04.12.2016
Guatemala-Stadt. Eine internationale Beobachtungsmission von Menschenrechtsaktivisten hat nach einem Besuch der Grenzregion zwischen Guatemala und Mexiko eine "schwere Menschenrechtskrise" konstatiert. Ziel war nach eigenen Angaben, die bekannten Menschenrechtsverletzungen in dem Gebiet zu dokumentieren und öffentlich zu machen. Die Mission bestand aus 24 Aktivisten aus Kolumbien, El Salvador, Ecuador, Spanien, den USA, Mexiko und Kanada sowie aus mehr als 30 Personen, die zu den Mitgliedsorganisationen des Koordinationsrates Grenze, Migration und Geschlecht (MTMG) gehören.
Beobachergruppe besucht Grenzgebiet zwischen Guatemala und Mexiko
Von
Jacqueline
Brummack [1]
amerika21
Guatemala-Stadt. Eine internationale Beobachtungsmission von Menschenrechtsaktivisten hat nach einem Besuch der Grenzregion zwischen Guatemala und Mexiko eine "schwere Menschenrechtskrise" konstatiert. Ziel war nach eigenen Angaben, die bekannten Menschenrechtsverletzungen in dem Gebiet zu dokumentieren und öffentlich zu machen. Die Mission bestand aus 24 Aktivisten aus Kolumbien, El Salvador, Ecuador, Spanien, den USA, Mexiko und Kanada sowie aus mehr als 30 Personen, die zu den Mitgliedsorganisationen des Koordinationsrates Grenze, Migration und Geschlecht (MTMG) gehören.
Die Nichtregierungsorganisationen teilten sich in zwei
Routen auf, beide starteten in Guatemala-Stadt an und
endeten am 16. November gemeinsam in San Cristóbal de las
Casas im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas.
Die Beobachter hatten die Gelegenheit, insgesamt 70
Organisationen und Kollektive zu besuchen. Dadurch konnten
sie sich sowohl über die Probleme, wie auch über
unterschiedliche Formen des Widerstands informieren.
Die Delegation interviewte nach eigenen Angaben mehr als
1.600 Menschen, die von Enteignungen, von Gewalt gegenüber
Migranten und Flüchtlingen sowie von geschlechtsspezifischer
Gewalt betroffen sind. Die Aussagen der befragten Menschen
zeigten, dass es "in dieser Region eine schwere Krise in
Bezug auf Menschenrecht gibt", heißt es in dem Bericht.
Die internationale Beobachtermission stellte auch fest,
dass seit 2012 die Anzahl der Zentralamerikaner, die an der
Grenze zwischen Guatemala und Mexiko ankommen,
kontinuierlich angestiegen ist. Zugleich hat die Zahl der
Frauen zugenommen, ihr Anteil macht fast 20 Prozent aus. Die
Mehrheit der Migranten stammt aus Guatemala, Honduras und El
Salvador, es halten sich jedoch auch Geflüchtete aus anderen
Kontinenten, etwa dem Kongo, in dieser Region auf.
Die Menschenrechtsaktivisten beobachteten zudem, dass in
Folge von Energieprojekten, Bergbau, Lebensmittelindustrie,
Tourismus und Infrastruktur "die Plünderung der Gebiete
zunehme" und Dorfbewohner ihre Häuser verlassen müssten. Das
Ökosystem werde gestört, landwirtschaftliche Böden und
Wasserquellen verschmutzt. Dies führe zu Gesundheitsschäden
und habe gravierende Auswirkungen auf die Lebensbedingungen
der Bauern und indigenen Gemeinschaften.
Sie konstatierten ein "Muster der Kriminalisierung,
Verfolgung und Unterdrückung der Migranten und
Menschenrechtsverteidiger", was den Entzug der Freiheit und
manchmal sogar ihren Tod bedeute.
Die Mission wurde nach Angaben der Teilnehmer auf beiden
Routen und in beiden Ländern von Sicherheitskräften
beobachtet und an einigen Orten angehalten und befragt.
redtdt
[3]
Links:
[1] https://amerika21.de/autor/jacqueline-brummack
[2] https://sipaz.wordpress.com/2016/11/25/mexicoguatemala-mision-internacional-de-observacion-de-derechos-humanos-en-la-frontera-de-guatemala-mexico/
[3] http://redtdt.org.mx/?p=7547
[4] https://flattr.com/submit/auto?user_id=amerika21&url=https%3A%2F%2Famerika21.de%2F2016%2F11%2F165084%2Fgrenze-mexiko-guatemala&title=Beobachergruppe%20besucht%20Grenzgebiet%20zwischen%20Guatemala%20und%20Mexiko&description=Guatemala-Stadt.%20Eine%20internationale%20Beobachtungsmission%20von%20Menschenrechtsaktivisten%20hat%20nach%20einem%20Besuch%20der%20Grenzregion%20zwischen%20Guatemala%20und%20Mexiko%20eine%20%22schwere%20Menschenrechtskrise%22%20konstatiert.%20Ziel%20war%20nach%20eigenen%20Angaben%2C%20die%20bekannten%20Menschenrechtsverletzungen%20in%20dem%20Gebiet%20zu%20dokumentieren%20und%20%C3%B6ffentlich%20zu%20machen.&language=de_DE&category=text
[1] https://amerika21.de/autor/jacqueline-brummack
[2] https://sipaz.wordpress.com/2016/11/25/mexicoguatemala-mision-internacional-de-observacion-de-derechos-humanos-en-la-frontera-de-guatemala-mexico/
[3] http://redtdt.org.mx/?p=7547
[4] https://flattr.com/submit/auto?user_id=amerika21&url=https%3A%2F%2Famerika21.de%2F2016%2F11%2F165084%2Fgrenze-mexiko-guatemala&title=Beobachergruppe%20besucht%20Grenzgebiet%20zwischen%20Guatemala%20und%20Mexiko&description=Guatemala-Stadt.%20Eine%20internationale%20Beobachtungsmission%20von%20Menschenrechtsaktivisten%20hat%20nach%20einem%20Besuch%20der%20Grenzregion%20zwischen%20Guatemala%20und%20Mexiko%20eine%20%22schwere%20Menschenrechtskrise%22%20konstatiert.%20Ziel%20war%20nach%20eigenen%20Angaben%2C%20die%20bekannten%20Menschenrechtsverletzungen%20in%20dem%20Gebiet%20zu%20dokumentieren%20und%20%C3%B6ffentlich%20zu%20machen.&language=de_DE&category=text
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