Das Nationale Institut für Transparenz und Informationszugang
(INAI) wies Anfang Dezember das mexikanische Umweltministerium
Semarnat an, alle Umweltverträglichkeitsprüfungen, die im
Zusammenhang mit dem Flughafenbau in seinem Besitz sind,
öffentlich zu machen. Das Ministerium hatte sich zuvor diesem
Schritt verweigert. Das INAI begründet seine Entscheidung
damit, dass durch den Flughafenbau „168 Spezies von Flora und
Fauna verschwinden könnten sowie 21 Agrarsiedlungen und 31
Flächen kollektiven Landbesitzes“, sogenannte bienes
comunales oder ejidos, indigener Gemeinden,
geschädigt werden könnten, „womit 248.808 Bewohner*innen
betroffen wären“.
Derzeit laufen die im Herbst 2015 begonnenen vorbereitenden
Bauarbeiten auf Hochtouren, insbesondere die Errichtung einer
das gesamte Areal umfassenden Mauer. Trotz gerichtlicher
Bauverbote und einstweiliger Verfügungen konstruieren
Unternehmen auch im Dorf von San Miguel Tocuila, einem ejido,
fleißig weiter. Bewaffnetes Sicherheitspersonal hält Proteste
auf Distanz. Das Prestigeobjekt der aktuellen Regierung soll
bereits im Herbst 2020 fertiggestellt sein.
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