In Kornwestheim wollten AfD-Anhänger den
Bau einer Moschee verhindern. Gegendemonstranten waren auch vor Ort. Es
gab glücklicherweise keine Ausschreitungen.
Bei einer AfD-Kundgebung gegen den
Neubau einer Moschee in Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg) hat die Polizei
am Samstag eigenen Angaben zufolge rund 100 linke Gegendemonstranten
auf Abstand gehalten. „Abgesehen von einigen kleineren Schubsereien ist
aber alles friedlich verlaufen“, sagte der Sprecher des Ludwigsburger
Polizeipräsidiums, Peter Widenhorn. Für die Trennung der beiden Lager
seien Gitternetze eingesetzt worden.
Anfangs hätten einige der
Gegendemonstranten versucht, Zugänge zu der Kundgebung zu blockieren.
Dabei sei es zu den Schubsereien gekommen, bei denen aber niemand
verletz worden sei. Dem Aufruf der AfD zu der Protestkundgebung folgten
Schätzungen der Polizei zufolge ebenfalls rund 100 Menschen.
Die AfD will erklärtermaßen den Bau
einer Moschee des Türkisch-Islamischen Kulturvereins DITIB verhindern.
Der von DITIB geförderte „politische Islam“ sei nicht mit dem
Grundgesetz vereinbar, erklärten Vertreter der Partei. Auf Postern der
Gegendemonstranten, die auch Trillerpfeifen einsetzen, war zu lesen:
„Kein Platz für rechte Hetze in Kornwestheim“ und „Gestern Juden. Heute
Muslime. Und morgen Du!“. (dpa)
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