"Mit großer Aufmerksamkeit beobachten wir die Situation in der
ethnisch vielfältigen Region Nordsyrien rund um Afrin, die seit vielen
Jahren durch Krieg und Zerstörung geprägt ist. Hunderttausende
Flüchtlinge mussten und müssen immer noch ihre Heimat verlassen. Die
Operationen der türkischen Armee seit dem Januar 2018 haben zu einer
weiteren Eskalation in der bereits seit langem krisengeschüttelten
Region und zu noch mehr Leid und Toten geführt. Darunter sind viele
zivile Opfer auf allen Seiten zu beklagen. Hierbei ist nach
Medienberichten zu beobachten, dass die Türkei auch Waffen und
Kriegsgerät einsetzt, welche aus Deutschland im Rahmen der
NATO-Partnerschaft an die Türkei geliert wurden. Dies erfüllt uns als
Delegierte der IG Metall Mannheim mit großer Sorge und Entsetzen.
(...) Wir fordern alle politischen Mandatsträger und die
Bundesregierung auf, auf den NATO-Partner Türkei einzuwirken, notfalls
mit politischen und wirtschaftlichen Sanktionen, mit dem Ziel, die
besagten Operationen außerhalb seiner Landesgrenze umgehend
einzustellen und den Kriegseinsatz zu beenden; sich für eine sofortige
Wiederaufnahme der internationalen Vermittlungsbemühungen zwischen den
Konfliktparteien einzusetzen; Rüstungsexporte in Krisenregionen zu
verbieten und den NATO-Partner Türkei auf seine Verpflichtungen im
Rahmen seiner Bündnis-Mitgliedschaft hinzuweisen. Weiterhin
unterstützen wir als Delegierte der IG Metall Mannheim aktiv die
Beschlüsse des 23. Ordentlichen Gewerkschaftstages 2015 1.125 zur
Friedenspolitik und Rüstungskonversion..." Resolution zur aktuellen
Situation im Kriegsgebiet in der nordsyrischen Region Afrin,
beschlossen am 25. Juni 2018 durch die Delegiertenversammlung der IG
Metall Mannheim (pdf)
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2018/07/ruestIGMmannheim.pdf
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