Montag, 26. Februar 2018

Dresden - das neue Gorleben?

im Sommer 2017 hat die Bundesregierung den Neustart für die Suche nach einem tiefengeologischen Atommüll-Lager in Deutschland ausgerufen. 17.000 Tonnen hochradioaktiver Müll müssen für mindestens eine Million Jahre möglichst sicher gelagert werden. Die von Politiker*innen propagierte „weiße Landkarte“, die als Symbol für eine ergebnisoffene Suche stehen soll, hatte von vornherein Flecken. Es kommen nur Gebiete infrage, die über Vorkommen von  Salz-, Ton-, oder kristallinem Gestein (etwa Granit) verfügen, so ist es im Gesetz festgelegt.
.ausgestrahlt hat anhand geologischer Studien der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) eine Deutschlandkarte erstellt, in der die entsprechenden Gesteinsvorkommen verzeichnet sind. 
Dresden liegt in einer solchen Region.
Wichtig: Dresden ist noch nicht von offizieller Seite ausgewählt; er kommt jedoch aufgrund seiner geologischen Voraussetzungen potenziell für das Standortauswahlverfahren infrage.
Warum schreiben wir Dich heute schon an, das Verfahren zur Standortsuche befindet sich doch noch ganz am Anfang?
Es ist wichtig, dass mögliche Betroffene sich frühzeitig informieren, um selber aktiv werden zu können, denn das vom Bundestag beschlossene Standortauswahlverfahren berücksichtigt weder ausreichend wissenschaftliche Kriterien, noch bietet es genügend Raum für Mitbestimmung durch die Bürger*innen.
Das kannst Du tun:
  • Informiere Dich auf der .ausgestrahlt-Website über das Standortauswahlverfahren.
  • Im .ausgestrahlt-Shop findest Du Info-Material, das Du in Deiner Region verteilen oder auslegen kannst, um auch andere zu informieren.
  • Die Vernetzung mit anderen potenziell Betroffenen, die aktiv werden wollen, ist wichtig – gemeinsam seid Ihr stark. .ausgestrahlt bietet an, Euch zusammenzuführen. Wenn Du Dich mit anderen Aktiven aus Deiner Region vernetzen möchtest, können wir Deinen Namen und Deine E-Mai-Adresse an diejenigen weitergeben, die das ebenfalls möchten. Falls Du daran interessiert bist, sende uns eine E-Mail: info@ausgestrahlt.de  -  wir vermitteln dann den Kontakt unter Euch.
  • Organisiere alleine oder gemeinsam mit anderen eine öffentliche Infoveranstaltung in Deiner Region. .ausgestrahlt vermittelt Referent*innen, die das Suchverfahren erläutern und kritisch analysieren.

Mit herzlichen Grüßen
Carolin Franta und Helge Bauer
für das ganze .ausgestrahlt-Team
Gemeinsam gegen Atomenergie!

Keine Kommentare:

Kommentar posten