Samstag, 22. Februar 2020

Sparprogramm zur Gewinnmaximierung: Premium Aerotec plant Stellenabbau


Neue Solidaritätsaktion Airbus Madrid am 26.1.12016Beim Flugzeugbauer Premium Aerotec sollen offenbar in den kommenden Jahren 1.500 Stellen gestrichen werden. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Betroffen sind demnach die Standorte in Varel (Landkreis Friesland), Nordenham (Landkreis Wesermarsch), Bremen und das Stammwerk in Augsburg. Premium Aerotec ist ein wichtiger Zulieferer für Airbus. In der Region ist der Ärger deswegen groß. (…) Genaue Zahlen für die Standorte im Norden nannte das Unternehmen noch nicht. Mehr als 480 Millionen Euro sollen durch den Abbau der Stellen gespart werden. Kritik kommt vonseiten der Gewerkschaft IG Metall. Hier gehe es ausschließlich darum, die Gewinne zu maximieren, auf dem Rücken der Beschäftigten, so die Gewerkschaft in einer Stellungnahme.” Meldung vom 07.02.2020 bei NDR 1 Niedersachsen externer Link, siehe auch:
  • Die Eckpunkte des Sparprogramms / Dreister Versuch der Abwälzung von Krisenlasten New
    • Die Eckpunkte des SparprogrammsEinsparungen in Höhe von 481 Millionen Euro. Steigerung des operativen Ergebnisses auf bis zu 10 Prozent. Abbau von mindestens 1461 Stellen an den Standorten in Augsburg, Nordenham, Varel und Bremen. Senkung der Leistungszulagen beziehungsweise weiterer Zulagen. Geringere Eingruppierungen oder Abschaffung von Schichtzuschlägen und Krankengeldzuschüssen. Unbezahlte Verlängerung der tariflichen Arbeitszeit.” Aus: “Flugzeugbau In Nordenham. „Finger weg“ von den Jobs bei Premium Aerotec”. Artikel von Norbert Hartfil vom 19.2.2020 bei der Nordwest-Zeitung online externer Link
    • Airbus/Premium Aerotec: Dreister Versuch der Abwälzung von Krisenlasten“In der vergangenen Woche gab es verschiedene Betriebsversammlungen in den Werken der hundertprozentigen Airbus-Tochter Premium Aerotec. In sechs Werken – unter anderem in Augsburg, Varel, Nordenham, Brasov (Rumänien) – arbeiten ca. 9.000 Beschäftigte und erwirtschaften 2 Milliarden Euro Umsatz. Die Konzernspitze gab auf den Betriebsversammlungen ihre Pläne bekannt, die sie unverschämterweise unter das Motto „Be ready“ – also „Sei bereit“ – stellte. Die Belegschaft soll ein umfassendes Ausbeutungsprogramm ertragen: Der Gewinn soll um 10 Prozent bis 2023 gesteigert werden; bis zu 461 Millionen Euro sollen bis 2023 eingespart werden. Dafür sollen mindestens 1.461 Kolleginnen und Kollegen in allen deutschen Standorten ihren Arbeitsplatz verlieren (laut NDR am 7. Februar 2020), 1.000 alleine in Augsburg. Weitere Arbeitspakete sollen aus Augsburg, Bremen, Nordenham und Varel fremdvergeben werden. Kollegen sollen abgruppiert, Schichtzulagen und Krankengeldzuschuss gestrichen werden. Die „Krönung“ des Ausbeutungsprogramms ist dann: unbezahlte Verlängerung der tariflichen Arbeitszeit. Auf der Betriebsversammlung am 10. Februar in Nordenham wurde von der 38-Stunden-Woche gesprochen!…“ Beitrag vom 18.02.2020 bei Rote Fahne News externer Link
  • Siehe zum Hintergrund das Dossier: Fusion geplatzt, Jobs auf der Kippe. Bei ThyssenKrupp einigten sich Vorstand und Gewerkschaft auf radikalen Konzernumbau
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=163224

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