Sonntag, 21. Juli 2013

Und so setzte sich der Herr Bundesinnenminister in ein Regierungsflugzeug, um über den großen Teich zu fliegen und mit dem „Großen Bruder“ Tacheles zu reden. Und darauf hatte der „Große Bruder“ scheint´s nur gewartet, dass ein etwas unterbelichteter deutscher Wahlbeamter in Washington erscheint und Terror macht. Und gegen Terror haben ja die Yankees was, wie wir alle wissen.

Die NSA, Herr Friedrich und Tacheles Von whs Arbeiterkorrespondenz auf Kommunisten-online vom 15. Juli 2013 – Als die Schnüffelpraktiken der NSA (National Security Agency) der USA und des GCHQ (Government Communications Headquarters) Großbritanniens bekannt wurden, war die Entrüstung groß. Selbst das Bundesengelchen und sein Kabinett taten entrüstet ob des „Vertrauensbruches“ durch den „Großen Bruder“ überm großen Teich in den „kleinen Bruder“ auf einem Wassergrundstück im kleinen Teich. Auch Herr Friedrich, seines Zeichens Minister des Innern der Bundesrepublik Deutschland, war maßlos entsetzt über das Ausmaß der Schnüffelei vor allem durch den „Großen Bruder“ und versprach der Bevölkerung seiner Bananenrepublik mit dem „Großen Bruder“ sofort und unmissverständlich Tacheles zu reden. Lasst mich an dieser Stelle einmal etwas weiter ausschweifen und erklären, was mit „Tacheles reden“ gemeint ist. Ursprünglich aus dem Hebräischen stammend, bedeutet Tacheles – Zweck, Ziel. In der Umgangssprache hat sich „Tacheles reden“ als „jemandem unverblümt seine Meinung sagen“, „kein Blatt vor den Mund nehmen“ durchgesetzt. (Quelle: Wikipedia) Herr Friedrich wollte also dem „Großen Bruder“ unverblümt sagen, was er von der Ausschnüffelei Deutscher durch den technischen Geheimdienst der USA hielt. Und so setzte er sich in ein Regierungsflugzeug, um über den großen Teich zu fliegen und mit dem „Großen Bruder“ Tacheles zu reden. Und darauf hatte der „Große Bruder“ scheint´s nur gewartet, dass ein etwas unterbelichteter deutscher Wahlbeamter in Washington erscheint und Terror macht. Und gegen Terror haben ja die Yankees was, wie wir alle wissen. Nun muss ich nochmals abschweifen: „ Die NSA operiert sowohl unter der Aufsicht des Department of Defense als auch als Mitglied der „Intelligence Community“ unter Aufsicht des „Office of the Director of National Intelligence“. Der Direktor der NSA ist gleichzeitig der Kommandant des United States Cyber Command und der Chef des Central Security Service.“ (Quelle: Wikipedia) Die NSA ist also ziemlich hoch angebunden in der Schnüffelwelt der USA. Wer aber empfing den unverblümt reden wollenden Herrn Friedrich aus Europa? Der Oberbefehlshaber der US-amerikanischen Streitkräfte, der Chef des Stabes, der „Director of National Intelligence“, der Chef der NSA? Nein keineswegs; Herr Friedrich bekam diese Herren noch nicht mal von weitem zu Gesicht. Der Justizminister der USA hatte offensichtlich Zeit, um den kleinen Zornigen)* aus Old Germany zu besänftigen. Soweit war also Herr Friedrich schon nach unten durchgereicht worden. Der Chef des Department of Justice der USA hatte offensichtlich auch noch genug Ahornsirup dabei, den er nun Herrn Friedrich ums Maul zu schmieren begann. Und ab hier entwickelte sich alles zur Farce. Die Frage war nur, konnte man darüber überrascht sein? Ich meine, nein, nicht wirklich. Denn wer seine Marionetten kennt, weiß, wie sie reagieren, immer schön nach den Wünschen des Puppenspielers. Und der sitzt nun mal in einem Weißen Haus in einem Land über dem großen Teich und wird „der Große Bruder“ genannt, dem man immer und überall freundschaftlich und brüderlich gegenübertreten wird, egal, was er gerade macht. Schließlich sind ja Geschwister dafür da, dass sie sich gegenseitig helfen. Und meist dürfen die kleineren Brüder und Schwestern dem „Großen Bruder“ helfen. Was wurde nun aus Herrn Friedrichs Tacheles? Es wurde wie erwartet eine Entschuldigungsorgie. Man müsse die Amerikaner verstehen. Nun ja, Herr Friedrich, ich verstehe schon die Amerikaner, die ohne Bevormundung durch die USA leben möchten. Ich verstehe nur nicht die amerikanischen Monopole, die das Leben aller Menschen kontrollieren möchten. Herr Friedrich, die USA sind nicht „Amerika“, und die Yankees sind nicht „die Amerikaner“. Es gibt da noch ein paar andere Menschen, die ebenfalls auf diesem Kontinent leben. Aber dies wirklich nur nebenbei. Man muss die US-Amerikaner also verstehen? Dass ist schon wieder so eine unzulässige Verallgemeinerung. Von einem Vertreter eines Staates sollte man eigentlich eine klare Ausdrucksweise und Begrifflichkeit erwarten. Aber ich schweife schon wieder ab. S ist auch ein Graus mit solchen Volks„vertretern“. Man muss die Geheimdienste der USA also verstehen? Immerhin seien durch diese Abhörmethoden bis zu fünfzig mögliche Anschläge, auch in Deutschland, verhindert worden; sagt Herr Friedrich. Es hätte also bis zu fünfzig Anschläge geben können. Genaues weiß man nicht. Wenn aber nichts Genaues bekannt ist, woher weiß dann die NSA (bzw. die Hanseln, die sich herab ließen mit Herrn Friedrich überhaupt zu sprechen) wie viele Anschläge es überhaupt hätte geben können? Darüber, wer und wie sie verhindert hat und wurden, kein Wort, auch nicht der leiseste Hauch, nicht mal ein Wispern. Nur das volltönende Organ des Herrn Friedrich, der nicht nur nicht mit den US-Vertretern Tacheles redete, nein, der redet jetzt Tacheles mit seinem Volk und versucht es mit aller Gewalt für dumm zu verkaufen. Da bedanke ich mich aber ehrfurchtsvoll bei Herrn Friedrich. Nur noch eine Frage quält mich: Warum unbedingt musste Herr Friedrich über den großen Teich fliegen? Hätte er seine Ergebenheitsadresse an die US-amerikanische Schnüffelpraxis nicht auch telefonisch übermitteln können? Zumindest wäre uns dies bei fallenden Telefonpreisen wesentlich billiger gekommen als der völlig sinnlose Flug über den großen Teich. Ja, wenn er wenigstens da geblieben wäre! Aber nein, er kam ja wieder zurück! Rot Front Werner )* „Die Wut (in gehobener Sprache auch lateinisch Furor oder französisch Rage) ist eine sehr heftige Emotion und häufig eine impulsive und aggressive Reaktion (Affekt), ausgelöst durch eine als unangenehm empfundene Situation oder Bemerkung, z. B. eine Kränkung. Wut ist heftiger als der Ärger und schwerer zu beherrschen als der Zorn.“ (Quelle: Wikipedia) „Zorn ist eher gegen eine bestimmte Person oder Gruppe gerichtet, während die Wut genauso nach allen Seiten explodieren kann. Der Wut geht im Gegensatz zum Zorn eine Kränkung voraus (etwa eine zutiefst ungerechte Behandlung), die den auf Vergeltung oder Genugtuung gerichteten Erregtheitszustand psychologisch speist. Beim Zorn hingegen speist sich die Erregtheit eher zum Beispiel aus der Versagung eines Anspruchs oder Bedürfnisses (etwa das zornige Kind, das eine Süßigkeit nicht bekommen hat, oder der zornige Vater, dem der Respekt verwehrt wurde). Das Ziel ist hier weniger die Vergeltung, sondern der deutliche Ausdruck von Unmut und Unzufriedenheit, mit dem Ziel, das Gegenüber unmissverständlich zu warnen. Ein weiterer Erregtheitszustand ist die Empörung, die einen Verstoß gegen die allgemeine Sittlichkeit zum Anlass für eine emotionale Reaktion hat.“ (Quelle: Wikipedia) In diesem Sinne erscheint mir Herr Friedrich eher als Wütender denn als Zorniger, denn entgegen seiner Ankündigung maßregelt er nicht den Spitzel sondern den Bespitzelten. Im Übrigen sind die Schnüffelpraktiken der NSA und anderer nicht so schlimm wie die des ehemaligen MfS der DDR, dies wird dem geneigten Leser ein Mann bestätigen, der über alle Zweifel erhaben ist: Herr Bundespräsident Gauck.

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