Sonntag, 16. Juni 2013

Dienstag, 4. Juni, von 18 - 19 Uhr: „Wie viele sind hinter Gittern, die wir draußen brauchen!“

In der Juni-Ausgabe gibt es folgenden Beiträge: - Prozess gegen Faruk Ereren - NSU-Verfahren in München - Internationaler Akionstag für Georges Ibrahim Abdallah am 4. und 5. Juli Die Sendung wird wiederholt am Donnerstag, den 9. Mai von 11 - 12 Uhr. www.radioflora.de Zu den Beiträgen: - Prozess gegen Faruk Ereren Am 6. Mai begann das Revisionsverfahren gegen Faruk Ereren vor dem OLG Düsseldorf. Im ersten Prozess wurde er 2011 anhand eines Kronzeugens zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Trotz drakonischer Isolationsmaßnahmen lehnte er einen Deal mit dem Gericht ab: bei einem Geständnis, "nur (zu) 3 Jahren und 9 Monaten oder 4 Jahren und 6 Monaten“ verurteilt zu werden. Er hat sich zu vielen Ereignissen, trotz seiner fehlenden Deutschkenntnisse, solidarisch verhalten: sei es zum 18. März, dem "Tag der politischen Gefangenen“ oder dem Verfahren gegen das "Gefangenen Info.“ Faruk erklärte im ersten Prozess: "Welches Urteil Ihr auch treffen werdet, ICH HABE KEINEN ZWEIFEL DARAN, DASS MICH DIE GESCHICHTE FREISPRECHEN WIRD.“ Weitere Verhandlungstage sind grundsätzlich immer montags um 11:00 Uhr und freitags um 9:30 Uhr ! - Aktionstag gegen Georges Ibrahim Abdallah am 4. und 5. Juli Georges Ibrahim Abdallah ist ein libanesischer kommunistischer Aktivist. Er wurde 1984 in Lyon festgenommen. Erst 1987 wurde er zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. „Ich bin zu lebenslanger Haft, davon 15 Jahre Sicherungsverwahrung, verurteilt und kann legal nach Ablauf des 15. Jahres seit Haftantritt, das heißt in meinem Fall seit Oktober 1999, entlassen werden.“ Nach Jahren der Sicherungsverwahrung wird die „Entlassung“ eher zu einer administrativen als einer gerichtlichen Maßnahme. So Georges in einem Interview im Gefangenen Info 373. Seit 14 Jahren ist nun seine offizielle Haftzeit zu Ende, seitdem kämpft er unerbittlich für seine Entlassung, bisher hat er neun Anträge hierzu gestellt. Diese wurden jedoch durch verschiedene Instanzen der französischen Justiz angefochten, auch auf Grund des international wachsenden Drucks durch die USA und Israel. Sie äußerten “ernsthafte Bedenken, dass er auf das Schlachtfeld zurückkehren könnte.”

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