vorsitzende Mao schreibt: „Manche sagen, das Wahlen etwas sehr gutes und sehr demokratisches sind. Soweit es mich betrifft, sind Wahlen lediglich ein gut klingendes Wort, und ich glaube nicht, dass es irgendwelche wahren Wahlen gibt. Der Distrikt Peking hat mich als Repräsentant bei der Nationalen Volksversammlung gewählt, aber wie viele in Peking verstehen mich wirklich? Ich nehme an, dass Tschou En-Lai vom Zentralkomitee zum Premierminister ernannt wurde.”
Eng Verbunden mit der Frage der revolutionären Gewalt und dem parlamentarischen Kretinismus ist Lenins unanfechtbare und verheerende Haltung über den Revisionismus in der Gewerkschaftsfront, formuliert in „Der Zusammenbruch der II. Internationale“:
Die legalen Massenorganisationen der Arbeiterklasse stellen wohl das wichtigste spezifische Kennzeichen der sozialistischen Parteien in der Epoche der II. Internationale dar….Es ist klar, daß der Übergang zu revolutionären Aktionen die Auflösung der legalen Organisationen durch die Polizei bedeutet hätte, und die alte Partei, von Legien bis Kautsky einschließlich, brachte die revolutionären Ziele des Proletariats der Erhaltung der jetzigen legalen Organisationen zum Opfer. Soviel man das auch leugnen mag, die Tatsache steht fest. Für das Linsengericht der nach den heutigen Polizeigesetzen erlaubten Organisationen wurde das Recht des Proletariats auf Revolution verkauft.
Ein aufschlußreiches Bild. Die Leute sind durch die bürgerliche Legalität dermaßen korrumpiert und abgestumpft, daß sie den Gedanken an die Notwendigkeit anderer, illegaler Organisationen zur Leitung des revolutionären Kampfes nicht einmal begreifen können. Die Leute haben es so weit getrieben, sich einzubilden, die legalen, von Polizeignaden existierenden Verbände seien der Gipfelpunkt, höher gehe es nicht mehr – als ob in der Zeit der Krise die Erhaltung dieser Verbände als leitender Verbände überhaupt denkbar wäre! Da haben wir die lebendige Dialektik des Opportunismus: das einfache Anwachsen der legalen Verbände, die einfache Gewohnheit leicht verblödeter, obzwar gewissenhafter Philister, sich auf die Führung ihrer Kontorbücher zu beschränken, hat dahin geführt, daß diese gewissenhaften Spießbürger sich im Augenblick der Krise als Abtrünnige und Verräter, als Würger der revolutionären Energie der Massen erwiesen. Und das ist kein Zufall. Zur revolutionären Organisation überzugehen ist notwendig, das erheischt die veränderte historische Situation, das erheischt die Epoche der revolutionären Aktionen des Proletariats – aber möglich ist dieser Übergang nur über die Köpfe der alten Führer hinweg, dieser Würger der revolutionären Energie, über den Kopf der alten Partei hinweg, auf dem Weg über ihre Zerstörung.
Aber die konterrevolutionären Spießbürger zetern natürlich: „Anarchismus!“ – wie der Opportunist Eduard David über „Anarchismus“ zeterte, als er gegen Karl Liebknecht vom Leder zog. Ehrliche Sozialisten sind in Deutschland offenbar nur jene Führer geblieben, die von den Opportunisten als Anarchisten beschimpft werden . . .“

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