Neues aus dem Asienreferat
Die Rosa Luxemburg Stiftung ist in Asien mit Büros in Kasachstan, Indien, China, Vietnam und auf den Philippinen vertreten. In diesem Newsletter möchten wir Sie vierteljährlich über wichtige politische Entwicklungen in der Region, spannende Publikationen und Veranstaltungen in Deutschland informieren.Parlamentswahlen in Indien
In Indien wird seit dem 11. April das Unterhaus des Parlaments neu gewählt. Mit über 900 Millionen Wahlberechtigten findet dort gerade die größte demokratische Wahl der Geschichte statt. Die Wahl stellt den wirtschaftsliberalen Kurs der hindu-nationalistischen Regierung Narendra Modis auf den Prüfstand, die 2014 mit einer beeindruckenden Mehrheit an die Macht gekommen ist. Eine ausführliche Analyse der Lage in Indien vor den Wahlen bietet unser Standpunkt "Demokratie und Unzufriedenheit".
Erschienen auf Deutsch und Englisch.
Sozial-Ökologische Transformation - Erfahrungen aus Asien und Europa
Wie kann eine sozial-ökologische Transformation aussehen? Welche Schritte müssen in Richtung einer sozial-ökologischen Transformation gegangen werden, die eine Eindämmung des Klimawandels und soziale Gerechtigkeit bewirken kann? Diese Publikation trägt Debatten aus Vietnam, China, Indien und den Philippinen zusammen und bringt sie in einen gemeinsamen diskursiven Rahmen.
Erschienen auf Englisch
Perlenkette aus Peking
Chinas Investitionen in Pakistan, Bangladesh und Myanmar im Rahmen der Wachstums- und Entwicklungsstrategie "One Belt, One Road" bereiten der indischen Regierung zunehmend Sorgen. Submir Bhaumik diskutiert Indiens außen- und sicherheitspolitische Perspektive auf Chinas neue Seidenstraße und reflektiert, wie Konfrontationen vermieden werden könnten.
Erschienen auf Deutsch und Englisch
Gehört werden
Eigene Narrative schaffen, eigene Geschichten erzählen. Der politische Podcast Diaspor.Asiawill asiatische Identitäten in Deutschland sichtbar machen und Fremdrepräsentation und positive Rassismen thematisieren. Im Interview reden die Macher*innen des Podcasts über ihre Form des Aktivismus und Identitätsfindung.
Zum Interview
Soziale Rechte im Textilsektor Vietnams
Das Institute for Workers and Trade Unions geht in einer Studie den Herausforderungen nach, denen Arbeiter*innen in der Textilindustrie Vietnams begegnen. Dabei spielen niedrige Löhne, unbezahlte Überstunden eine ebenso große Rolle wie mangelnde Sicherheit am Arbeitsplatz und soziale Absicherung. Außerdem stellt sich die Frage, mit welchen Konsequenzen der Textilsektor in Vietnam durch zunehmende Automatisierung in den nächsten zehn Jahren rechnen muss.
Erschienen auf Englisch
Indigene Bevölkerung Indiens zwischen Tradition und Moderne
Das Regionalbüro in Neu Delhi beschäftigt sich mit Fragen rund um die Rechte von Indigenen und dem Erhalt ihrer landwirtschaftlichen Methoden vor dem Hintergrund von Klimawandel und Abhängigkeiten von der Saatgut- und Pestizidindustrie. In den letzten Monaten sind drei Artikel erschienen, die den vielfältigen Widerstand der indigenen Bevölkerung Indiens sichtbar machen.
"Zwischen Tradition und Moderne" eine Reportage über die indigene Bevölkerung Ostindiens
"Berufsrisiko Gefängnis" ein Artikel über den Kampf für den "Forest Rights Act"
"Genug damit, dass andere uns erforschen!" ein Interview über Identität und Selbstbestimmung
Solarenergie - Mehrseitiger Nutzen für die Energie- und Lebensmittelversorgung Vietnams
In den letzten Jahrzehnten entstanden durch den vermehrten Flächenbedarf für Solarpanels zunächst Konflikte um landwirtschaftlich nutzbare Flächen. Diese Studie macht am Beispiel Vietnam deutlich, welche Potenziale in Systemen stecken, die Solarpanele und landwirtschaftliche Produktion kombinieren. Diese spielen dort nicht nur eine wichtige Rolle für die Energie, sondern können auch die Einkommen von Bäuer*innen steigern sowie deren Kosten für Energie senken.
Erschienen auf Englisch
Arbeitsmigration in Indien
Jahr für Jahr zieht es hunderttausende Inder*innen aus den ländlichen Gebieten in die industriellen Zentren des Landes. Unter widrigen Arbeits- und Lebensbedingungen verdienen sie gerade so viel, dass es zum Überleben reicht. Arbeitgeber bevorzugen Arbeitsmigrant*innen gegenüber lokalen Kräften, da diese sich aus Angst und Not kaum gegen die widrigen Lebens- und Arbeitsumstände wehren. Folgende Artikel berichten über ihre Lebensumstände:
"Selbsthilfe und Kampf ums Überleben" ein Bericht über den Arbeitsalltag in der Lederindustrie Kolkatas
"Auf dem Rücken der Entrechteten" ein Artikel über Tagelöhner*innen auf Indiens Großbaustellen
Fotoserie Contemporary Breath
Die Luftverschmutzung in Phnom Penh hat vielseitige Ursachen, wie Sereyrath Mech in ihrer Fotoserie Contemporary Breath aufzeigt. Die Metropole ist einer der am schnellsten wachsenden urbanen Räume Ostasiens. Das rasante Wachstum geht häufig auf Kosten der Umwelt und setzt die Bevölkerung zunehmend schädlichen Luftbedingungen aus.
Zur Fotoserie
Verantwortung oder Solidarität?
In Zusammenarbeit mit der Mahanirban Calcutta Research Group beschäftigt sich das Regionalbüro Neu Delhi mit Fragen rund um Migration und Geflüchtetete. Im November 2018 fand dazu in Kolkata eine internationale Konferenz statt, deren Deklaration auf UN-Ebene diskutiert wird. Das Interview mit Ranabir Samaddar diskutiert Herangehensweisen zum Umgang mit Flucht und Migration aus postkolonialer Perspektive.
Zum Interivew
Weitere Informationen:
Referat Asien:
https://www.rosalux.de/stiftung/zid/asien/
Regionalbüro Hanoi:
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Regionalbüro Neu Delhi:
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