04.09.2017
Guatemala-Stadt. Der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR), Filippo Grandi, hat im Rahmen einer Mittelamerika-Reise die Fluchtroute zwischen Guatemala und Mexiko besucht. Den Zustand dieser Route zwischen der Region Petén im Norden Guatemalas und dem mexikanischen Bundesstaat Tabasco bezeichnete Grandi als "wie in der Hölle".
UN-Flüchtlingskommissar besucht Fluchtroute zwischen Guatemala und Mexiko
Von
Moana
Skambraks [1]
amerika21
Guatemala-Stadt. Der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR), Filippo Grandi, hat im Rahmen einer Mittelamerika-Reise die Fluchtroute zwischen Guatemala und Mexiko besucht. Den Zustand dieser Route zwischen der Region Petén im Norden Guatemalas und dem mexikanischen Bundesstaat Tabasco bezeichnete Grandi als "wie in der Hölle".
Er wies darauf hin, dass das Ziel einer gemeinschaftlichen
Arbeit zwischen dem UNHCR und den Regierungen vor Ort nicht
nur in positiven Entscheidungen über Asylanträge liegen
sollte, sondern in erster Linie der Schutz der migrierenden
Personen auf ihrer Reise garantiert sein müsse. Der
Hochkommissar fordert die Formulierung einer Strategie in
den Zielländern, die die Integration der Geflüchteten in den
Ankunftsgemeinden gewährleisten. Dabei soll der Fokus jedoch
nicht nur auf akuter humanitärer Hilfe liegen. Auch die
Fluchtursachen müssten thematisiert werden. "Die größte
Herausforderung ist das Angehen der eigentlichen Ursachen,
vor allem der Ursachen der Gewalt, die so viele Menschen zur
Flucht treibt. Die Suche nach Lösungen müssen wir auf
regionaler Ebene betreiben. Aber auch das muss mit
Unterstützung der internationalen Gemeinschaft geschehen",
sagte Grandi.
Der UNHCR plant einen regionalen integrierten Schutz- und
Lösungsrahmen, der Ende Oktober dieses Jahres in Honduras
diskutiert und formuliert werden soll. An dem Treffen werden
Regierungsvertreter aus Costa Rica, El Salvador, Guatemala,
Honduras, Mexiko und Panama zusammenkommen.
Im Jahr 2016 gab es mehr als eine halbe Million Asylanträge
von Menschen aus Mittelamerika in den USA und Mexiko. Somit
ist die Zahl 27 Mal höher als noch in 2012. Dieser Umstand
wird als direkte Folge der sich verschlimmernden
Bandenkriminalität interpretiert, die vor allem in El
Salvador und Honduras in Form von Drogen- und
Menschenhandel, Zwangsprostitution und Raub eine Bedrohung
darstellt.
Gerade auf der Route zwischen Guatemala und Mexiko erhöht
sich das Aufkommen von Flüchtlingen. Doch nicht immer ist
Guatemala nur Durchgangsland: Von 2014 bis 2016 hat sich die
Zahl der Asylanträge dort um mehr als 200 Prozent erhöht. In
Guatemala-Stadt hat der UNHCR mithilfe verschiedener
Zivilorganisationen ein Netzwerk errichtet, dass Menschen
mit laufendem Asylantrag sichere Aufenthaltsräume bieten
soll.
Links:
[1] https://amerika21.de/autor/moana-skambraks
[2] https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Filippo_Grandi.jpg
[3] https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en
[4] https://www.telesurtv.net/news/Acnur-Ruta-de-migrantes-entre-Guatemala-y-Mexico-es-un-infierno-20170828-0038.html
[5] http://www.acnur.org/noticias/noticia/guatemala-ofrece-un-alivio-de-la-violencia-de-las-pandillas-en-la-region/
[6] https://flattr.com/submit/auto?user_id=amerika21&url=https%3A%2F%2Famerika21.de%2F2017%2F09%2F184037%2Funo-fluchtroute-guatemala-mexiko&title=UN-Fl%C3%BCchtlingskommissar%20besucht%20Fluchtroute%20zwischen%20Guatemala%20und%20Mexiko&description=Guatemala-Stadt.%20Der%20Hochkommissar%20der%20Vereinten%20Nationen%20f%C3%BCr%20Fl%C3%BCchtlinge%20%28UNHCR%29%2C%20Filippo%20Grandi%2C%20hat%20im%20Rahmen%20einer%20Mittelamerika-Reise%20die%20Fluchtroute%20zwischen%20Guatemala%20und%20Mexiko%20besucht.%20Den%20Zustand%20dieser%20Route%20zwischen%20der%20Region%20Pet%C3%A9n%20im%20Norden%20Guatemalas%20und%20dem%20mexikanischen%20Bundesstaat%20Tabasco%20bezeichnete%20Grandi%20als%20%22wie%20in%20der%20H%C3%B6lle%22.&language=de_DE&category=text
[1] https://amerika21.de/autor/moana-skambraks
[2] https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Filippo_Grandi.jpg
[3] https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en
[4] https://www.telesurtv.net/news/Acnur-Ruta-de-migrantes-entre-Guatemala-y-Mexico-es-un-infierno-20170828-0038.html
[5] http://www.acnur.org/noticias/noticia/guatemala-ofrece-un-alivio-de-la-violencia-de-las-pandillas-en-la-region/
[6] https://flattr.com/submit/auto?user_id=amerika21&url=https%3A%2F%2Famerika21.de%2F2017%2F09%2F184037%2Funo-fluchtroute-guatemala-mexiko&title=UN-Fl%C3%BCchtlingskommissar%20besucht%20Fluchtroute%20zwischen%20Guatemala%20und%20Mexiko&description=Guatemala-Stadt.%20Der%20Hochkommissar%20der%20Vereinten%20Nationen%20f%C3%BCr%20Fl%C3%BCchtlinge%20%28UNHCR%29%2C%20Filippo%20Grandi%2C%20hat%20im%20Rahmen%20einer%20Mittelamerika-Reise%20die%20Fluchtroute%20zwischen%20Guatemala%20und%20Mexiko%20besucht.%20Den%20Zustand%20dieser%20Route%20zwischen%20der%20Region%20Pet%C3%A9n%20im%20Norden%20Guatemalas%20und%20dem%20mexikanischen%20Bundesstaat%20Tabasco%20bezeichnete%20Grandi%20als%20%22wie%20in%20der%20H%C3%B6lle%22.&language=de_DE&category=text
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