Montag, 13. Januar 2020

Rundbrief Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen 2. Januarhälfte 2020

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NEWSLETTER 14. - 31. Januar 2020


Dresden, 14. Januar, Dienstag, 18.00 Uhr
Vortrag und Diskussion
Bolivien – Land am Scheideweg?*
REIHE: Junge Rosa
Mit Walter Magne Veliz (erster indigener Botschafter Boliviens in Deutschland)
Eine gemeinsame Veranstaltung der WIR-AG und der RLS Sachsen
WIR-AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden

Leipzig, 15. Januar, Mittwoch, 19.00 Uhr
Vortrag und Diskussion
Bolivien – Land am Scheideweg?*
Mit Walter Magne Veliz (erster indigener Botschafter Boliviens in Deutschland)
RLS-Sachsen, Demmeringstraße 32, 04177 Leipzig

Chemnitz, 16. Januar, Donnerstag, 19.00 Uhr
Vortrag und Diskussion
Bolivien – Land am Scheideweg?*
Mit Walter Magne Veliz (erster indigener Botschafter Boliviens in Deutschland)
Soziokulturelles Zentrum querbeet, Rosenplatz 4, 09126 Chemnitz

Die sozialen und Wachstums-Indikatoren Boliviens waren die Besten Südamerikas. Die Regierung unter Evo Morales versuchte die sozialen Unterschiede, vor allem der indigenen Bevölkerung, abzubauen und eine neue Verfassung zu erarbeiten.
Nach den Präsidentschaftswahlen im Oktober 2019 überschlagen sich in Bolivien die Ereignisse, jeden Tag verschieben sich die Kräfteverhältnisse und bringen unsichere Zukunftsperspektiven für Bolivien mit sich. Evo Morales ist nach Mexiko ins Exil gegangen und hat dort politisches Asyl bekommen. Rechte Gruppen und Teile der Polizei greifen Protestierende an. Die Opposition, die sich teilweise um extrem Rechte schart, kann keine verfassungsgemäße Regierung bilden, da dafür eine reguläre Sitzung des Parlaments mit dem notwendigen Quorum stattfinden müsste. Dennoch hat sich die oppositionelle Senatorin Jeanine Añez selbst zur Präsidentin erklärt. Unterdessen erlebt Bolivien neue Mobilisierungen für eine Rückkehr von Evo Morales und gegen die Oppositionsführer, die zum Beispiel von der Bevölkerung von El Alto zu unerwünschten Personen erklärt wurden.
Walter Magne Veliz war erster indigener Botschafter Boliviens in Deutschland und beleuchtet, was in Bolivien aktuell geschieht.


Chemnitz, 15. Januar, Mittwoch, 17.00 Uhr
Lesung
Ich war, ich bin, ich werde sein - Rosa-Luxemburg-Lesung*
Mit Carolin Juler (Stadträtin Chemnitz) und Mike Melzer (RLS Sachsen)
Rosa-Luxemburg-Denkmal, Brühl 59, 09111 Chemnitz

Der Arbeitskreis Chemnitz der RLS Sachsen will an die Sozialistin Rosa Luxemburg am 101. Jahrestag ihrer Ermordung mit einer Lesung einige ihrer Texte erinnern.


Dresden, 18. Januar, Sonnabend, 18.00 Uhr
Buchvorstellung, Berichte und Diskussion
Sexarbeit. Feministische Perspektiven und aktuelle Analysen.***
Mit u.a. Jenny Künkel (Autorin)
Eine Veranstaltung von e*vibes - für eine emanzipatorische Praxis mit Unterstützung der RLS Sachsen
riesa efau, Dachgeschoss, Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden

2017 hat die Dresdner Initiative „Sex Workers Solidarity“ in der Debatte um das sächsische Ausführungsgesetz zum sog. „Prostituiertenschutzgesetz“ mit ihrem Aktivismus Aufsehen erregt. So wurde die Frage, wie die Gesellschaft auf die Lebens- und Arbeitsrealitäten von Sexarbeiter*innen Einfluss nehmen soll und darf, endlich auch unter Berücksichtigung der Perspektive der Betroffenen diskutiert. Ganz praktisch wurden auch einige Verbesserungen in dem im Juni 2018 verabschiedeten Gesetz durchgesetzt.
Nun, anderthalb Jahre später, möchten wir auf die Arbeit der Initiative zurückschauen und mit Jenny Künkel, Herausgeberin des vor Kurzem erschienenen Sammelbandes "Sexarbeit. Feministische Perspektiven" eben diese diskutieren. Außerdem berichten weitere Gäste aus der Beratungspraxis des Gesundheitsamtes Dresden sowie von den Arbeitsrealitäten von Sexarbeiter*innen in Sachsen.
Was hat sich „in der Szene“ durch die Zwangsberatung und Anmeldepflicht verändert? Haben sich die Aussagen von konservativer Seite bestätigt, dass nun endlich Licht ins Dunkelfeld des Prostitutionsgewerbes geworfen wird? Sind Sexarbeiter*innen besser beraten und geschützt als zuvor? Oder waren die Bedenken und Kritik von Beratungsstellen, Gesundheitsämtern und Selbstvertretungsorganisationen berechtigt, die weitere Gängelung, finanzielle Belastungen, Stigmatisierung und polizeiliches Drohpotential befürchteten? Oder war im Gegenteil die ganze Aufregung nur ein Sturm im Wasserglas, der die Realität vollkommen kalt gelassen hat?
Dresden, 22. Januar, Mittwoch, 19.00 Uhr
Vortrag und Diskussion
Klassenkämpfe im digitalen Zeitalter. Das Beispiel amazon*
Mit Jörn Boewe (Autor)
WIR-AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden

Der amazon-Konzern ist längst nicht mehr ein schlichtes Online-Bestellportal. Es hat sich zu einem der einflussreichsten Digital-Konzerne der Welt entwickelt. Nicht nur Millionen Konsument*innen und Zuliefernde sind im Netzwerk dieses Konzerns gefangen, auch tausende an Beschäftigten innerhalb und außerhalb des Konzerns müssen um ihre Rechte kämpfen. Wie gestalten sich diese Arbeitskämpfe? Was verändert sich gegenüber traditionellen Kampfformen im digitalen Zeitalter? Welche Strategien bewähren sich? Jörn Böwe und Johannes Schulten vom Berliner Journalistenbüro work in progress stellen ihre bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung veröffentlichten Studie dazu vor.
Chemnitz, 22. Januar, Mittwoch, 19.00 Uhr
Vortrag und Diskussion
»Alles war Schauspiel« – Ernst Jünger zwischen Dandytum und Faschismus***
Mit Moritz Liewerscheidt (freier Künstler und Filmemacher), Dr. Frank Schale (Moderation)
Eine gemeinsame Veranstaltung des Referates für Antidiskriminierung des Student_innenrates der TU Chemnitz und der RLS Sachsen
TU Chemnitz, Weinhold-Bau, Raum: 2/W37, Reichenhainer Straße 70, 09126 Chemnitz

Der Name Ernst Jünger ist längst zur geraunten Chiffre geworden, an der sich Gegner wie Verehrer als Eingeweihte erkennen. Den Einen gilt der als »umstritten« Berüchtigte als »Wegbereiter des Nationalsozialismus« und »eiskalter Wollüstling der Barbarei« (Thomas Mann), als Kriegsverherrlicher und Galionsfigur der »Neuen Rechten«, den Anderen als »aktiver Nazigegner« (Hannah Arendt), Surrealist, Dandy und Ästhet. In Frankreich hingegen, so betonte schon Jünger selbst gern, sei die literarische Rezeption seines Werkes weniger von politischer Diskussion überlagert als in Deutschland.
In enger Rückbindung an Jüngers Texte bemüht sich Moritz Liewerscheidt in seinem Vortrag um eine kritische Einführung in das Werk Ernst Jüngers (1895-1998), anhand dessen sich exemplarisch die mentalitätsgeschichtliche Konstellation und Entwicklung einer um die Jahrhundertwende geborenen Generation von – mindestens zeitweise – mit dem Faschismus sympathisierenden Schriftstellern und Intellektuellen nachvollziehen lässt, deren spätere Haltung zum »Dritten Reich« wesentlich davon abhing, ob sie dieses als heroischen Versuch der Überwindung des modernen Rationalismus deuteten – oder aber als Fortführung und Verschärfung desselben.
Moritz Liewerscheidt ist freier Künstler und Filmemacher im Bereich des Essay- und Experimentalfilms. Er studierte Philosophie und Geschichte in Düsseldorf und Medienkunst in Köln. In Vorbereitung eines Essayfilms beschäftigte er sich intensiv mit dem Werk Ernst Jüngers.
Leipzig, 25. Januar, Sonnabend, 14.00 Uhr
RosaKunstpreis-Verleihung
mit anschließendem Neujahrsempfang*
Mit Prof. Dr. Peter Porsch (Vorsitzender der RLS Sachsen), den Preisträger*innen der Gruppe tag, PS Politisch Schreiben, Stefanie Schröder und Dikumbi (Musikalische Umrahmung)
D21 Kunstraum Leipzig, Demmeringstraße 21, 04177 Leipzig

Zum zweiten Mal wird der RosaKunstpreis der RLS Sachsen verliehen. Die diesjährigen Preisträger*innen werden durch Mitglieder des Kuratoriums für den Kunstpreis gewürdigt und stellen ihre Arbeiten in einer kleinen Gesprächsrunde vor.
Nach der traditionellen Neujahrsrede und der Preisverleihung besteht die Möglichkeit, bei Saft und Sekt sowie kleinen Speisen ins Gespräch zu kommen.


Pirna, 28. Januar, Dienstag, 18.00 Uhr
Vortrag und Diskussion
Antifa – Geschichte einer linksradikalen Bewegung***
Mit Bernd Langer (Autor)
AG Asylsuchende SOE e.V., Lange Straße 38a, 01796 Pirna

Unter ›Antifa‹ kann sich wohl jede*r etwas vorstellen. Antifa gleich schwarzer Block; so vermitteln es zumindest die Medien in falscher Verkürzung. Denn die Geschichte dieser Bewegung reicht weit zurück und ist keineswegs auf Militanz zu reduzieren.
Bereits in den ‘20er Jahren wird Antifaschismus zum Begriff, wenngleich die Antifa, wie wir sie heute kennen, auf die 1970er Jahre zurückgeht und sich Anfang der 1990er Jahre neu etablierte. Diese Zeitphase bildet auch den Schwerpunkt des Vortrages, der die verschiedenen politischen Strategien von Militanz bis Bündnispolitik darstellt. Ihre Tauglichkeit mit Blick auf die aktuellen politischen Herausforderungen soll zur Diskussion gestellt werden.


Leipzig, 29. Januar, Mittwoch, 19.30 Uhr
Filmvorführung mit Podiumsgespräch
Mensch und Familie in der globalisierten Arbeitswelt*
Gespräch zum Film SORRY WE MISSED YOU
Mit Dunja Burghardt (Geschäftsführerin WIRTSCHAFT-LEBEN und Buchautorin "Lebendige Wirtschaft"), Bernd Riexinger (Parteivorsitzender DIE LINKE und VER.DI Gewerkschaftssekretär) und Tilo Aé (Krankenpfleger und Betriebsratsvorsitzender beim Kommunalen Krankenhaus - Klinikum St. Georg gGmbH Leipzig), Moderation: Gundula Lasch (Journalistin)
Eine Veranstaltung des NFP marketing & distribution*, Arbeit und Leben Sachsen e.V., der Gewerkschaft VER.Di und dem Kulturforum mit Unterstützung der RLS Sachsen
Passage Kinos Leipzig, Hainstraße 19a, 04109 Leipzig

In der Preview-Veranstaltung des Films SORRY WE MISSED YOU von Regisseur Ken Loach werden nach dem Film in einem Podiumsgespräch zum Thema „Mensch und Familie in der globalisierten Arbeitswelt“ Dunja Burghardt, Geschäftsführerin WIRTSCHAFT-LEBEN, Bernd Riexinger, der Vorsitzende der Partei DIE LINKE und der Krankenpfleger und Betriebsratsvorsitzender beim Klinikum St. Georg Leipzig Tilo Aé mit Gundula Lasch über die Veränderungen in der Arbeitswelt und die Herausforderungen für unsere Gesellschaft sprechen.

Die RLS Sachsen verfügt über ein begrenztes Kartenkontingent. Bitte melden Sie sich telefonisch unter 0341-9608531 oder per Email über schmohl@rosalux-sachsen.de bis zum Freitag, 24. Januar an.
Den Ticketlink für Kaufkarten finden Sie hier.

Bildnachweise: Bolivien – Land am Scheideweg?: Pablo D. Flores/wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)
Klassenkämpfe im digitalen Zeitalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung
»Alles war Schauspiel« – Ernst Jünger zwischen Dandytum und Faschismus: Filmstill aus »1909«, © Moritz Liewerscheidt/
RosaKunstpreis und Neujahrsempfang: Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen
 


Allgemeine Hinweise:

*** Gemeinsam mit Rosa-Luxemburg-Stiftung. Gesellschaftsanalyse  und Politische Bildung e.V.
* Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
- Gemäß §6 des Versammlungsgesetzes haben Mitglieder rechtsextremer Parteien und neonazistischer Freier Kameradschaften sowie Personen, die bereits rechtsextrem oder rassistisch aufgetreten sind, keinen Zutritt. Der Veranstalter macht von seinem Hausrecht Gebrauch, wenn sich Besucherinnen bzw.Besucher rechtsextrem oder rassistisch äußern.
 

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Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V

Stefanie Götze
Harkortstraße 10
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Fon: 0341/9 60 85 31
Fax: 0341/ 22 54 00 77 
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