Montag, 27. Mai 2019
Alltag und Arbeitsbedingungen der ArbeitsmigrantInnen
»Ich bin hier nur ein Geflüchteter, das passt schon so«
"Rechtswidrige Praktiken gehören in vielen Betrieben zum Alltag.
Sprachliche Schwierigkeiten, fehlende Kenntnisse über das deutsche
Arbeitsrecht, prekäre Aufenthaltstitel, aber auch Angst vor dem
Verlust des Arbeitsplatzes erschweren es Geflüchteten in besonderem
Maße, dagegen vorzugehen. Rechtswidrige Praktiken, berichtet uns ein
Mitarbeiter des DGB in Niedersachsen, gehören in vielen Betrieben zum
Alltag: »Als der Zoll hier eine große Überprüfung im Gastronomie- und
Nahrungsmittelgewerbe gemacht hat, sind sie überall fündig geworden,
in jedem Betrieb. Strafrechtlich relevant waren dann nur sechzig
Prozent, den Rest haben sie im Ermessen als Bagatelle eingestuft. Aber
in jedem Betrieb haben sie was gefunden. Es gibt also keine weißen
oder schwarzen Schafe. Das ist systemisch angelegt. Das ist das
Problem.« Von uns interviewte Beratungsstellen begleiteten unter
anderem Fälle, in denen nach dem Ende der Beschäftigung
Urlaubsansprüche nicht ausgezahlt, Überstunden nicht bezahlt, Praktika
missbraucht oder Lohnzahlungen verweigert wurden..." Artikel von
Nikolai Huke und Doreen Bormann, erschienen in express – Zeitung für
sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit 5/2019
http://www.labournet.de/?p=149236
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