Vizekanzler Strache plant noch diesen
Sommer ein Kopftuchverbot in Kindergärten umzusetzen. Das von der
Regierung geplante „Kinderschutzgesetz“ soll dann im nächsten Jahr ein
Verbot an Volksschulen ermöglichen.
Der österreichische Vizekanzler und
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache kündigt an, das Kopftuchverbot in
Kindergärten schon diesen Sommer durchzusetzen, wie österreichische
Medien berichten. Er sei nicht bereit auf das komplexe für Ostern
geplante „Kinderschutzgesetz“ der Bundesregierung zu warten, und wolle
zumindest ein Verbot in Kindergärten zeitnah durchsetzen. Durch das
geplante „Kinderschutzgesetz“ der Regierung soll dann auch ein Kopftuchverbot in Volksschulen umgesetzt werden.
„Das Kopftuch ist eindeutig ein Ausdruck
des politischen Islam, dessen Einfluss wir in Österreich wieder
zurückdrängen wollen und müssen. Wir dürfen nicht zulassen, dass junge
Mädchen stigmatisiert und schon im Kindergarten sexualisiert werden“,
begründet Strache sein Vorhaben. Hierfür greift er auf eine 15a
Vereinbarung mit den Ländern zurück, anstatt auf eine
Zweidrittelmehrheit im Parlament zu hoffen.
IGGÖ kritisiert das Vorhaben
Die Islamische Glaubensgemeinschaft
Österreich (IGGÖ) kritisiert dieses Vorhaben aufs Schärfste und kündigt
an rechtlich dagegen vorzugehen. Man wolle hierfür auch den
Verfassungsgerichtshof zur Rate ziehen, denn ein Verbot wäre nach
Ansicht der Religionsgemeinschaft ein rechtswidriger Eingriff in das
Grundrecht auf freie Religionsausübung.
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