Donnerstag, 15. Dezember 2016

[2. Flugblatt vom Dezember 2016] Laienschauspiel bei den Sternfestspielen oder: So funktioniert Sozialpartnerschaft



"Fast dramatischer Auftritt des Standortverantwortlichen auf der 
Betriebsversammlung am 01.12. (...) Schneller, höher, weiter – das 
waren und sind seine Forderungen. Jeden Samstag in der
Frühschicht wird gearbeitet, jeden zweiten in der Nachtschicht. 
Wochenendschicht, Nacharbeitsschichten, Produktions- und 
Wartungsschichten gibt es im Jahr. Alles nicht genug. Bei Valmet in 
Finnland produzieren sie in 18 Schichten, das will er auch: Samstags 
Produktion in Früh- Spät und Nachtschicht ist sein Wunsch. Deshalb 
kündigt er schon einmal an, dass die nächsten Verhandlungen über die 
Arbeitszeiten für 2018 bzw. für die Vergabe des 206 wesentlich härter 
werden als in diesem Jahr. (...) Seit dem 01.12. ist kein 
Ferienarbeiter mehr im Werk. Seit dem herrscht Personalnotstand im 
Werk. Kein Wort darüber, wie er dem zu begegnen gedenkt. Ein ganzes 
Jahr Anlernstress in den Hallen liegt hinter uns. Immer wieder neue 
Ferienarbeiter mussten angelernt werden. Das bedeutet dann auch, ein 
ganzes Jahr mit eingeschränkter Rotation liegt hinter uns. Ein ganzes 
Jahr, in dem Kollegen mit Einsatzeinschränkungen nicht ordentlich in 
die Gruppenarbeit integriert waren. Ein weiteres Jahr, in dem fast 
keine Gruppe einen ME-Ausgleich bekommen hat. Ein weiteres Jahr mit 
Fremdvergaben von Tätigkeiten, die auch von Kollegen mit 
Einsatzeinschränkung hätten ausgeübt werden können..." 2. Flugblatt 
vom Dezember 2016 (pdf), geschrieben, verteilt und finanziert von 
Vertrauensleuten und Betriebsräten des Daimler-Werkes Bremen
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/12/dchb_122016b.pdf

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