Freitag, 26. April 2013

Opel Bochum: "Die Mehrheit ist nach wie vor stolz auf das klare 'Nein' zum Erpresservertrag"

25.04.13 - In verschiedenen Medien wie unter anderem der "WAZ" wird heute gemeldet, dass angeblich "viele Mitarbeiter" bei Opel in Bochum ihre Meinung über den abgelehnten Erpresservertrag geändert hätten und nun eine "neue Abstimmung" forderten. Auch der Bezirksleiter der IG Metall in Nordrhein-Westfalen, Knut Giesler, behauptet: "Wir werden von zahlreichen Mitgliedern bei Opel angesprochen, die zwischenzeitig das Verhandlungsergebnis neu bewerten." Annegret Gärtner-Leymann von der kämpferischen Betriebsratsliste "Offensiv" bei Opel in Bochum sagte dazu: "Fakt ist, dass seit der Abstimmung von der Geschäftsleitung massiv Stimmung und Druck gegen das Abstimmungsergebnis gemacht wird. Ich vermute, dass solche Pressemeldungen vor allem aus dieser Richtung lanciert werden. Damit soll offenbar in der Öffentlichkeit Verunsicherung und Entsolidarisierung verbreitet werden. Natürlich gibt es einzelne Kollegen, die verunsichert sind, ob das klare 'Nein' der Belegschaftsmehrheit möglicherweise Opel provoziert. Aber die Meinung, dass man 'neu abstimmen' soll, habe ich zumindest in meinem Betreuungsbereich noch von keinem einzigen Kollegen gehört. Auch vom Betriebsrat und den Vertrauensleuten hat sich niemand öffentlich so geäußert. Die Mehrheit der Kolleginnen und Kollegen ist nach wie vor stolz auf das klare 'Nein' zum Erpresservertrag und bleibt auch dabei. Die meisten sagen, dass wir den Kampf gegen die Werksschließung führen müssen. Diskussionen gibt es natürlich über Fragen, wie das gemacht werden soll, wann der geeignete Zeitpunkt ist usw. Viele sagen, das wird dieses Mal länger dauern als der Streik 2004, und dann stellt sich natürlich die Frage, wie man das finanziell schaffen kann, wenn die IG Metall für einen selbständigen Streik ja kein Streikgeld zahlen kann. In diesem Zusammenhang wird auch über den Aufbau einer Streikkasse beraten. Teilweise gibt es noch Hoffnungen in weitere Initiativen der Betriebsratsspitze. Alles in allem besteht also noch viel Klärungsbedarf, wozu gegenwärtig täglich intensive Auseinandersetzungen statt finden."

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