Samstag, 9. Dezember 2017
Warnstreiks an der Charité CFM 2016: Für Löhne die zum Leben reichen! Gegen Tarifflucht und prekäre Beschäftigung an der Charité
Am 8. und 11. Dezember 2017 Streik an der CFM – Kundgebung vor dem
Charité-Aufsichtsrat am 11. Dezember 2017
"Am 8. und 11. Dezember 2017 ruft die Gewerkschaft ver.di die
Beschäftigten der Charité-Facility-Management (CFM) zum Streik auf.
Hintergrund ist die Blockade eines Abschlusses durch die
CFM-Geschäftsführung. Der Regierende Bürgermeister hatte öffentlich
die Einführung eines Grundlohns von 11 € als Übergangslösung
angekündigt. Mit der Übergangslösung sollte die Zeit überbrückt
werden, in der noch private Investoren an der CFM beteiligt sind.
Diese Beteiligung endet am 31. Dezember 2018. Die CFM-Geschäftsführung
fordert jedoch von ver.di eine Laufzeit des Tarifvertrags bis 30. Juni
2020 und blockiert damit eine Tariferhöhung ab Dezember 2017. Der
zuständige Staatssekretär Steffen Krach hatte auf dem SPD Parteitag am
11.11.2017 wörtlich angekündigt, die CFM solle nach seinen
Vorstellungen „dann ab dem 1.1.2019 einen Tarifvertrag abschließen,
der eine Annäherung an den TVöD beinhalten muss“. (...) Am 11.
Dezember 2017 findet ab 14:00 Uhr eine Kundgebung vor dem
Charité-Aufsichtsrat (Sitzungsort: Charitéplatz 1 statt."
Pressemitteilung bei ver.di Berlin-Brandenburg vom 08.12.2017
https://bb.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++544ff564-dc00-11e7-b579-525400940f89
Siehe den Aufruf im ver.di CFM Tarifinfo 18 (Grafikdatei)
https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=850x10000:format=jpg/path/s33d4c4f3d3b319f4/image/ibfc83b5c84f8e6c0/version/1512672160/image.jpg
CFM Solikomitee schreibt dazu am 8.12. (per e-mail): Keine Ruhe bei
der Charité Facility Management - Warnstreik
"es war etwas ruhiger geworden um die CFM. Der Weg zu einem
Tarifvertrag für alle Beschäftigten in der CFM schien politisch
ziemlich klar vorgegeben vom Aufsichtsrat der Charité beschlossen und
auch die privaten Gesellschafter haben sich dem Druck, wenn auch
widerwillig gefügt und sich wieder mit ver.di an den Verhandlungstisch
gesetzt. Die Kolleginnen und Kollegen schöpften Hoffnung in dem seit
2011 andauernden Tarifkonflikt. Immer wieder haben die Kolleginnen in
den Warnstreiks der letzten Jahre bewiesen, dass sie nicht der
Spielball zwischen Finanzsenator, Charité und privatem Gesellschaftern
werden zu wollen. Es geht um einen Grundlohn von 11 Euro die ab
Dezember 2017 gezahlt werden sollen, wenn die Tarifkommission dem
Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 37 Monaten zustimmt. Das ist den
Kolleginnen deutlich zu lang. Eine Reduzierung auf 31 Monate wäre noch
möglich. Aber auch hier wird keine Aussicht auf eine Tarifsteigerung
in Richtung TVÖD Aussicht gestellt auch nicht wenn die CFM Ende 2019
zu 100% ein Unternehmen des Berliner Senats ist. Die
Wirtschaftlichkeit der Dienstleistungen wird in wieder in den
Vordergrund gestellt. Hungerlohn und Altersarmut werden damit auf
weitere drei Jahre fest gelegt. (...) Unterstützt die Kolleginnen und
Kollegen und kommt am Montag den 11.12.2017 um 13:30 Uhr in die
Charité nach Mitte!"
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