„Patient.es en danger, personnels épuisés: avec les hospitalier.es en grève, contre les provocations d’Agnès Buzyn!“ von der NPA am 06. Juni 2019 bei Europe Solidaire
dokumentiert, ist eine Erklärung und ein Aufruf der linken Organisation, in der die Berechtigung dieses Kampfes und die Verantwortung der Ministerin Buzyn unterstrichen werden. Die Streikbewegung, die bereits im März begann und sich inzwischen auf über 80 Notaufnahmen ausgeweitet habe, sei Ergebnis vor allem der Haltung der Regierung, die die zahlreichen Proteste aus dem Jahr 2018 schlichtweg ignoriert habe, die an vielen Orten mit Veranstaltungen und Diskussionen begonnen hatten und dann eben durch diese Nichtbeachtung zu immer massiveren Protesten wurden – die von der Öffentlichkeit ebenfalls immer mehr unterstützt würden.
„Hôpitaux: de la lutte des urgences à une «marée blanche»?“ ebenfalls von der NPA am 11. Juni 2019 bei Europe Solidaire
dokumentiert, ist im Prinzip eine Fortsetzung des vorherigen Aufrufs: Da sich die Unterstützung der Streikbewegung immer deutlicher sichtbar macht, wird die Frage wichtig, ob sich daraus – wie vor einigen Jahren so massiv in Spanien – eine Art „weiße Welle“ entwickeln werde, also faktisch eine wesentlich breitere soziale Bewegung, die neben den Beschäftigten und Betroffenen auch all jene umfassen kann, die aus welchen Gründen auch immer für eine ausreichende öffentliche Gesundheitsversorgung eintreten – gerade bei einer Regierung, die immer neue Privatisierungspläne schmiedet (Flughäfen oder auch die Nationalstraßen sind gerade Thema) bestehe die Möglichkeit, dass dies eine breite Bewegung werden könne.
„Nous apportons notre soutien à la grève des urgentistes“ am 13. Juni 2019 bei Libération
ist eine Erklärung zahlreicher Einzelpersonen, darunter sowohl eine ganze Reihe vom MedizinprofessorInnen, als auch GewerkschafterInnen und AutorInnen, die den Streikenden ihre Solidarität mit ihrem Kampf und ihren Zielen aussprechen. Neben schlicht jahrelanger zu geringer finanzieller Ausstattung, sei es vor allem das „Reformgesetz“ von 2009, das die besorgniserregende Situation geschaffen habe, in der Menschen unnötig sterben. Mit jenen Gesetzen seien die Krankenhäuser faktisch betriebswirtschaftlichem Kalkül unterworfen worden und ihre Leitung seien heute Manager und keine Mediziner. Diese aber handelten nach dem Prinzip „Bezahle den Feuerwehrmann nur im Brandfall“ und dies sei eine Herangehensweise, die auch das Gesundheitssystem ruiniere auf Kosten jener Menschen, die sich keine private Betreuung leisten könnten – die allermeisten also.
„Douarnenez: pour des postes dans les EHPAD“ am 19. Juni 2019 bei der Coordination Nationale des comités de défense des Hôpitaux et Maternités de proximité
ist in dieser kleinen Sammlung aus gleich zwei Gründen: Einmal um darauf hinzuweisen, dass es diese landesweite Koordination zur Verteidigung der Nachbarschaftskrankenhäuser gibt, die aus gewesenen, aktuellen und potenziellen PatientInnen zusammengesetzt ist und zum Zweiten, weil dieser Text auf ihrer Seite einer der Aufrufe ist, an der von der CGT für den Folgetag einberufenen Gewerkschaftsversammlung teilzunehmen.
„Urgences: Lariboisière, Saint-Antoine, Bordeaux – Arrêtez-vous touTEs !“ am 19. Juni 2019 bei Europe Solidaire
ist eine Sammlung von Korrespondenzen, Streikberichten von verschiedenen Orten, aus denen deutlich wird, dass es zu Beginn meist nur einige Wenige sind, die sich entschließen zu streiken – dass deren Zahl aber überall rasch wächst.
„Manifestations à Dole, Lons et Saint-Claude pour la défense de l’hôpital public“ am 15. Juni 2019 bei Actu
(ursprünglich bei La Voix du Jura) ist ein Bericht über drei Demonstrationen in drei kleineren Ortschaften am selben Tag, die alle der Verteidigung der jeweiligen öffentlichen Krankenhäuser galten. Der Bericht steht hier als Beispiel auch für zahlreiche andere mögliche, und macht deutlich, dass es sich wirklich um eine landesweite Bewegung handelt.
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