Samstag, 21. Juli 2018
Amazons „prime day“ wird (nicht nur) in Madrid bestreikt werden
Die „prime day“-Streiks bei Amazon waren ein Erfolg
Am Tag nach dem Polizeiüberfall auf die Streikposten bei Amazon Madrid
ging dort der Streik ungebrochen weiter – erst recht bestärkt durch
die im wahrsten Sinne des Wortes internationale Solidarität, die
dieser polizeistaatliche Angriff auf das Streikrecht hervor rief. Auf
den verschiedenen Twitter-Kanälen, mit denen für den Streik
mobilisiert wurde und über seinen Verlauf unterrichtet, wurden
Solidaritätsadressen von zahlreichen Amazon-Beschäftigten aus „der
ganzen Welt“ ebenso dokumentiert, wie die gewerkschaftlicher
Organisationen aus Europa, Amerika und Asien. In Spanien selbst wurde
der Vorfall auf einer Sitzung des Parlaments als Thema eingebracht mit
der Aufforderung an die sozialdemokratische PSOE-Regierung, Stellung
zu nehmen. Gab es am Dienstag nach den Festnahmen eine Demonstration,
so wurde am Mittwoch der Streik mit einer Kundgebung beendet, an der
sich auch andere Belegschaften beteiligten, die sich in der einen oder
anderen Form in aktuellen Auseinandersetzungen befinden. In der BRD
hatte ver.di bereits vorher eine positive Bilanz der Streiks an
mehreren Standorten gezogen – während das Unternehmen rituell kund
gab, es habe so gut wie keine Auswirkungen gegeben. Siehe zum
Abschluss des „prime day“-Streiks im Dossier vier aktuelle Beiträge
aus und zu Spanien und die abschließende Presseerklärung von ver.di
http://www.labournet.de/?p=134618
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