Montag, 2. Juli 2018

100.000 in Wien gegen den 12 Stunden-Arbeitstag, den die Rechtsregierung den Menschen aufzwingen will – ein guter Anfang, oder?



„Die Regierung ist am Samstag erstmals seit ihrem Antritt mit echtem 
Widerstand konfrontiert worden. Der ÖGB mobilisierte trotz 
Ferienbeginns im Osten rund 100.000 Menschen, die gegen eine 
Ausweitung der Höchstarbeitszeit anmarschierten. Präsident Wolfgang 
Katzian forderte die Regierung auf, das Volk zu dem Thema zu befragen. 
Das Wetter hatte es gut mit dem Gewerkschaftsbund gemeint, der in 
kurzer Zeit seine größte Demonstration seit den Protesten gegen die 
schwarz-blaue Pensionsreform im Jahr 2003 auf die Beine gestellt 
hatte. Strahlender Sonnenschein, aber keine zu hohen Temperaturen 
begleiteten die Kundgebungsteilnehmer bei deren Marsch vom Wiener 
Westbahnhof in die Innenstadt, was Christgewerkschafter Norbert 
Schnedl launig der Bischofskonferenz zuschrieb, die ja auch die 
Arbeitszeit-Pläne der Regierung vehement ablehnt. Laut Polizei kamen 
rund 80.000 Demonstranten, die Veranstalter zählten mehr als 100.000. 
Machtvoll wirkte die Demonstration jedenfalls, vor allem die in 
gehöriger Mann- und Frauzahl erschienene Produktionsgewerkschaft 
pro-ge stach hervor, aber auch die "Sozialen Schwarzen", die unter 
anderem den Tiroler AK-Präsidenten Erwin Zangerl in ihren Reihen 
hatten. (…) Von praktisch allen Rednern wurde Gesundheitsgefahr ebenso 
wie Freizeitverlust ins Spiel gebracht. Arbeiterkammer-Präsidentin 
Renate Anderl meinte vielmehr, es sei nun Zeit für eine 
Arbeitszeitverkürzung…“ – aus dem Bericht „Rund 100.000 demonstrierten 
in Wien gegen den 12-Stunden-Tag„  am 30. Juni 2018 im Standard (wobei 
auch die Kommentare dazu aus verschiedensten Gründen lesenswert sind).
https://derstandard.at/2000082576227/Rund-100-000-demonstrierten-in-Wien-gegen-den12-Stunden-Tag

In der Materialsammlung zur Wiener Demonstration gegen 
Arbeitszeitverlängerung zwei weitere aktuelle Beiträge, zwei Beiträge, 
die die Politik der Rechtsregierung im Dienst des Unternehmerverbandes 
deutlich machen, sowie drei Beiträge zur Entwicklung des Widerstandes 
dagegen – und der Hinweis auf den bisher letzten unserer Beiträge zum 
Thema
http://www.labournet.de/?p=134026

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