Montag, 30. Juni 2014

Zum Volksaufstand der Arbeiterklasse in der Ukraine „STEH AUF, DONBASS!“

von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel Russlands Präsident Wladimir Putin bezog sich auf die Geschichte Russlands und der Ukraine, als er erklärte: „Das ist das neue Russland. Charkow, Lugansk, Donezk, Odessa gehörten in den Zarenzeiten nicht zur Ukraine. 1920 wurden sie in die Ukraine eingegliedert. Warum? Das weiß Gott. Dann waren diese Gebiete aus verschiedenen Gründen weg. Und die Menschen blieben dort. Wir müssen sie ermutigen, eine Lösung zu finden.“ WAS HEISST „NEU-RUSSLAND“ IN DER UKRAINE? Der von den pro-russischen Separatisten in der Ukraine derzeit verwendete Begriff Neu-Russland bezieht sich auf jenes große Gebiet nördlich des Schwarzen Meeres, welches Russland am Ende des 18. Jahrhunderts schrittweise in Friedensverträgen zwischen den Kosaken und dem Osmanischen Reich erobert hatte. 1922 kam dieses Gebiet zur Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik als Teil der UDSSR. Die Bevölkerung dort ist mehrheitlich russisch. Russlands Präsident Wladimir Putin bekräftigte Russlands Recht auf militärische Intervention zum Schutz dieser Bevölkerung. Zugleich äußerte er, dass er eine diplomatische Lösung will. DIE UKRAINE IST HEUTE EINE HALBKOLONIE DES US-IMPERIALISMUS US-Präsident Barack Obama spricht hingegen seit der Eingliederung der Krim in das Staatsgebiet der Russischen Föderation von einer andauernden Aggression Russlands in der Ukraine. Der US-Imperialismus pumpt massiv Milliarden Dollars an ausländischen Söldnern sowie logistischer Militärhilfe in das faschistische Putschregime in Kiew, um einerseits die faktisch zur US-Halbkolonie gewaltsam veränderte Ukraine in allen ihren Teilen weiterhin diktatorisch zu beherrschen und andererseits den eskalierenden Volksaufstand in weiten Teilen der südlichen und östlichen Ukraine als Auftakt für einen äußerst gefährlichen Atomkrieg der NATO gegen Russland zu nutzen. Hier eine Karte Neu-Russlands in der Ukraine: Quelle: http://www.businessinsider.com/maps-of-novorussia-and-old-russian-empire-2014-4#ixzz35O4tlTnt STREBT PUTIN EIN RUSSISCHES ZARENREICH AN? Das Zarenreich Russland erreichte den Höhepunkt seiner territorialen Größe 1866, als es sich die Ukraine, Finnland, Alaska, Weißrussland/Belarus und weitere Länder einverleibt hatte. Russlands Präsident Wladimir Putin tat jedoch die Frage hinsichtlich seiner Position zu Alaska in jenem Fernseh-Interview lapidar ab: „Wofür bräuchte es Alaska? Wir leben in einem Land des Nordens. 70% unseres Territoriums liegen im Norden. Alaska ist auch Norden. Das spricht uns nicht sonderlich an.“ Hier eine Karte zur größten Ausdehnung des Zarenreiches Russland 1866: http://www.businessinsider.com/maps-of-novorussia-and-old-russian-empire-2014-4#ixzz35O558vEy „STEH AUF, DONBASS“ – DIE HYMNE DER VOLKSREPUBLIK DONEZK Mittlerweile gibt es eine Hymne der Volksrepublik Donezk, welche hier auf youtube zu sehen ist und „Wstawaj Donbass“ / „Steh auf, Donbass“ / „Donbass rise up“ heißt: https://www.youtube.com/watch?v=MHSQ_XgbIus DIE ARBEITERKLASSE FÜHRT DEN VOLKSAUFSTAND AM DON Nachdem die Bergarbeiter aus den Kohlegruben der Region um Donezk ihre Freiwilligendivision zur Verteidigung ihrer Familien gegen die mordende Soldateska des reaktionären US-befehligten Regimes in Kiew im Bündnis mit paramilitärischen faschistischen Söldnerverbänden aus aller Welt in diesen Tagen zu bilden begonnen hat, wird immer deutlicher, dass sich die Arbeiterklasse der Ukraine nicht damit abfindet, die Ukraine zu einer Halbkolonie des US-Imperialismus verkommen zu lassen und selbst bei all dem am Ende das Kanonenfutter für den vom US-Imperialismus herbeigesehnten und vorbereiteten Krieg gegen die Russische Föderation zu stellen. Zwar gibt es realistische Schätzungen, wonach die Machthaber in Kiew bis August 2014 ca. 500.000 Mann unter Waffen im Einsatz gegen den Volksaufstand in der südlichen und östlichen Ukraine haben werden, aber um den Verlust ihrer Heimat bleibt dem arbeitenden Volk in jener großen Region Neu-Russland kaum eine andere Wahl als die bewaffnete Selbstverteidigung. RUSSLAND INTERVENIERT BISHER NICHT IN DER UKRAINE Trotz der og. Äußerungen von Russlands Präsident Wladimir Putin bleibt russische Hilfe für die Arbeiterklasse im Volksaufstand in der „Volksrepublik Donezk“ bisher aus. Vor Wochen gab sich Wladimir Putin überrascht über die Bildung jener Volksrepubliken in der Ukraine, dies sei zu früh geschehen, so seine Meinung seinerzeit. Mittlerweile ist es zu schweren Blutbädern der Faschisten in der Ukraine an der Zivilbevölkerung in den Aufstandsgebieten gekommen. In der gesamten Ukraine herrscht offener faschistischer Terror, wird gemordet, gefoltert und drangsaliert, wer sich den Faschisten in den Weg zu stellen wagt. PUTIN LIESS SICH NICHT ZUR INTERVENTION PROVOZIEREN Mit dem vor den Augen der Polizei erfolgten Sturm einer kleinen militanten Gruppe faschistischer Gewalttäter in Kiew auf die Botschaft der Russischen Föderation sowie wiederholten schwerwiegenden Provokationen der ukrainischen Regierungstruppen im Grenzgebiet Russlands zur Ukraine strebten die Machthaber in Kiew als Vasallen des US-Imperialismus mit allen Mitteln eine militärische Intervention Russlands auf Befehl des russischen Präsidenten Wladimir Putin an, welcher von hohen Regimevertretern wie dem derzeit amtierenden Außenminister der Ukraine auch persönlich schwer beleidigt wurde. Der Präsident der Russischen Föderation steht vor ganz schwierigen Entscheidungen, denn naturgemäß versteht er sich als gewählt von seinem Volk und diesem Volk gegenüber zu Frieden und Wohlstand verpflichtet. Sein Volk dürfte jedoch mehrheitlich von ihm nicht erwarten, dass er gleichgültig zuschaut, wie nebenan in der Ukraine der große Bevölkerungsteil Russischsprachiger in dessen relativ geschlossenen angestammten großen Gebieten von Faschisten massakriert wird. UKRAINISCHE UND RUSSISCHE KOMMUNISTEN IM KAMPF VEREINT Wie verhalten sich die Kommunisten? Wir dürfen davon ausgehen, dass sie in der Ukraine aktiv am Klassenkampf auf der Seite der Volksmilizen und Selbstverteidigungskräfte gegen die paramilitärischen faschistischen Söldnerverbände und die Regierungstruppen des Regimes beteiligt sind. Wir dürfen ferner davon ausgehen, dass die russischen Kommunisten im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Genossen in der Ukraine derzeit am stärksten zur Seite stehen. FORDERUNG NACH „FLUGVERBOTSZONE“ AN RUSSLAND Dennoch ist es ohne militärische Intervention der Russischen Föderation ein immer ungleicherer militärischer Kampf, der in den Aufstandsgebieten der Ukraine derzeit stattfindet. Die Forderung an die Regierung der Russischen Föderation wird daher immer lauter, zumindest eine Flugverbotszone über „Neu-Russland“ einzurichten und durch eigene Lufthoheit die Stellungen der aggressiven faschistischen Kriegsverbrecher so zu schwächen, dass die Massaker an der Zivilbevölkerung nicht mehr wie bisher stattfinden können. POROSCHENKO FINANZIERTE DEN BERÜCHTIGTEN „RECHTEN BLOCK“ UND FÜHRT JETZT WASHINGTONS BEFEHLE AUS Die Waffenstillstandserklärungen des reaktionären Faschistensponsors und vom US- und EU-Finanzkapital gleichermaßen auf den Präsidentenstuhl mittels wohl kaum demokratisch zu nennender Wahlen regierungsoffiziellen Chef-Oligarchen Poroschenko sind reine Nebelkerzen und haben faktisch nicht die geringste Bedeutung hinsichtlich der Intensität der aggressiven Kampfhandlungen und Kriegsverbrechen der Regierungstruppen. Im Grunde wird der Dialog mit den Vertretern des Volksaufstandes nicht einmal angeboten, sondern auf Geheiß der Drahtzieher von der CIA deren Kapitulation und Flucht in die Russische Föderation ultimativ gefordert. Militärisches Ziel der Regierungstruppen Kiews ist die gewaltsame Eroberung der Krim zugunsten der großen US-Ölkonzerne. DAS US-“BEFRIEDUNGSKONZEPT“ FÜR DIE AUFSTANDSGEBIETE Was also ist der „Plan B“, welchen der Kriegsverbrecher am eigenen Volk namens Poroschenko da zynisch als Drohung für den Fall benennt, dass das, was er „Waffenstillstand“ nennt, nicht „friedlich“ (seine Worte“) jetzt erreicht wird? Dieser „Plan B“ ist lediglich die Fortsetzung der Kriegsverbrechen mit nicht mehr 20.000 oder 50.000, sondern 200.000 Söldnern an Bodentruppen, um den Süden und Osten der Ukraine gewaltsam „zu befrieden“, wie es auch im Jargon der Kolonialherren hieß und bis heute zum Vokabular des Handbuchs der CIA zur Aufstandsbekämpfung als Zielvorgabe formuliert ist. DIE ARBEITERKLASSE DER UKRAINE IM VOLKSAUFSTAND Die Arbeiterklasse der Ukraine kämpft entschlossen und heldenhaft gegen das faschistische Regime der Kriegsverbrecher am eigenen Volk, mit allerdings sehr ungleichen Waffen. Die Volksrepublik Donezk sucht daher intensiv nach Panzerfahrern und ähnlichen militärisch qualifizierten Fachkräften zur Stärkung der eigenen Verteidigungsfähigkeit. Hände weg von der Ukraine und von Russland! Es lebe der antifaschistische Volksaufstand in der Ukraine! US-Militärstützpunkte auflösen! US-Atomwaffen verbieten und verschrotten! Nieder mit dem Faschismus, der der Menschheit nur Völkermord und Krieg bringt! (Gestützt auch auf RT)

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