Montag, 30. April 2018

Heraus zum 1. MaiI! Nieder mit ihrem System der Ausbeutung und Unterdrückung!



Entstanden ist der 1. Mai als der Tag der Arbeiter – der Tag, an dem sie sich zusammenschließen, auf die Straßen gehen und ihre Stärke, ihren Zusammenhalt, ihre Solidarität und ihren Kampfgeist zeigen. Angefangen hat die Geschichte dieses Tages mit einem Streik tausender Arbeiter in Chicago, die sich gegen die unmenschliche Ausbeutung aufgelehnt hatten, wofür einige von ihnen mit ihrem Leben bezahlen mussten.
Seit damals zu heute hat sich grundlegend nichts verändert. Es gibt immer noch die Reichen und Mächtigen, die in Firmen- und Regierungssitzen über unsere Arbeitskraft und über unsere Leben verfügen und es gibt uns hier unten, die sich für jeden Cent abrackern und um die Miete, um einen Job, eine Aufenthaltserlaubnis – um eine Chance auf ein mehr oder weniger sorgenfreies Leben kämpfen.
Der deutsche imperialistische Staat führt immer noch Kriege auf dem Rücken der Völker und schaufelt Profite aus der Waffenindustrie. Beim Morden in Jemen kann man jetzt per Livestream zusehen, im Irak soll wieder mehr „Verantwortung übernommen“ werden, unsere Marine sichert vor Afrika jene Handelsrouten, welche die Länder dort in Armut halten und auch Afghanistan ist noch immer von der Bundeswehr besetzt. Und wenn die Menschen nun vor diesen blutrünstigen Zuständen nach Deutschland fliehen, werden sie zusehends mit Repression und Rassismus konfrontiert. Die eine Fratze der herrschenden Klasse möchte mit ach so sozialer „Flüchtlingshilfe“ vor dem Volk gern seine Weste reinwaschen und damit seine Rolle als Kriegstreiber und Profiteur verdecken. Die andere möchte uns erzählen, wir müssten gemeinsam mit ihnen unser Abendland verteidigen, gegen jene, die hierher fliehen. Beide meinen, nur im Bunde mit ihnen könne man die andere Fratze wirklich bekämpfen. Bei der nächsten Bundestagswahl.
Wir werden für dumm verkauft und wie Nutztiere ausgebeutet. Wir sollen unpolitisch aufwachsen und wie brave Marionetten alle paar Jahre unser Kreuz neben die eine oder die andere Partei setzen, die am Ende alle Teil des gleichen Schauspiels sind, welches sich bürgerliche Demokratie nennt.
Die Wahrheit ist, es ist egal wen wir wählen. Ob liberale Demokratie mit „Mütterchen Merkel“, oder AfD Faschismus und Abschiebung. Die Chefsessel in der Wirtschaft bleiben gleich belegt. Die Villen wechseln nicht den Eigentümer und die Fabriken, Konzern- und Bankenvorstände tun es ebensowenig. An unserer Ausbeutung und unserer beschissenen Lage ändern wir durch Wahlen rein gar nichts.
Und wenn wir wirklich mal unbequem werden, wenn die Jugend rebelliert, wenn die Migranten gegen die Zerstörung ihrer Heimatländer und die Ermordung ihrer Landsleute, Familien, Freunde für imperialistische Interessen demonstrieren; wenn Jugendliche Gras ticken, weil sie keine Ausbildung oder keine Arbeitserlaubnis bekommen – dann schicken sie ihre Bullen vor. Dann fängt die BRD-Maschine an zu mahlen. Dann kommen junge Leute in den Knast, weil sie sich keine Fahrkarte leisten können oder weil sie Wände besprüht haben. Dann steht der Gerichtsvollzieher vor der Tür, weil du deine Miete nicht zahlen kannst und Platz für einen zahlungskräftigeren Nachmieter machen sollst. Dann wird auf Demonstrationen auf Frauen und Kinder eingeprügelt, weil sie sich gegen das  menschenverachtende Regime in ihrem Heimatland auflehnen, mit dessen Präsidenten Frau Merkel aus taktischen Gründen die Hände schüttelt.
Solange das deutsche Kapital andere Länder ausbeutet und das Volk einigermaßen in Zufriedenheit und Dummheit halten kann, bleibt es auch nur bei vereinzelten spontanen Ausbrüchen der Rebellion, bei den aller Ärmsten der Armen. Aber so wird es nicht immer bleiben. Die Völker kämpfen überall auf der Welt gegen ihre Ausbeutung, die Unterdrückung ihrer Kultur, die Ausblutung der Natur und der Ressourcen für den Profit.
Schaut über den Tellerrand der üblichen ARD-ZDF-Bild-Spiegel & Co. Suppe hinaus und ihr seht, dass wir von vorne bis hinten verarscht werden und weder in der Schule noch sonst wo etwas über die Welt lernen, wie sie wirklich ist. Und wenn die imperialistische Weltordnung wackelt, werden wir hier nicht mehr vom Elend anderer profitieren können.
Und dann – wenn es den Menschen hier an den Kragen geht – werden sie rebellieren. Wenn sich das imperialistische System als das offenbart, was es ist – verfault, korrupt, schwach – werden sich die Menschen wehren und für eine andere Gesellschaft kämpfen. Und dann wird auch wieder geschossen werden – wie damals am 1. Mai 1929, als die Berliner Polizei das Schussfeuer auf die Arbeiterbevölkerung – vor allem in den Armenbezirken Neukölln und Wedding – eröffnete, die gegen unmenschliche Ausbeutung, Armut und den aufkommenden Faschismus protestierte.
Die Geschichte wiederholt sich und die Demokratie, wie wir sie kennen, ist nur eine Maske, ein Mittel, die Menschen „friedlich“ auspressen zu können – am Ende geht es darum, Macht und Geld zu erlangen und zu halten. Auf unsere Kosten und auf die Kosten der Völker der Welt.
Wir werden nicht still sitzen und abwarten. Es ist klar: Dass unsere Kieze „verschönert“, die Wohnungen saniert und „Kriminalität“ mit erhöhter Bullenpräsenz bekämpft wird, passiert, damit man aus unseren Vierteln Prenzlauer Berg 2.0 machen und mehr Geld daraus pumpen kann. Wir wissen: Wenn unser Chef ein Arschloch ist und Überstunden schieben lässt, Frauen und Migranten schikaniert, einen mickrigen Lohn zahlt – dann ist er es, weil dieses System und diese Gesellschaft auf Profit für die Herrschenden und Konkurrenz unter den Ausgebeuteten baut.
Wir wissen: Wenn die Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld bekommen, sich zusätzlich zur Lohnarbeit mit Haushalt und Kids abrackern und im schlimmsten Fall noch von ihrem Ehemann verprügelt werden – dann liegt es daran, dass die Frauen in dieser Gesellschaft seit jeher als minderwertige Wesen betrachtet werden und das Kapital einfacher seine Herrschaft sichern kann, wenn Männer und Frauen Konkurrenten anstatt Verbündete sind und die Frauen brav ihre untergeordnete Rolle spielen. 
Bloß nicht nachdenken, bloß nicht auflehnen. Schluss damit! Wenn wir blind bleiben und uns nicht im Kampf gegen das herrschende System zusammenschließen, werden wir für immer ausgebeutet, verarscht, ruhig gestellt oder in den Bau gesteckt und weiterhin für die Interessen der Bonzen und Mächtigen missbraucht werden.
Auch du bist ein Teil der Arbeiterklasse und des Volkes!
Organisier dich – Wehr dich – Kämpf!
Vereint euch im Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung!

GEMEINSAM MIT UNS AUF DIE STRASSE! 
1. MAI 2018 | 13:00 UHR | KARL-MARX-PLATZ | BERLIN-NEUKÖLLN

Keine Kommentare:

Kommentar posten