Montag, 12. Juni 2017
Hamburg: Gipfel der G20 7./8. Juli 2017“
a) G20-Proteste in gesamter Hamburger Innenstadt verboten -
Demonstrationsbündnis kündigt Klage gegen »blaue Zone« an
"... Die Polizei in Hamburg hat für den G20-Gipfel Anfang Juli ein
Demonstrationsverbot für eine Fläche von über 30 Quadratkilometern
erlassen, die sich über die gesamte Innenstadt erstreckt. Von der
Allgemeinverfügung betroffen ist die Route zwischen Flughafen und
Innenstadt sowie die Stadtteile rund um die Messe und die Außenalster,
wie Innensenator Andy Grote (SPD) und Polizeipräsident Ralf Martin
Meyer erklärten. Zeitweise soll das Demonstrationsverbot auch rund um
die Elbphilharmonie und die Speicherstadt gelten, wo die
Gipfelteilnehmer ein Konzert besuchen werden. Das Versammlungsverbot
soll vom 7. Juli um sechs Uhr morgens bis zum 8. Juli um 17 Uhr
gelten. (...) »Endlich ist die Katze aus dem Sack und der rot-grüne
Senat kann aufhören, G20 als Festival der Demokratie zu verkaufen«,
sagt »NoG20«-Bündnissprecherin Emily Laquer dem »nd«. Während des
Gipfels würden ganze Quadratkilometer der Millionenmetropole in einem
politischen Ausnahmezustand versetzt und den Bürgern ihre Stimme
genommen. »Darüber sollte jeder entsetzt sein, dem etwas an Demokratie
und Meinungsfreiheit liegt.« (...) Da es jetzt eine offizielle
Verfügung über die Verbotszone gebe, können die Organisatoren jetzt
das durchführen, was sie schon lange angekündigt hätten: »Wir können
endlich vor Gericht ziehen und gegen die blaue Zone klagen.«..."
Meldung von und bei neues Deutschland vom 9. Juni 2017
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1053614.g-proteste-in-gesamter-hamburger-innenstadt-verboten.html
b) [G20] Gegen die Spaltung und Kriminalisierung der Proteste
"Genau einen Monat vor den G20-Protesten in Hamburg haben …ums Ganze!,
Interventionistische Linke, Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP),
queer-feministisches Bündnis gegen G20, radikale linke|berlin und
weitere Gruppen bzw. Organisationen eine spektrenübergreifende
Erklärung gegen die Spaltung und Kriminalisierung der Proteste
veröffentlicht. Auszug: "Wir stellen uns daher gegen jede Spaltung und
Kriminalisierung der Proteste. Wir erklären uns mit allen solidarisch,
die das Ziel teilen, aus diesem Event der Macht ein Festival der
grenzübergreifenden Solidarität zu machen. Wir kommen auf die Straßen
Hamburgs um die kapitalistische Normalität und ihren Gipfel zu stören.
Wir stehen für verschiedene Traditionen, Perspektiven und Ansätze,
doch wir werden zusammen dafür arbeiten, dass sich die
unterschiedlichen Aktionsformen nicht behindern, sondern vielmehr
produktiv ergänzen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass alle Menschen
nach Hamburg kommen und dort auch unterkommen können. Und wir laden
alle ein, schon jetzt die Herausforderung anzunehmen und mit uns
gemeinsam, kreativ und vielfältig den Aufstand gegen die Eliten und
ihren Ausnahmezustand zu wagen." (...) Wir werden uns wehren. Ob das
richtig ist, ist für uns keine Frage. Ob es möglich ist, wird nur
praktisch zu ermitteln sein. Wir sind dazu bereit. We’ll come united."
Aus der Gemeinsamen Erklärung vom 8. Juni 2017 bei indymedia linksunten
https://linksunten.indymedia.org/de/node/215065
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