Montag, 2. Juli 2018

Turgut Kaya weiter im Hungerstreik gegen seine Auslieferung an die Türkei: Keine Reaktion des griechischen Ministeriums



„Seit mehr als einem Monat verweigert Turgut Kaya die 
Nahrungsaufnahme. Mit seinem Hungerstreik wehrt sich der in der 
griechischen Hauptstadt Athen inhaftierte kommunistische Journalist 
gegen seine drohende Auslieferung an die Türkei. Aufgrund seines sich 
verschlechternden Gesundheitszustandes wurde Kaya am Wochenende in die 
Krankenstation des Gefängnisses Korydallos eingeliefert. (…) Kaya ist 
seit seiner Studienzeit Anfang der 90er Jahre politisch aktiv, 
mehrfach wurde er inhaftiert und schwer gefoltert. Zuletzt saß er 
wegen seiner Mitarbeit an der legalen sozialistischen Zeitung Özgür 
Gelecek sechs Jahre lang unter dem Vorwurf der Mitgliedschaft in einer 
terroristischen Organisation in Untersuchungshaft. Nach einem Urteil 
des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte gegen überlange 
Untersuchungshaft kam er 2012 frei. Er setzte sich zuerst nach 
Griechenland ab, kehrte dann aber heimlich in die Türkei zurück, wo er 
bis zu seiner erneuten Flucht seine politische Tätigkeit im Untergrund 
fortführte…“ – aus dem Beitrag „Hungerstreik gegen Geiselaustausch“ 
von Nick Brauns am 02. Juli 2018 in der jungen welt, worin es zu den 
Reaktionen auch noch heißt: „ (…) Der Vorstand der deutschen Partei 
Die Linke hat wie auch die linke Demokratische Partei der Völker (HDP) 
aus der Türkei und die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) an 
die griechische Regierungspartei ¬Syriza appelliert, Kaya 
freizulassen. In Athen gibt es nahezu täglich Protestaktionen von 
türkischen Emigranten…“.
https://www.jungewelt.de/artikel/335184.hungerstreik-gegen-geiselaustausch.html

Siehe dazu einen aktuellen Aufruf und den Hinweis auf den bisher 
letzten unserer Beiträge zum Kampf gegen die Auslieferung Kayas an das 
Erdogan-Regime
http://www.labournet.de/?p=134035

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