Samstag, 22. Februar 2020

Tausende haben am Samstag gegen die Wahl von Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten demonstriert

»Ein Tag der Hoffnung«

Es ist Ablehnung, die sie vereint. Das Entsetzen darüber, dass sich FDP-Mann Thomas Kemmerich am 5. Februar mit den Stimmen der AfD zum Thüringer Ministerpräsidenten wählen ließ – ausgerechnet mit Hilfe jenes Landesverbandes also, der innerhalb der rechtspopulistischen Partei als besonders radikal gilt. Tausende waren am Samstag nach Erfurt gekommen, um gegen jede Kooperation demokratischer Parteien mit der AfD zu demonstrieren. Die Veranstalter sprachen von mehr als 18 000 Teilnehmenden. Die Polizei zählte 6000 Menschen bei der Kundgebung auf dem Erfurter Domplatz und bis zu 9000 auf der Demonstration.
Da ist die ältere Frau mit der kurzen Jeans über einer Strumpfhose, die eine Fahne mit dem Aufdruck »Nationalismus abwählen« trägt; der ältere Mann mit Rucksack und dem Schild, auf dem steht: »Linke+CDU=Mitte«. Die jungen Eltern, die ihren zwei kleinen Kindern blaue und pinkfarbenen Gehörschutz aufgesetzt haben. Die vielen jungen Menschen, auf deren Jacken »FCK AFD« steht. Und Slogans wie »Kein Platz für Nazis« oder »1933 lässt grüßen« sowie die Forderung nach Auf Plakaten forderten sie »Demokratienachhilfe« für CDU und FDP auf vielen Plakaten.

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