Donnerstag, 12. Juli 2018

Pressemitteilung FORMOSA PLASTICS

Offener Brief gegen Konzernverbrechen
„Übernehmen Sie Verantwortung!“
Stiftung ethecon protestiert gegen die Vergiftung der vietnamesischen Küste durch FORMOSA PLASTICS und ausbleibende Entschädigungen.
Düsseldorf, 03.07.2018
Ethecon – Stiftung Ethik und Ökonomie - protestierte heute in einem offenen Brief gegen die Konzernleitung von FORMOSA PLASTICS, die für die Umweltzerstörung, Elend und Tod entlang der Küste von Vietnam verantwortlich ist.
Vor etwa zwei Jahren hatte ein Stahlwerk des taiwanesischen Plastikgiganten hochgiftige Abfälle in das südchinesische Mehr geleitet und damit ein Fischsterben ungekannten Ausmaßes verursacht. Die Küstenbevölkerung Vietnams, die vom Fischfang abhängig ist, wurde in eine existenzielle Krise gestürzt. FORMOSA räumte schließlich seine Verantwortung für das Desaster ein und versprach Reparationen in Höhe von 500 Mio. US-Dollar. Betroffene Fischer warten jedoch noch heute auf irgendeine Form der Hilfe.
In den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu Protesten in Vietnam und Taiwan. Weder der Konzern noch die beiden Regierungen haben bisher ausführliche Untersuchungsergebnisse zu der Katastrophe vorgelegt. ethecon forderte sie nun erneut zu einem Schadensbericht und zu sofortigen, effektiven Hilfen für die Küstenbevölkerung auf. Ihre Protestnoten versandte die Stiftung mit Sitz in Berlin an die Besitzerfamilie Wang, den Konzernvorstand sowie an hunderte Botschaften und Konsulate der taiwanesischen und der vietnamesischen Regierungen.
 „Dieses Verbrechen gegen die vietnamesischen Fischer und die Erde reiht sich in eine lange Tradition bei FORMOSA PLASTICS ein. Immer wieder setzte sich der Konzern in seinem Gewinnstreben über Arbeitsrechterechte und Umweltstandarts hinweg. Er hat Menschenleben auf dem Gewissen.“ so Anabel Schnura, Geschäftsführerin von ethecon.
Bereits 2009 hatte die Stiftung die Konzernführung für die Produktion von Giftstoffen, die Missachtung des Gesundheitsschutzes ihrer Arbeiter und die Verschmutzung der Umwelt mit einem Schmähpreis, dem Internationalen ethecon Black Planet Award, öffentlich verurteilt.

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ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie ist im Gegensatz zu den vielen Konzern-, Familien-, Kirchen-, Partei- und Staatsstiftungen eine der wenigen Stiftungen „von unten“ und folgt dem Leitmotiv „Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung!“. Die noch junge Stiftung sucht weitere Zustiftungen, Spenden und Fördermitglieder.
Bereits seit 2006 verleiht ethecon jährlich die beiden internationalen Positiv- und Negativ-Preise, den Internationalen ethecon Blue Planet Award für herausragenden Einsatz für Erhalt und Rettung des „Blauen Planeten“ sowie der Internationalen ethecon Black Planet Award für schockierende Verantwortung für Ruin und Zerstörung der Erde. Blue Planet PreisträgerInnen waren ua. Vandana Shiva/Indien, Uri Avnery/Israel, und Jean Ziegler/Schweiz, der Black Planet Award schmähte u.a. bereits ManagerInnen und GroßaktionärInnen der Konzerne BP/Großbritannien, TEPCO/Japan und DEUTSCHE BANK/Deutschland und FORMOSA PLASTICS/Taiwan.

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