Montag, 26. Februar 2018

Neue Front für Streiks: Logistik. Kim Moody über moderne Möglichkeiten gewerkschaftlicher Organisierung


"Kim Moody, Mitgründer der Labor Notes, Aktivist und Labour-Forscher, 
wirkt wie ein Fels in der Brandung: Trotz, wie er zu scherzen beliebt, 
ganzer Regalmeter voller Bücher, in denen das Ende der Arbeit durch 
Automatisierung und Rationalisierung vorhergesagt wurde, hielt er 
immer daran fest, dass keine technologische Revolution ohne 
menschliche Arbeitskraft auskomme. Die Zahl der Lohnabhängigen sei so 
hoch wie nie, lediglich die Arbeitsbedingungen verschlechterten sich. 
Unbeirrbar hält er aber auch daran fest, dass es die 
»Zusammenballung«, die »große Zahl« der Lohnabhängigen an einem Ort 
sei, die entscheidend für die Kampfbedingungen sei. Und diese 
Bedingung sieht er in seinen jüngsten Arbeiten gerade in der sog. 
Logistik-Revolution gegeben: Schlecht bezahlte ArbeiterInnen ballen 
sich in großer Zahl in riesigen Logistik-Zentren, und sie sitzen damit 
an den sensiblen Schaltstellen der Just in Time-Produktion. Es kommt 
nur drauf an, was man daraus macht? Oder stimmt schon an der 
Beschreibung etwas nicht?
Das neue Buch von Moody: »On New Terrain: How Capital is Reshaping the 
Battleground of Class War« ist Ende letzten Jahres bei Haymarket Books 
erschienen – eine Kurzfassung seiner Thesen, die auf umfangreichen 
Recherchen für das Buch basieren, dokumentieren wir im Folgenden – und 
laden damit ein zur Debatte über die Sprengkraft der 
Logistik-Revolution..." Artikel von Kim Moody in der Übersetzung durch 
Stefan Schoppengerd, erschienen in express, Zeitung für sozialistische 
Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, Ausgabe 1-2/2018
http://www.labournet.de/?p=128375

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