Mittwoch, 30. Juli 2014

Erklärung des offiziellen Vertreters des Außenministeriums Russlands, Alexandr Lukaschewitsch, zu den Ereignissen in der Ukraine

MOSKAU, 23. Juli 2014 – In Russland hält so wie in der ganzen Welt der Schmerz über den Tod von völlig unschuldigen Menschen – der Passagiere der „Boeing“ – unvermindert an. Sie wurden Opfer eines Krieges, der in der Ukraine geführt wird. Dabei möchte Kiew nicht auf die Stimme der Vernunft hören und einen Waffenstillstand eingehen, was nicht nur einmal von Vertretern der Volksmilizen vorgeschlagen wurde. Die Schläge aus schweren Waffengattungen erfolgen unter anderem auch auf Ortschaften, die sich in unmittelbarer Nähe der Absturzstelle des Flugzeugs befinden. Die Kiewer Vertreter halten es für notwendig, jeden Tag und jede Stunde an Russland gerichtete unsinnige und durch nichts bekräftigte Beschuldigungen zu erheben, anstatt eine vollständige und unvoreingenommene internationale Untersuchung der Gründe für die Katastrophe mit möglichst weitgehender Veröffentlichung der Ergebnisse dieser Arbeit zu unterstützen. Statt dessen führen nach erscheinenden Informationen die ukrainischen Sicherheitsbehörden ohne Verständigung der internationalen Organisationen gewisse geheime Aktivitäten durch und zwar sowohl mit den Informationsträgern der ukrainischen Luftraumüberwachung – der militärischen und der zivilen – als auch mit ihren Mitarbeitern. Das widerspricht ganz klar den Aufgaben einer objektiven und unvoreingenommenen Untersuchung. Das wird übrigens nicht das erste Mal gemacht. Wo ist die versprochene Untersuchung der Beschießung von Menschen auf dem „Maidan“? Wer sind diese Menschen, die sowohl auf die eigenen Leute als auch auf die Polizei aus einem Gebäude schossen, das der Kommandant des „Maidan“ kontrollierte? Deren Gesichter sind ja bekannt. Obwohl ich mich entsinne, dass viele geachtete europäische und amerikanische Nachrichtensender diese objektive Information nicht brachten. Wo ist die Untersuchung der schrecklichen Tragödie in Odessa, wo zielgerichtet und kaltblütig unter Teilnahme von Personen, die staatliche Ämter bekleideten, dutzende Menschen bei lebendigem Leib verbrannt und die aus den Fenstern des brennenden Gebäudes springenden Menschen mit Knüppeln totgeschlagen wurden? Das konnten übrigens viele in Europa und in den USA ebenfalls nicht sehen. Leider wurde auch über die Ereignisse in der Ostukraine ein Informationstabu verhängt. Auf den ursprünglichen friedlichen Protest der Menschen, welche die Einhaltung ihrer Rechte forderten, antwortete Kiew mit Schüssen aus Massenvernichtungswaffen auf Ortschaften, Siedlungen und dicht besiedelte Großstädte. Jetzt explodieren Raketengeschoße in Wohnbezirken von Donezk und Lugansk. Es starben bereits hunderte Menschen. Wenn das jemand für normal hält, dann soll dieser nicht mehr hochgestochene Worte über die Einhaltung der Menschenrechte in den Mund nehmen. Das, was Kiew jetzt macht, ist amoralisch und unmenschlich. Das Außenministerium Russlands fordert noch einmal alle zu einem unverzüglichen Waffenstillstand auf. Das ist notwendig für die Rettung der Leben von Kindern, Frauen und alten Leuten. Das ist notwendig für die Gewährung der Bedingungen für die vollständige Untersuchung der Tragödie, welche mit den Flugzeugpassagieren im Himmel über der Ukraine geschah. 23. Juli 2014 Quelle: Aussenministerium der Russischen Föderation (23.07.2014)

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