Sonntag, 16. Juni 2013

Der Premierminister Griechenlands, A. Samaras, machte jeden Versuch, um zu verbergen, dass die grundlegend schuldige Seite der kapitalistische Entwicklungsweg, die kapitalistische Profitmacherei der Wenigen ist, welchen er und seine Partei dienen.

STREIK FÜR DAS ÖFFENTLICHE FERNSEHWESEN übersetzt von Jens-Torsten Bohlke Athen, 13. Juni 2013, KKE-Website.- Die Arbeiter in Griechenland protestieren mit kämpferischen Demonstrationen und der starken Beteiligung der klassenbewussten Arbeiterbewegung gegen den Beschluss der Regierung zur plötzlichen Schließung der staatlichen Radio- und Fernsehsender (ERT), wodurch 2600 Arbeiter arbeitslos gemacht worden sind. Der Premierminister Griechenlands, A. Samaras, der der Führer der konservativen Partei ND ist, umging bei diesem Beschluss, welcher mit dem Vorwand des „Einsparens von öffentlichen Geldern“ und des „Kampfes gegen die Korruption“ gefasst worden ist, sowohl das Parlament als auch seine mitregierenden „Partner“, die sozialdemokratische PASOK und die „linksgerichtete“ Demokratische Linke, die alle zusammen den gegen das Volk gerichteten politischen Kurs durchsetzen. Die KKE und andere Oppositionsparteien verurteilten diesen Beschluss. Der Generalsekretär des ZK der KKE, Genosse Dimitris Koutsoumpas, besuchte den Sitz von ERT. Er bekundete dort die volle Solidarität der KKE mit den Arbeitern von ERT. Er hob die Notwendigkeit des gemeinsamen Kampfes für die Verteidigung des öffentlichen Radio- und Fernsehprogramms hervor, des öffentlichen Eigentums, welches ein Reichtum ist, der dem Volk gehört. Am Abend des 12. Juni sprach Genosse D. Kousoumpas auf einer Demonstration der KKE in Larissa über den politischen Vorschlag der KKE und antwortete dabei auf die Argumentationslinie des Premierministers: „Der Premierminister versuchte in seiner Rede heute Abend sich herauszureden aus der nicht entschuldbaren, ohne jede Verständigung und ohne Übernahme jeglicher Verantwortung seitens der Regierung getroffenen Entscheidung, dass seine Partei und er selbst an der gewaltigen Zerstörung der Produktivkräfte und vor allem der Arbeitskräfte teilnehmen, wie sie auch viel kleines Geschäft zerstören, was zu Massenarbeitslosigkeit und dem Bankrott von Tausenden Arbeitern führt. Er machte jeden Versuch, um die Tatsache zu verbergen, dass die grundlegend schuldige Seite der kapitalistische Entwicklungsweg, die kapitalistische Profitmacherei der Wenigen ist, welchen er und seine Partei dienen. Er führte verschiedene akrobatische Bewegungen aus. Manchmal bezichtigte er den von uns im 20. Jahrhundert erfahrenen Sozialismus, dann wieder beschuldigte er die Arbeiter im öffentlichen Dienst und vor allem bei ERT, dann wieder sollen die Interessen in Tarifbereichen und die Privilegien anzuprangern sein. Aber der verzerrte kapitalistische öffentliche Dienst, den er da scheinbar derzeit anprangert, ist ein Geschöpf der Gesellschaftsordnung, welcher er und seinesgleichen dienen. Die Arbeiter und das Volk Griechenlands müssen für einen anderen öffentlichen Dienst kämpfen, und zwar einen öffentlichen Dienst ohne Geschäftsleute, ohne Monopole, mit der Vergesellschaftung der Monopole, für die Macht in den Händen der Arbeiterklasse und des Volkes, wo das Volk der Herr im eigenen Land ist.“ Bemerkenswert ist, dass die KKE die Frequenz ihrer Fernsehstation 902 bereitstellte, damit sie als Übertragungsmedium für das Fernsehprogramm der Journalisten von ERT genutzt werden konnte, während eine laufende Übertragung zu den Ereignissen über das Internetportal der KKE übertragen wird – http://902.gr/ or (http://902.gr/902live.htm). Am 13. Juni wurde in Griechenland im öffentlichen und privaten Wirtschaftsbereich ein Generalstreik gegen den Beschluss der Regierung veranstaltet. PAME veranstaltete Streikdemonstrationen in Dutzenden griechischer Städte. In Athen fand die Streikdemonstration in dem Gebiet statt, in welchem sich das ERT-Gebäude befindet, an welchem sich vom ersten Moment an Tausende Arbeiter versammelt hatten. Quelle: http://inter.kke.gr/News/news2013/2013-06-13-ert

Keine Kommentare:

Kommentar posten