Der Aufbau der Bolschewistischen Partei Deutschland hat selbstverständlich mit Essen was zu tun.
Im
Kapitalismus quellen die Supermarktregale über von
Nahrungsmittelangeboten. Es werden täglich tonnenweise Lebensmittel
auf den Müll geworfen. Gleichzeitig schrumpfen die Einnahmen und
Löhne im landwirtschaftlichen Bereich.
Gleichzeitig
fordert die imperialistische Verteilungsorganisation mit ihren
Monopolisten in der Lebensmittelindustrie, täglich Hunderttausende
Menschenleben, die den Hungertod erleiden müssen, weil das der
Profitmaximierung dient!
Reichtum
und Hunger direkt nebeneinander. Elend, Flucht, Rassismus,
Massenmord. Faschismus, Terror, Krise, Spaltung, Profitgier, Lügen.
Ohne den Hunger der Massen kein Reichtum für wenige!
Wir
sind Teil des Kampfs gegen diesen Menschen und Umwelt verachtenden
Wahnsinn – gegen die Barbarei des
kapitalistischen Ausbeutungssystems mit seinen imperialistischen
Kriegen, Zerstörung unserer Erde, erbarmungsloser Ausbeutung der
Werktätigen überall auf der Welt zu Gunsten der herrschenden
Ausbeuterklasse.
Wir
wissen, wo der Hauptfeind steht!
Wir
sind Teil des Widerstands gegen die imperialistische Großmacht BRD.
Wir
sind KommunistInnen unterschiedlicher Herkunft, die in Deutschland
leben und fest davon überzeugt sind, dass nur die proletarische
Revolution, nur der Sozialismus die Menschheit vor dem Untergang in
die Barbarei bewahren wird.
Wir
sind wenige, aber wir sind Teil des Gärmittels der revolutionären
Wut und Kraft der Unterdrückten …
In
diesem Bewusstsein führten wir unseren vierten
Kongress durch – in
genossenschaftlichem Streit, im Kollektiv – alle mit dem gleichen
Ziel.
Ohne
Sauerteig und Hefe geht kein Brotteig auf – Ohne kommunistische
Partei, die das Proletariat zur Revolution führt, werden die
werktätigen Massen nicht diese schlagkräftige Organisation bilden,
mit der die kapitalistischen Ausbeuter gestürzt und der Sozialismus
aufgebaut werden kann.
Wir
sind Hefe, wir sind Sauerteig, der nicht kaputtgeht und immer wieder
neu und größer den Teig zum Aufgehen bringt …
Ein
abstraktes Bild, lustig noch dazu – Arbeit, Essen auch Witz und
Ironie – alles ist Teil unserer Realität beim Streit um den besten
Weg zur Revolution, um die bestmögliche Umsetzung unseres Plans, um
die nächsten Schritte …
Der
Kampf für die Revolution ist unser Leben, wie Wasser, wie Brot und
Rosen! Her mit dem schönen Leben!
Wir
stellen der revolutionären Öffentlichkeit und allen Interessierten
die Ergebnisse unseres Vierten Kongresses zur Diskussion. Wir senden
allen kommunistischen, revolutionären, antifaschistischen,
antiimperialistischen Kämpferinnen und Kämpfer die wärmsten
bolschewistischen Grüße.
Gemeinsam,
geschlossen wie eine Faust, können wir nichts verlieren, aber eine
Neue Welt gewinnen! Rot Front!
An
dieser Stelle Schlaglichter der Debatte über organisatorische Fragen
beim Aufbau der Bolschewistischen Partei Deutschland.
Wie
wir unsere Organisation verstärken können, stand im Mittelpunkt der
Diskussion um das richtige Verhältnis
von Theorie und Praxis. Insgesamt
werden wir bis zum fünften Kongress das Verhältnis von Theorie und
Praxis nach unseren Kräften beibehalten. Leidenschaftlich
debattierten wir, wie wir unsere theoretische Arbeit noch besser
nutzen können für die Gewinnung neuer MitstreiterInnen. Dabei
stellen wir fest: Wir haben immer noch Mängel, unsere Positionen bei
Diskussionen nach außen zu tragen. Das gehen wir an – hier
verbessern wir uns. Wir werden in Zukunft auch unsere Positionen in
Abgrenzung zu anderen Organisationen effektiver darstellen.
Keine
falsche Bescheidenheit – was wir zu sagen haben, ist nicht mehr und
nicht weniger als der Aufruf des Marxismus-Leninismus, sich für die
sozialistische Revolution zu organisieren!
Der
Schwerpunkt unserer
Theorie-Erarbeitung umfasst die
Analyse der Restauration des Kapitalismus in den ehemals
sozialistischen Staaten. Für die Bolschewistische Initiative steht
als nächster Schritt die Analyse der DDR an: Was war in diesem Staat
sozialistisch?
Diese
Arbeit wollen wir gemeinsam mit den uns verbundenen und befreundeten
revolutionären Organisationen in und außerhalb Deutschlands
anpacken.
Wir
stellen fest, dass unser Ziel nach wie vor eine Kader-Organisation
ist. Was aber ist ein Kader? Trotz unseres hohen theoretischen
Niveaus in Fragen des Marxismus Leninismus, in Fragen des
Parteiaufbaus debattieren wir in dieser Frage kontrovers, stellen
Widersprüche fest. Es geht nicht nur um die Frage, wie ein Kader
sein soll und ob wir soweit sind – das werden wir in der nächsten
Zeit intensiv auch mit GenossInnen befreundeter Organisationen
diskutieren.
Es
geht auch darum, wie wir mitkleinbürgerlichen Schwächen und
persönlichen Schwierigkeiten in unserem und dem Alltag unserer
Mitglieder umgehen sollen.
Wie
können wir in der heutigen Zeit, in der der Antikommunismus im
Aufschwung und das Klassenbewusstsein an einem Tiefpunkt ist, die
Entwicklung von Kadern verbessern? Wir
nehmen die erforderlichen Hürden im Bewusstsein, dass es dem Aufbau
unserer Organisation nützt!
Die
dringenden Fragen unseres Schwerpunkts Betriebs-
und Gewerkschaftsarbeit wurden
diskutiert: Was erreichen wir? Was setzen wir durch? Wo scheitern
wir? Lohnt sich der Aufwand? Nach wie vor gilt, dass die
Bolschewistische Partei auf
Betriebszellen aufgebaut werden
muss. Doch ist dies noch ein fernes Ziel.
Heute
stellen wir uns die Frage: Ist für das Organisieren neuer
MitkämpferInnen je nach Einschätzung der Lage im konkreten Betrieb
die Arbeit in Betriebsräten oder Vertrauensleute-Gremien sinnvoller?
Zwischen
dem dritten und vierten Kongress konnten wir den festgelegten
Arbeitsschwerpunkt Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit nur bedingt
einhalten. Wir waren geschwächt: Einige ArbeitergenossInnen sind
nicht länger im Betrieb, wir haben unsere Aktivitäten in den
Gruppen der Gewerkschaftsopposition reduziert. Der notwendige
Widerstand insbesondere gegen die zunehmende Faschisierung und
rassistische Hetze forderte unsere Kräfte auch außerhalb der
Betriebsarbeit.
Auch
bei der Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit sind die objektiven
Bedingungen die wichtigsten Gegenspieler unserer Arbeit – schwach
und wenig verbreitetes Klassenbewusstsein, Antikommunismus in
Betrieben und Gewerkschaften, Vormachtstellung der gelben
Gewerkschafts- und Betriebsratsbürokratie.
Die
kommunistische Arbeit im Betrieb ist ein schwieriges Terrain, die
Gewinnung von Arbeitern, auch der fortschrittlichsten, ist
Zukunftsmusik.
Eine
tatsächlich kommunistische Betriebsarbeit ist erst mit einer Roten
Opposition in Betrieb und Gewerkschaft möglich. Wir sind die
Wegbereiter dafür!
Die
Antwort auf die Frage, ob wir besser im Betriebsrat oder
Vertrauenskörper arbeiten, ist nicht entscheidend. Beides sind
Institutionen der so genannten „Sozialpartnerschaft“ und damit
Institutionen der Zusammenarbeit mit dem Kapital zum Verrat der
Interessen der Arbeiterklasse.
Wichtig
ist, dass Betriebsarbeits-GenossInnen vom Kollektiv aufmerksam
begleitet werden und rechtzeitig aus der Betriebs- und
Gewerkschaftsarbeit ausscheiden, falls Anzeichen von Bereitschaft zur
Klassenzusammenarbeit bemerkbar sind. (z.B. Annehmen von Privilegien
zu egoistischen Zwecken).
Ob
eine Arbeit – beispielsweise als Betriebsratsmitglied –
weitergeführt werden soll, hängt auch von der Einschätzung ab, ob
zwischen der Betriebsratsmehrheit und der Arbeit der GenossInnen ein
revolutionärer Unterschied erkennbar ist. Alles in allem stellen wir
fest, dass wir unter den heutigen objektiven Bedingungen nur kleine
Fortschritte machen können.
Trotz
alledem ist und bleibt die Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit unser
Hauptschwerpunkt!
Vorwärts
– schaffen wir die Basis für den Parteiaufbau auf Betriebszellen!
Die
Gewinnung neuer Mitglieder
steht im Zentrum unserer organisatorischen, praktisch politischen
Arbeit! Damit bestätigt der 4. Kongress den Beschluss des 3.
Kongresses. Ja, wir geben das Außenbild einer zahlenmäßig größeren
Organisation, als wir es tatsächlich sind. Das zeigt, dass wir
gemessen an unseren Kräften enorm viel geleistet haben. Das ist uns
Ansporn! Wir werden mehr werden, wenn wir unseren Einsatz für die
Mitgliedergewinnung verstärken. Bewährte Praxis, wie die Pflege von
Eins-zu-eins-Kontakten, verstärken wir.
Wir
greifen erprobte Methoden auf und versuchen uns an neuen. Besonderer
Schwerpunkt wird die Arbeit mit und unter Jugendlichen sein. Das
Ziel ist klar – wir richten uns darauf aus!
Zur
Verstärkung der kommunistischen Kräfte steht bei uns außer Frage
die ständige Aufgabe der
Vereinheitlichung mit anderen Organisationen,
die sich auf den Marxismus-Leninismus gründen. Wir diskutieren in
diesem Zusammenhang, unter welchen konkreten Voraussetzungen wir uns
mit anderen Organisationen vereinen können.
Wie
kann angesichts der schier unbegrenzten Möglichkeiten, die den
Herrschenden zur Überwachung zur Verfügung stehen, unsere
Organisation geschützt werden und dabei arbeitsfähig bleiben? Wir
beschließen, dass wir uns mit unseren Illegalitätsregeln
sowie mit unterstützenden Methoden auseinandersetzen und
unseren Umgang mit der Illegalität verpflichtend für die
Bolschewistische Initiative sinnvoll anpassen.
Am
Ende dieses Berichts bewerten wir unsere praktische
Arbeit im Klassenkampf.
2015
haben wir uns einen Schwerpunkt für unsere Aktivitäten gesetzt: den
100. Gedenktag zum Völkermord an den
ArmenierInnen, dabei besonders die
Rolle des deutschen Imperialismus. So konnten wir in dieser zentralen
politischen Frage unsere Positionen in der Trotz
alledem! und in Flugschriften in
vielen Aspekten verbreiten und vermitteln. In Aktionen,
Veranstaltungen und Diskussionen haben wir uns bundesweit engagiert
und selbst welche organisiert. Internationale Solidarität haben wir
praktisch demonstriert, wie zum Beispiel mit der Teilnahme an
Gedenkaktionen in Armenien und Nordkurdistan/Türkei. Das war richtig
und wichtig, auch wenn wir dadurch bewusst andere politische Fragen
„vernachlässigen“ mussten.
Zentral
haben wir uns an den alljährlichen Kampfaktionen
zum Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht beteiligt.
Außerdem waren wir Teil der unterschiedlichen bundesweiten Demos
gegen die Machenschaften der Herrschenden, wie Occupy und Bloccupy,
anti-NSU, Gezi-Widerstand, Rojava-Aktionen. Am 1. Mai und am 8. März
waren wir auf der Straße. Wir haben an dem Pfingstjugendtreffen 2013
mit eigenen work-shops teilgenommen.
Bei
vielen Anti-Nazi Aktionen
haben wir militant gekämpft. In der Flüchtlingspolitik haben wir
uns aktiv eingemischt, bei Antikriegs-Aktionen waren wir präsent,
bei der Bundestagswahl waren wir da und bei der Nürnberger linken
Literaturmesse sind wir oft aktiv.
An
Zahlen gemessen schwach, ist unser Anteil an den Aktionen im
Klassenkampf vor allem im Kampf gegen Rassismus und Faschismus für
die Anerkennung der Opfer – gegen das Verschleiern und Vergessen
enorm stark. Unser Einfluss ist sichtbar. Das nutzen wir ab jetzt
noch besser für die Gewinnung neuer Mitglieder und beziehen neue
SympathisantInnen ein – z.B. bei der Arbeit an neuen Parolen,
Plakaten und anderen Materialien zur Agitation und Propaganda.
Für
die Revolution gewinnen wir die Jugend – das
ist unsere Zukunft!
Unser
Arbeitsplan für die nächsten vier Jahre steht im Großen und Ganzen
– in Theorie und Praxis – fest.
Vor
allem den 100. Jahrestag der Großen
Sozialistischen Oktoberrevolution 2017
werden wir mit Hand, Herz und Kopf, mit all unserer Energie zum
Festjahr zum Feierjahr der Arbeiterklasse machen!
Auf
dass hundert Jahre später die Herrschenden wieder vor der drohenden
Macht des Proletariats erzittern! Es ist an der Zeit!
Machen
wir uns bereit und organisieren den Kampf für Neue Rote Oktober!
…
und Fazit
Wir
legen hiermit eine Bewertung unserer Arbeit und unseres Kampfes vor.
Diese viereinhalb Jahre waren hart, anstrengend, lehrreich,
kämpferisch, und gefüllt mit reichen politischen Debatten,
Erfahrungen und vielen wichtigen Ergebnissen.
Unsere
Fehler, Schwächen und Mängel werden wir gemeinsam überwinden. Eine
zentrale Aufgabe in dem neuen Kampfabschnitt muss sein,
RevolutionärInnen und KommunistInnen für unsere Organisation zu
gewinnen!
Wir
werden uns in der Arbeiterklasse verankern. Auch wenn es langsam
geht, auch wenn wir Rückschläge haben, wir werden diese Aufgabe
stemmen.
Wir
sind klein, wir sind wenige, aber wir sind stark, weil die Wahrheit
und die Zukunft, den Marxismus-Leninismus und die internationale
ArbeiterInnenbewegung, der Kommunismus auf unserer Seite sind. Und
wir an ihrer.
April
2016
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