Sonntag, 10. Mai 2015
Für eine atomwaffenfreie Welt... Wir bereiten uns auf eine Büchelblockade vor
Bist Du dabei?
am 9. Mai führen wir ein Training in gewaltfreier Aktion in Trier durch
am 10. Mai wollen wir das Atomwaffenlager in Büchel erneut blockieren
Seit dem 26. März finden im Rahmen von büchel65 auf den Zufahrten zum Fliegerhorst in Büchel (Südeifel) gewaltfreie Sitzblockaden statt. Bis Anfang Mai fanden rund 17 Blockaden mit mehr als 250 Aktivist_innen statt. Im nahegelegen Protestcamp finden workshops und Vorträge statt. Auch Friedensbewegte aus Trier haben sich schon mehrfach an Aktionen in Büchel beteiligt.
Am Sonntag 10. Mai wollen Friedensbewegte aus Trier und Region eine Aktion zivilen Ungehorsams vor dem Atomwaffenstandort Büchel durchführen. Treffpunkt dort ist um 10h im Protestcamp nahe dem Eingang zum Fliegerhorst Büchel.
„Für uns ist klar: die Atomwaffen in Büchel sind völker- und grundgesetzwirdig, sie gehören abgeschafft statt modernisiert, sonst wird eine neue Rüstungspirale in Gang gesetzt. Daher unterstützen wir den Protest für eine atomwaffenfreie Welt!“ so die AG Frieden Trier.
„Wie funktionieren Aktionen zivilen Ungehorsams, was ist zu beachten wie organisiert man sich am besten in Bezugsgruppen?“, diese und andere praktische Fragen für Sitzblockaden des Atomwaffenlagers werden am Samstag den 9. Mai bei der Aktionsgruppe Büchel der AGF 11 - 15 h trainiert.
„Wir wollen das niemand unvorbereitet in solche Aktionen geht, daher bieten wir ein Training in gewaltfreier Aktion an; ob Protest oder Blockaden entscheiden die TeilnehmerInnen, die am Sonntag nach Büchel fahren selbstorganisiert und eigenverantwortlich.“ so Markus Pflüger von der AG Frieden, Interessierte an diesem Aktionstraining werden um Anmeldung gebeten.
„Uns ist es wichtig ein Signal zur Konferenz in New York zu senden, für eine vollständige Abrüstung wie im Atomwaffensperrvertrag vorgesehen. Hierzu erinnern wir besonders CDU und SPD an ihre Wahlversprechen und den Bundestagsbeschluss für den Abzug der Atomwaffen in Büchel vom 26.3.2005. Jetzt - 70 Jahre nach Befreiung vom Faschismus gilt der Appell Nie wieder Krieg – es gilt sich für Abrüstung einzusetzen bevor es zu spät ist, denn es droht der Einsatz der Massenvernichtungswaffen in Konflikten wie der Ukraine.“ so Hermann Anell Vorstandssprecher der AGF
Anmeldung zum Aktionstraining: per Email: buero@agf-trier.de oder Telefon: 0651 9941017
Wer nicht am Training am Samstag teilnehmen kann, kann trotzdem am Sonntag teilnehmen, bitte vorher im AGF-Büro melden!
Am Samstag werden wir auch die Versorgung und Fahrgemeinschaften besprechen,
also überlegt schonmal wieviel Mitfahr-Plätze ihr anbietet oder sucht!
Informationen: http://www.buechel-atomwaffenfrei.de/buechel65/ und www.agf-trier.de
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HINTERGRUND
Aktuell läuft die in New York alle 5 Jahre stattfindende Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag (englisch NPT). In diesem Vertrag verpflichten sich die Atommächte "zur allgemeinen und vollständigen Abrüstung unter strenger und wirksamer internationaler Kontrolle". Genau das Gegenteil ist der Fall: Mit der sogenannten Modernisierung der US-Atombomben in Europa wird eine neue Rüstungsspirale in Gang gesetzt. Auch die letzten in Deutschland gelagerten B-61-Bomben sollen durch neue zielgenauere und flexibler einsetzbare ersetzt werden, was - abgesehen von dem sowieso mit dem Bau und der Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen verbundenen Gefahr - immense Kosten verursacht, die z. T. mit deutschen Steuergeldern bezahlt werden.
Auf dem "Fliegerhorst Büchel" in der Südeifel, zwischen Koblenz und Trier, wird die sog. Nukleare Teilhabe praktiziert: Deutsche Piloten üben mit Tornados der Bundeswehr, diese US-Atombomben auf NATO-Befehl ins Ziel zu fliegen, was auch als verfassungs- und völkerrechtswidrig eingeschätzt wird.
büchel65 thematisiert dies seit dem 26. März, dem Jahrestag des Bundestagsbeschlusses von 2010, der die Regierung aufforderte, sich für den Abzug der Bücheler Atombomben einzusetzen, bis zum Ende der NPT-Überprüfungskonferenz Ende Mai mit Blockadeaktionen vor den Toren des "Fliegerhorstes". Mit diesen Gewaltfreien Aktionen Zivilen Ungehorsams, zu denen an möglichst vielen dieser 65 Tage Gruppen von überall her aufgerufen sind, soll einerseits deutlich werden, dass es auch in Deutschland Widerstand von unten gibt gegen den atomaren Wahnsinn, andererseits soll Druck auf die Verantwortlichen ausgeübt werden.
Wir fordern zunächst den Abzug der letzten Atombomben aus Deutschland und die Beendigung der Nuklearen Teilhabe mit dem Ziel der Abschaffung aller Atomwaffen weltweit!
Leider wird die aktuelle Gefahr eines drohenden Atomkriegs massiv unterschätzt. Schon im Januar stellte die Expertenrunde der Fachzeitschrift “Bulletin of the Atomic Scientists” (Berichtsblatt der Atomwissenschaftler) den Zeiger der symbolischen Atomkriegsuhr (“Doomsday Clock”) um zwei Minuten auf drei Minuten vor zwölf vor. Seitdem hat sich der neue "Kalte Krieg" noch verschärft... In Büchel kann sich jedR an den Blockaden im Aktionsrahmen von büchel65 beteiligen. Weitere Infos auch per Mail oder Telefon: 05841 96 12 70.
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