Montag, 26. Februar 2018

Haftbefehl gegen den Generalsekretär der CGT in Katalonien – und Repression gegen Basisgewerkschafter wegen Generalstreik



13 Angeklagte gibt es in einem Prozess, den die spanische Justiz 
führt, weil Studierende das Rektorat der Universität Barcelona 
blockiert hatten: Im Widerstand gegen die Erhöhung der Studiengebühren 
im Jahr 2013. Unter den Angeklagten auch der Generalsekretär der 
Gewerkschaftsföderation CGT in Katalonien, Ermengol Gassiot, der 
Dozent an der Historischen Fakultät der Universität ist. Die Anklage 
gegen alle 13 lautet auf Bildung einer kriminellen Vereinigung, worauf 
mindestens 11 Jahre Gefängnis stünden. Wie alle anderen Angeklagten, 
hat sich auch Gassiot geweigert, an dieser Justizfarce teilzunehmen 
und ist einer Vorladung nicht gefolgt – die ersten drei sind bereits 
per Haftbefehl festgenommen worden. Die CGT betont, sie sehe dieses 
Vorgehen der Behörden als einen Angriff auf die Organisation: Gassiot 
habe nichts anderes getan, als was die CGT immer tue, nämlich den 
Widerstand gegen Privatisierungsbestrebungen im öffentlichen Bereich 
und Selektionsmaßnahmen im Bildungswesen zu bekämpfen, mit Protesten 
solidarisch zu sein und dazu beizutragen, solchen Widerstand zu 
organisieren. Und dass er sich geweigert habe, der Vorladung Folge zu 
leisten, sei nur konsequent einer Anklage gegenüber, die eine blanke 
reaktionäre Justizfarce darstelle. Siehe zum Angriff auf die CGT die 
(in der Einleitung zusammenfassend übersetzte) Stellungnahme der 
Föderation und zwei weitere Beiträge gegen die Justizfarce – sowie ein 
Beitrag, der auf weitere Repression gegen Basisgewerkschaften in 
Katalonien verweist
http://www.labournet.de/?p=128448

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