Donnerstag, 15. Dezember 2016

Koreanischer Gewerkschaftsbund: Für die Freiheit von Han Sang-gyun und aller KCTU Aktivisten



Am Dienstag, 13. Dezember 2016 wurde in Seoul in zweiter Instanz über 
den Einspruch des KCTU-Vorsitzenden Han Sang-gyun gegen seine 
Verurteilung zu 5 Jahren Haft verhandelt: Die Haftstrafe wurde 
aufrecht erhalten. Zwar sollen es nun statt fünf „nur“ noch drei Jahre 
Gefängnis sein, aber dieses erneute Schandurteil macht deutlich, dass 
vielleicht eine Regierungschefin gerade suspendiert ist, ihre Richter 
aber weiter daran arbeiten, das Demonstrationsrecht abzuschaffen. 
Verurteilt wurde der KCTU-Vorsitzende wegen der „Vorfälle“ bei vom 
Gewerkschaftsbund organisierten Protesten. Die südkoreanische Justiz, 
die es in über einem Jahr nicht geschafft hat, irgendein Ergebnis zum 
Tod eines demonstrierenden Bauern zutage zu bringen, hat in derselben 
Zeit Dutzende von Prozessen gegen Organisatoren von Demonstrationen 
geführt und viele davon – wegen ihrer „allgemeinen Verantwortung“ 
verurteilt – neben Han Sang-gyun müssen bei einer solchen Justiz unter 
anderem auch noch fünf weitere Gewerkschaftsfunktionäre Haftstrafen 
ableisten. Siehe dazu Stellungnahmen und Proteste
http://www.labournet.de/?p=108626

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