Samstag, 14. Juni 2014
Die mexikanische Bevölkerung rechnet mit dem Staat ab
Vortrags- und Diskussionsrundreise zum Tribunal Permanente de los
Pueblos -TPP (Ständiges Völker-Tribunal), Mexiko.Referent_innen:Adriana
Martínez Rodríguez und Octavio Rosas Landa Ramos
Drei Jahre lang tagt in Mexiko das Tribunal Permanente de los Pueblos
-TPP (Ständige Völker Tribunal, Oktober 2011 - November 2014), mit dem
Ziel, die verheerenden Auswirkungen der zahlreiche Freihandelsabkommen
sichtbar zu machen. Von Anfang an haben sich zahlreiche Personen aus
Dörfern, Stadtteilen sowie Mitglieder von mehr als 500 sozialen und
zivilen Organisationen in der Organisation und Durchführung von
öffentliche Anhörungen eingebracht und von ihren Erfahrungen berichtet.
Das TPP hat zur Aufgabe, sowohl die politischen und sozioökonomischen
Folgen als auch die damit einhergehenden Gewaltstrukturen und
Menschenrechtsverletzungen juristisch und ethisch zu evaluieren.
Außerdem haben die Teilnehmer_innen das TPP gebeten die Erosion aller
politischer und juristischer Institutionen zu analysieren. Hintergrund
hierfür sind die problematischen Beziehungen staatlicher Institutionen
zu und die Aktivitäten internationale Unternehmen auf mexikanischem
Territorium. Der thematische Rahmen des Tribunals umfasst die Bereiche
Freihandel, Gewalt, Straflosigkeit und Völkerrechte. Die
unterschiedlichen Tribunale holen Informationen ein, analysieren diese
und und bilden sich ein Urteil. Insgesamt gibt es sieben Anhörungen zu
den Themen: Schmutziger Krieg als Gewalt, Straflosigkeit und Mangel an
Zugang zur Gerechtigkeit; Migration, Obdach und erzwungenes Auswandern;
Frauenmorde und Geschlechtergewalt; Gewalt gegen ArbeiterInnen;Gewalt
gegen den Mais, die Ernährungssouveränität und die Autonomie; Gewalt
gegen die Umwelt und Desinformation, Zensur und Gewalt gegen
Kommunikator_innen.
Die Referent_innen berichten von ihrer Arbeit im und mit dem TPP.
Adriana Martínez Rodríguez ist Wirtschaftsprofessorin an der Nationalen
Autonomen Universität von Mexiko (UNAM), Mitglied der „Nationalen
Versammlung der von Umweltschäden Betroffenen" (Asamblea Nacional de
Afectados Ambientales - ANAA, México) und der Zivilgesellschaftlichen
Plattform des Ständigen Tribunals der Völker - Kapitel Mexiko (Tribunal
Permanente de los Pueblos TPP – Capítulo México). Octavio Rosas Landa
Ramos ist Professor für Wirtschaftspolitik an der Nationalen Autonomen
Universität von Mexiko (UNAM) und Mitglied der „Nationalen Versammlung
der von Umweltschäden Betroffenen" (Asamblea Nacional de Afectados
Ambientales - ANAA, México).
06.06.
19:00 Uhr
Rostock
Ökohaus, Seminarraum 1. Etage
Hermannstraße 36
Mitveranstalter: Ökohaus Rostock
08.06
15:30
Mainz
Zitadelle, Filmkeller
Mitveranstalter: OpenOhr Festival
10.6.
18:00 Uhr
Bielefeld
FH Bielefeld, Kurt-Schumacherstr. 6,Gebäude C Raum 53
Mitveranstalter: Lebenswelten-Projekt FB4, ASTA FH Bi
11.06
20:00 Uhr
Köln
AllerweltshausKörnerstraße 77
Mitveranstalter: Mexiko Initiative Köln/ Bonn, Mexiko MR-Projekt EWH
13.6.
19:00 Uhr
Tübingen
BürgerheimSchmiedtorstr. 2
Mitveranstalter: Heike Hänsel, MdB, Fraktion DIE LINKE
16.06
18:00
Hohenheim
ORT: TBC
18.06
20.00 Uhr
Freiburg
Universität Freiburg, Raum 1023, Kollegiengebäude I
Mitveranstalter: Carea E.V., AiD (Hochschulgruppe "Armutsbekämpfung im
Dialog")
20.06.
Bern
Ort und Zeit: TBC
Weitere Infos:
Einführende allgemeine Anhörung: Ciudad Juárez, Chihuahua, 27. - 29. Mai
2012)
Freihandel, Gewalt, Straflosigkeit und Völkerrechte in Mexiko (2011- 2014)
http://mexicoviaberlin.org/wp-content/uploads/2014/02/Gutachten_TPP_-CdJuarez_definitivo.pdf
Interview der Zeitschrift ILA mit Octavio Rosas
http://www.ila-web.de/artikel/ila371/umweltkonflikte_ttp_mexico.htm
Artikel zur Ständigen Tribunal der Völker im Infoblatt des Öku-Büros:
http://www.oeku-buero.de/info-blatt-80/articles/voelkertribunal-untersucht-menschenrechtsverletzungen-in-mexiko.html
Die Rundreise wird vom Oeku-Büro München organisiert und von Brot für
die Welt und Kath-Fonds unterstützt.
--
Oekumenisches Buero fuer Frieden und Gerechtigkeit e.V.
Oficina Ecumenica por la Paz y la Justicia
Pariser Str. 13
D-81667 Muenchen
Alemania
Tel: + 49 89 4485945 Fax: + 49 89 487673
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