Montag, 30. Juni 2014

ANKÜNDIGUNG HUNGERSTREIK

Ab dem 18. Juni 2014 haben Häftlinge in allen griechischen Gefängnissen auf ihre Gefängnis Mahlzeiten verzichtet, um gegen das faschistische Gesetz für Typ-C-Gefängnisse und für die Verteidigung des Rechts auf Beurlaubung und Entlassung auf Bewährung zu protestieren. Doch der Justizminister und die Regierung bestehen darauf, unseren Protest zu ignorieren. Sie haben in keiner Weise auf unsere gerechten Forderungen reagiert und haben das provokative Ziel, das Gesetzt in den Sommer Sitzungen des Parlaments durchzubringen, in ihrem Versuch, damit eine Reaktion der Menschen zu verhindern. Gegen dieses Gesetz, das uns dazu verurteilt, lebenslängliche Gefangene in einem Leben ohne Rechte oder Hoffnung zu sein, setzen wir unsere Körper und Seelen als Schutzschild ein. Das ist alles, was wir noch haben. Ab Montag, 23. Juni 2014 starten wir einen Massenhungerstreik in allen Gefängnissen in ganz Griechenland. Wir bestehen auf unseren Rechten, und wir kämpfen um unsere Menschenwürde und wollen nicht als menschliche Schatten eingesperrt und in der Verzweiflung vergessen sein. Wir fordern: 1) Den Rückzug des faschistischen Gesetzes für Typ-C-Gefängnisse. Wir sagen Nein zum griechischen Guantanamo, einem Gefängnis innerhalb eines Gefängnisses, ohne Beurlaubungen, ohne Besuche, ohne ein morgen … 2) Urlaub und Bewährung sollten ein unbestreitbares Recht aller Gefangenen sein. Griechenland ist das einzige Land, in dem der Häftling täglich verurteilt und bestraft wird. Während das Gesetz vorschreibt, dass jeder, der 1/5 und 3/5 seiner/ihrer Strafe verbüsst hat, Urlaubstage und Entlassung auf Bewährung erhalten kann, werden Gefangene immer und immer wieder von der heiligen Gefängnis-Inquisition der Staatsanwaltschaft übergeben, die die Forderungen, eine nach der anderen ohne Begründung oder hängige Disziplinarmassnahmen, verweigert. So schaffen sie verzweifelte Gefangene und reproduzieren Kriminalität. 3) Gerechtigkeit vor dem Gesetz muss für alle gelten. Alle Gefangenen die wegen Drogen nach dem alten Gesetz 3459/2006 zu lebenslanger Haft verurteilt wurden, (weil die Polizei sicher stellt, dass sie als angebliche Drogenbarone dargestellt werden, anstatt als Süchtige) sollten das Recht auf ein Wiederaufnahmeverfahren, nach dem neuen Gesetz (4139/2013) und den Begünstigungen für Drogenkonsumenten, bekommen. 4) Das Recht der ehelichen Besuche soll gelten. Im Gefängnis rauben Sie uns unsere Freiheit. Aber in griechischen Gefängnissen rauben sie uns auch das Lächeln der menschlichen Kommunikation und den direkten Kontakt mit unseren Lieben. Eheliche Besuche sind in allen Gefängnissen in europäischen Ländern erlaubt; nur den Häftlingen in griechischen Gefängnissen wird die menschlichen Kommunikation geraubt. 5) Zum Schluss nun die fortdauernde Gefangenschaft derer, die ausgeschafft werden sollen. Hunderte von inhaftierten MigrantInnen bleiben aufgrund der Bürokratie von Botschaften eingesperrt, obwohl sie ihre volle Strafe abgesessen haben. Wir fordern die sofortige Freilassung dieser Gefangenen. Wir fordern, dass das Justizministerium sich mit den wirklichen Problemen in den Gefängnissen befasst und das faschistische Gesetz für ein griechisches Guantanamo im Domokos Gefängnis zurückzieht. Der Justizminister ist für jeden Tag des Hungerstreiks und für jeden Gefangenen verantwortlich, dessen Leben in Gefahr ist. WIR DIE HÄFTLINGE DES HUNGERSTREIKS WERDEN GEWINNEN.

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