Dienstag, 23. April 2019

Massenproteste in Algerien fordern den Rücktritt der „drei B“ – einer ist schon weg. Demonstrationen und Streiks wachsen weiter - trotz zunehmender Polizeigewalt



„Die Herrschaft des alten Regimes löst sich auf. Immer mehr Minister  
werden auf Fahrten von ihrem Regierungssitz in Algier zu Beratungs-  
und Propagandaeinsätzen im Lande schon an den jeweiligen Flughäfen  
abgefangen, mit Parolen und Eierwürfen empfangen, so dass sie ihre  
Reisevorhaben abbrechen müssen. Immer mehr Richter, Bürgermeister und  
Kommunen erklären, dass sie die Vorbereitungen für die  
Präsidentschaftswahl am 4. Juli 2019 nicht mittragen, also keine  
Wählerlisten bereitstellen und keine Aufsicht über die Wahlen führen  
werden, weil die Wahlen unter Leitung des neu eingesetzten Präsidenten  
Bensalah stattfinden sollen. Bensalah ist als Organisator früherer  
Wahlfälschungen bekannt…“ aus dem Beitrag „Algerien: Legitimation der  
Herrschaft in Auflösung“ am 15. April 2019 bei FFM Online in einer  
weiteren übersetzten Zusammenfassung einer Meldung von TSA, worin auch  
noch speziell darauf verwiesen wird: „... Die vier jungen Frauen  
mussten sich komplett ausziehen. Ihre Haare wurden untersucht. Die  
jungen Männer wurden nicht dieser Prozedur unterzogen. Sie hatten sich  
in Cafes nahe der Grande Poste getroffen, das zum städtischen  
Protestzentrum geworden ist, und wurden in den Cafes oder an der  
Grande Poste verhaftet. Um 1 Uhr nachts wurden sie wieder  
freigelassen. Inzwischen protestiert auch Amnesty International gegen  
diese spezielle Behandlung junger Frauen durch die Polizei in Algier…“  
Siehe dazu fünf aktuelle Beiträge über die Streikbewegung, die  
Organisation des Protestes an den Universitäten, über die  
Landbevölkerung gegen das Regime und die Mobilisierung trotz  
Polizeigewalt – sowie den Hinweis auf unseren bisher letzten Beitrag  
zum Massenprotest in Algerien
http://www.labournet.de/?p=147536

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