Sonntag, 1. September 2019

Die Indigenen im Amazonas brauchen kein Bedauern – sondern Unterstützung in ihrem Kampf zur Verteidigung des Waldes in Brasilien und anderswo, etwa: In Französisch Guyana

„An der Grenze der brasilianischen Bundestaaten Pará und Maranhão  
leben rund 2000 Ka'apor in 17 Dörfern. Über 90 Prozent ihres  
Territoriums sind von üppigem Amazonas-Regenwald bedeckt. Die grüne  
Insel der Ka’apor ist aber umzingelt von Rinderweiden, für die der  
übrige Wald bereits abgeholzt wurde. Immer wieder dringen Holzfäller  
in das indigene Territorium ein und roden den geschützten Wald. Dabei  
kommt es häufig zu Gewalttaten gegen die Ka'apor, mehrere ihrer  
Anführer wurden ermordet. Die Ka'apor kämpfen um den Erhalt ihres  
Waldes, der nicht nur für sie Lebensgrundlage ist. In Gefahr ist der  
Amazonas, weil Brasilien und weite Teile Lateinamerikas auf den Export  
von Primärgütern – unter anderem Erz, Fleisch, Soja – festgelegt sind.  
Allein im Jahr 2018 ist der Sojaexport aus Brasilien um über 20%  
gestiegen. Viele Brände im Amazonas-Regenwald werden gelegt, um neue  
Anbauflächen zu erschließen. Brasilien ist weltweit der größte  
Exporteur für landwirtschaftliche Produkte in die EU...“ – aus dem  
Aufruf für die Amazonas-Nothilfe „Hilfe für Waldschützer im Amazonas“  
am 29. August 2019 bei medico international, worin auch alle nötigen  
Angaben für die finanzielle Unterstützung enthalten sind. Siehe dazu  
einen weiteren Beitrag über den Kampf zur Verteidigung des Ökosystems  
gegen Umweltrassismus, einen Artikel, der zur „Amazonas-Politik“ der  
Macron-Regierung in Französisch Guyana Fakten liefert und den Hinweis  
auf unseren bisher letzten Beitrag zum Thema
http://www.labournet.de/?p=153736

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