Dienstag, 6. Februar 2018

ausgestrahltNews | Es ist jederzeit möglich! Abschalten geht immer

„Atomausstieg abwarten!“, das ist die Essenz aus den Reaktionen von Mitgliedern der SPD-Bundestagsfraktion auf die Frage, was sie in der laufenden Legislaturperiode für ein Vorantreiben der Energiewende unternehmen werden.
Unterzeichner*innen der Aktion „Netzverstopfer“ haben den SPD-Bundestagsabgeordneten ihrer Wahlkreise einen Neujahrsgruß geschickt. Dabei haben sie die Politiker*innen auf das Problem hingewiesen, dass Atomstrom die Erneuerbaren aus den Stromnetzen verdrängt, ihren Ausbau blockiert und somit letztlich die Energiewende lahmlegt.
Nach und nach landen die Rückmeldungen der Abgeordneten auch im .ausgestrahlt-Büro und sorgen für die ein oder andere Stirnfalte. Es ist erstaunlich, wie leidenschaftlich und einhellig sich die Schreiber*innen aus den Wahlkreisbüros zum Atomausstieg bekennen - und gleichzeitig, wie wenig sie bereit sind, das Mögliche zu tun, um ein sofortiges oder schnelleres Abschalten der noch laufenden sieben AKW zu bewirken.
Die Hebel sind da und eine passende Gelegenheit ebenfalls: Der Bundestag muss bis zum 30. Juni das Atomgesetz ändern, um die von der schwarz-gelben Regierung in 2011 verursachten verfassungsrechtlichen Probleme zu beheben. In diesem Zuge wäre es möglich, eine Regelung zu schaffen, die zumindest die Übertragung ungenutzter Stromkontingente abgeschalteter AKW auf laufende Meiler untersagt. Das AKW Brokdorf müsste den Betrieb dann voraussichtlich im Frühjahr 2020 einstellen und nicht erst zum 31.12.2021.
Soweit der regierungspolitisch moderate Weg. Gegen das täglich zunehmende Sicherheitsrisiko und den Aufschub der Energiewende gibt es allerdings nach wie vor nur ein wahres Mittel: Atomkraft sofort abschalten! - Es ist möglich!
Weitere aktuelle Informationen in diesem Newsletter:
1. Geklebter Widerstand: Neue Anti-Atom-Aufkleber
2. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand
Herzliche Grüße
Jochen Stay, Angela Wolff
und das ganze .ausgestrahlt-Team

1. Geklebter Widerstand: Neue Anti-Atom-Aufkleber
Du lebst bestimmt atomstromfrei. Deine Nachbarschaft sollte das wissen: Kleb die neuen Anti-Atom-Aufkleber „Diese Wohnung ist atomstromfrei“ oder „Dieses Haus ist atomstromfrei“ aus dem Shop auf Deinen Briefkasten oder an Deine Tür – als Erinnerung daran, dass wir selbst entscheiden, ob unser Geld in Atomstrom fließt.
Oder verschenke sie an Menschen, die eh schon immer mal ihren Stromanbieter wechseln wollten ...
2.  Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand
Der schwedische Umweltgerichtshof hat sich gegen die Genehmigung des Projektes zum Bau eines langfristigen Lagers für hochradioaktiven Atommüll in Forsmark ausgesprochen. Ausschlaggebend sind Sicherheitsbedenken gegen die vorgesehenen Kupferbehälter. Mehr dazu hier.
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