Montag, 15. Oktober 2012

Pressekonferenz zum 18.10.77. in Berlin

Presseinformation Neuaufnahme des Todesermittlungsverfahrens (TEV) zu den am 18. Oktober 1977 in der JVA Stammheim tot aufgefundenen Häftlingen Andreas Baader und Gudrun Ensslin sowie den schwerverletzten Häftlingen Jan-Carl Raspe und Irmgard Möller beantragt. Pressegespräch mit den Antragstellern Helge Lehmann und Gottfried Ensslin, Bruder von Gudrun Ensslin. Außerdem Ulla Jelpke MdB und Innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE) 18. Oktober 2012 um 11:30 bis 13:00 Uhr Vaporetto Albrechtstraße 12 / Ecke Schiffbauerdamm 10117 Berlin Speisen und Getränke stehen bereit. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung: Mail: presse@todesnacht.com oder mobil: 01525-3503828 Noch vor der offiziellen Feststellung des Todes von Baader und Ensslin ging am Morgen des 18.10.1977 um 8.53 Uhr eine dpa-Meldung über die Fernschreiber, dass laut Mitteilung des baden-württembergischen Justizministeriums Andreas Baader und Gudrun Ensslin Selbstmord begangen haben. Noch vor den kriminaltechnischen Untersuchungen in den Gefängniszellen verkündet Regierungssprecher Bölling im Namen der Bundesregierung, der Partei- und Fraktionsvorsitzenden der vier Bundestagsparteien sowie der Ministerpräsidenten von vier betroffenen Landesregierungen, dass die Gefangenen „das Mittel der Selbstzerstörung eingesetzt haben“. Noch vor der amtlichen Obduktion erklärt schließlich Bundespräsident Scheel um 20.15 Uhr in einer Rundfunk- und Fernsehansprache, dass die vier Gefangenen in Stammheim Selbstmord begangen oder versucht haben. Nach intensiven Recherchen in Archiven, die neues Aktenmaterial zu Tage förderten, sowie praktischen Versuchsaufbauten (z.B. Schussversuche zur Bestimmung der Lautstärke, Nachbau der „Kommunikationsanlage“) kann Helge Lehmann nachweisen, dass die bis heute offiziell gültige Version der Ereignisse in der Todesnacht von Stammheim nicht stimmt. Er und Gottfried Ensslin haben nun gestützt auf die Fülle dieser neuen Erkenntnisse einen Antrag auf Neuaufnahme des Todesermittlungsverfahrens bei der zuständigen Staatanwalt gestellt. --> Auf der Pressekonferenz wird der schriftliche Antrag vorgestellt und erläutert. Weitere Informationen: www.todesnacht.com und http://www.facebook.com/RAF.Todesnacht.Stammheim Die Geschehnisse in Stammheim vor 35 Jahren werden auch auf der Bühne und im Film behandelt: Die Badische Landesbühne zeigt das Stück "Die Todesnacht in Stammheim" Das Staatsarchiv Ludwigsburg zeigt als Preview den 90 minütigen Dokumentarfilm "Stammheim 77/12" des renommierten Filmteams um Katja und Clemens Riha, die beide anwesend sein werden. 15.10.2012, 19.00 Uhr Arsenalplatz 3 D-71638 Ludwigsburg Freier Eintritt

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