- Schlechte Bedingungen in vielen Ökosupermärkten – „Bio“ ist nicht automatisch fair
“… Der Handel mit Biolebensmitteln boomt seit Jahren, und Supermarktketten wie Alnatura, Denn’s Biomarkt und Bio Company expandieren Jahr für Jahr. Doch wenn es um Bezahlung und Arbeitszeit nach Tarif sowie um die Mitbestimmung geht, erweist sich die Branche als sehr abweisend, wie Orhan Akman, Leiter des ver.di-Bundesfachbereichs Einzelhandel kritisiert. Doch in anderen Teilen der Branche tut sich seit einiger Zeit eine Menge: im Großhandel nämlich. Mitte Mai wählten die Beschäftigten aus Warenlager und Zentralverwaltung beim Bio-Großhändler Dennree im oberfränkischen Töpen erstmals einen 15-köpfigen Betriebsrat. (…) Orhan Akman kritisiert die Bio-Einzelhandelsketten mit deutlichen Worten. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass ausgerechnet in einem Zweig des Einzelhandels, der sich Nachhaltigkeit, Tierwohl und Regionalität auf die Fahnen schreibt, eine Politik gegen Arbeitnehmerrechte gefahren wird“, sagte er im April gegenüber den Zeitungen der WAZ-Gruppe. Seit Jahren kämpfe ver.di beispielsweise um die Wahl eines Betriebsrates in einer Bremer Alnatura-Filiale – bisher ohne Erfolg. Viele Beschäftigte in Bio-Supermärkten müssten mehr als 37,5 Stunden wöchentlich arbeiten und bekämen dafür weniger Lohn und weniger Urlaubstage als die Tarifverträge des Einzelhandels vorsehen…” Beitrag von Gudrun Giese aus ver.di publik vom Juni 2019 bei ver.di
Montag, 24. Juni 2019
Dumpinglöhne in der Bio-Branche des Einzelhandels: Glückliche Kühe statt glückliche Mitarbeiter
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