FragDenStaat gewinnt Klage gegen BAMF und veröffentlicht den McKinsey-Report zu Abschiebungen
„Das
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bezahlte McKinsey für eine
Studie, um effektiver abschieben zu können. Mit einer Klage haben wir
durchgesetzt, dass das Dokument jetzt öffentlich zugänglich
ist. (…) Als das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im Jahr
2015 von den steigenden Flüchtlingszahlen überfordert war, holt es sich
die Berater ins Haus. Alleine der Beratungsfirma McKinsey zahlte das
BAMF insgesamt 47 Millionen Euro für Beratungsleistungen – mehr als die
Hälfte davon ohne öffentliche Ausschreibung. Das Ziel des damaligen
BAMF-Chefs Frank-Jürgen Weise war es offenbar, Asylprozesse zu
beschleunigen. Dementsprechend erstellte McKinsey ein Gutachten, das zur
Vorlage für das Amt werden sollte: „Rückkehr –Prozesse und
Optimierungspotenziale“. Nach einer Klage von uns musste das BAMF das
Dokument jetzt veröffentlichen. Zunächst hatte die Behörde noch
argumentiert, bei der Herausgabe der Informationen sei die öffentliche
Sicherheit gefährdet. Nachdem wir Klage einreichten, gab das Amt jedoch
klein bei und stimmte einer Herausgabe zu. (…) Um diese und weitere
Klagen zu finanzieren, sind wir auf Spenden angewiesen…“Mitteilung von und bei FragDenStaat vom 22. Juli 2019
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